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Chip-Branche steht angeblich vor dem schlechtestem Jahr seit 2009



Die Computerchip-Industrie steht nach Schätzungen des Beratungshauses Gartner weltweit vor dem schlechtesten Jahr seit zehn Jahren. Die US-amerikanischen Analysten prognostizieren, dass der Umsatz mit Halbleitern in diesem Jahr um 9.6 Prozent auf 429 Milliarden Dollar schrumpfen wird.

Dies gab Gartner am Montag in Stamford im US-Bundesstaat Connecticut bekannt. Vor drei Monaten hatte Gartner noch ein Umsatzminus von 3.4 Prozent vorhergesagt.

Mehrere Gründe

Preisdruck bei Speicherchips, der Handelsstreit der USA mit China und Bremsspuren beim Absatz von Smartphones, PCs und Servern führten nun voraussichtlich aber zum schwächsten Wachstum des Marktes seit zehn Jahren, erklärte Gartner-Analyst Ben Lee.

Am stärksten fällt der Preisverfall der Studie zufolge bei Speicherchips (DRAM) aus, der Branche, die vor kurzem noch mit einem zu geringen Angebot zu kämpfen hatte. Doch die Hersteller übertrieben im Bestreben, neue Kapazitäten aufzubauen.

Bild

DRAM-Modul für einen PC. bild: shutterstock

Um 42.1 Prozent dürften die DRAM-Preise in diesem Jahr abstürzen, schätzt das Analyse- und Beratungshaus. Bis ins zweite Quartal 2020 sei mit Überkapazitäten zu rechnen.

Chipkonzerne wie Infineon, aber auch Zulieferer wie der Silziumscheiben-Hersteller Siltronic haben ihre Prognosen für das laufende Jahr bereits nach unten korrigieren müssen und die Hoffnung auf eine rasche Erholung aufgegeben.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China wird nach den Erwartungen von Gartner zu längerfristigen Verschiebungen bei Nachfrage und Angebot führen. Weil die USA ihre Beschränkungen mit Sicherheits-Aspekten begründeten, werde China seine eigene Halbleiter-Produktion forcieren.

(dsc/sda/awp/reu)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Las Niklas 23.07.2019 18:18
    Highlight Highlight Sehr schön, dann darf sich mein Gaming-Rig bald mal über ein Upgrade freuen.
  • Walter Hechtler 22.07.2019 22:11
    Highlight Highlight Ist ganz klar wegen der 5G Technologie, die jetzt kommt wie ein Wirbelsturm. Upgrades werden nächstes Jahr so richtig loslegen. Niemand kauft ein CHF 1000-Smartphone heute wenn das neue (Samsung 2nd Gen) oder Apple nächstes Jahr auf den Markt kommt. Resultat schlechte Zahlen jetzt und ein Megaboom 2020. Kauft Aktien jetzt.
    • Ueli der Knecht 23.07.2019 16:24
      Highlight Highlight Der Aktienkurs hat sich doch - wie auch die Finanzwirtschaft generell - längst von der Realwirtschaft losgelöst.
  • Schlange12 22.07.2019 22:00
    Highlight Highlight Nach meiner Ansicht hat der Handelsstreit nur am Rande mit den „schlechten Zahlen“ zutun. Ich nenne es mal eher der Mining boom ist vorbei. Dazu SoC-Trend führen hat dazu, das der Bedarf runter geht. Der Boom ist einfach mal vorbei.
  • imposselbee 22.07.2019 18:08
    Highlight Highlight ‚Bremsspuren‘, hehe.
    • @schurt3r 22.07.2019 19:50
      Highlight Highlight 💩💩💩
    • Troll Watson 23.07.2019 08:59
      Highlight Highlight passend:
      Benutzer Bild
    • luegeLose 23.07.2019 10:41
      Highlight Highlight 🌪💨 Wind

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