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Trotz Waffenruhe gibt es Berichte über erneute Kämpfe in Ost-Aleppo

14.12.2016, 10:5214.12.2016, 11:09

Aleppo ist ein Trümmerfeld

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Aleppo ist ein Trümmerfeld (Update 13.12.16)
quelle: ap/ap / hassan ammar
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Im Ostteil der syrischen Grossstadt Aleppo hat es am Morgen nach Berichten von Aktivisten und Beobachtern erneut Kämpfe und Artilleriebeschuss gegeben. Rebellen und Regierung geben sich gegenseitig die Schuld am Wiederaufflammen der Kämpfe.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) berichtete von einer Explosion durch Artilleriebeschuss des syrischen Regimes auf Ost-Aleppo. Die Einheiten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad hätten mindestens 14 Granaten in die noch von den Rebellen gehaltenen Strassenzüge abgeschossen, sagte der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Aktivisten berichteten ebenfalls von Angriffen regierungstreuer Truppen.

Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete unter Berufung auf ihren Korrespondenten, syrische Regierungstruppen und mit ihr verbündete schiitische Milizen hätten die Waffenruhe durchbrochen. Sie hätten begonnen, den belagerten Teil mit schweren Waffen zu beschiessen.

Wie die russische Nachrichtenagentur Tass mit Verweis auf das russische Verteidigungsministerium meldete, hätten Rebellen versucht, die Belagerung der syrischen Truppen zu durchbrechen. Der Versuch sei zurückgeschlagen worden.

Am Dienstag hatte Russland mitgeteilt, nach der weitgehenden Einnahme von Ost-Aleppo habe die syrische Armee die Kampfhandlungen beendet, um den Aufständischen und ihren Familien die Flucht aus Aleppo zu ermöglichen.

Der türkische Aussenminister Mevlüt Cavusoglu warf Syrien und seinen Verbündeten vor, die Vereinbarung über den Rebellen-Abzug und die Evakuierung von Aleppo zu hintertreiben. Er werde darüber mit dem russischen und iranischen Aussenminister sprechen. Die Vorbereitungen der Türkei für die Errichtung von Zeltlagern zur Aufnahme der Flüchtlinge aus Aleppo in der Türkei und Nordsyrien seien abgeschlossen.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte der Welt sind noch etwa 100'000 Menschen auf einem Gebiet von lediglich fünf Quadratkilometern im Osten der Stadt eingeschlossen. Bisher sind nach Angaben der oppositionsnahen SOHR bereits mehr als 130'000 Zivilisten aus Ost-Aleppo geflohen. (sda/dpa/afp/reu)

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Kommentar

Bei euch, liebe zu Unrecht als Putin-Trolls Beschimpfte, möchte ich mich entschuldigen. Bei allen anderen nicht

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Vor ein paar Tagen habe ich mich stellvertretend dafür entschuldigt, dass watson einen Artikel des Journalisten Helmut Scheben unter dem Titel: «Spielball der Mächte: Weshalb der Syrienkonflikt ein Stellvertreterkrieg geworden ist» von Infosperber übernommen hat.

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