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Mit dieser Gratis-App surfst du sofort schneller 🚀 – und angeblich sicherer



Es klingt verlockend für Android- und iPhone-User: Du installierst eine kostenlose App auf deinem Gerät und kannst fortan schneller und sicherer im Internet surfen.

Wenn man die App startet, werden die Einstellungen für den sogenannten DNS-Resolver geändert. Es geht um den weltweit gültigen Verzeichnisdienst, der beim Aufrufen von Domain-Namen (wie zum Beispiel watson.ch) dafür sorgt, dass man zu der richtigen IP-Adresse weitergeleitet wird.

Bild

screenshot: watson

Die DNS-Server 1.1.1.1 und 1.0.0.1 sind bereits seit April 2018 online. Cloudflare zufolge sollen Internetadressen so sogar noch schneller aufgelöst werden als beim Public-DNS-Server von Google und sehr schnelles Surfen ermöglichen.

Hier gibts die App kostenlos:

Und der Haken?

Wer bereits einen VPN-Dienst auf dem Smartphone nutzt, kann sich das Installieren der App schenken. Sie funktioniere nicht parallel zu einer anderen VPN-Verbindung.

Cloudflare ist ein privatwirtschaftliches US-Unternehmen, das verschiedene Internet-Dienstleistungen anbietet, unter anderem wirksame Abwehrmassnahmen bei Server-Überlastungsangriffen, sogenannten DDoS-Attacken.

Der Public-DNS-Server wird querfinanziert, über andere, kostenpflichtige Dienstleistungen von Cloudflare.

Liest die NSA mit?

Für die App spreche die Verschlüsselung und auch das Versprechen des Anbieters, dass er DNS-Daten nicht weitergebe und nach 24 Stunden von den Server lösche, fasst Heise.de verschiedene Vorteile zusammen. 

Smartphone-User könnten von der App erwarten, dass die DNS-Auflösungen flink vonstatten gehen, denn Cloudflare besitze eine eigene weltweit verteilte Infrastruktur.

Offen sei hingegen, ob Cloudflare als US-Unternehmen unterbinden könne, dass Geheimdienste des eigenen Landes die DNS-Daten der User mitlesen.

Dazu kommentiert Golem.de:

DNS-Server speichern beispielsweise aufgerufene Domains inklusive Bestimmungs- und Herkunftsort, in diesem Fall den Client oder Provider des Clients. Auch Metadaten von Voice-over-IP-Diensten werden gespeichert. Sollte eine Drittpartei wie etwa der US-Geheimdienst NSA darauf Zugriff erhalten, kann das für viele Nutzer ein starkes Gegenargument sein.

quelle: golem.de

Bleibt anzumerken, dass der eigene Internet-Provider diesbezüglich nicht zwingend die bessere Wahl ist.

Der 1.1.1.1-Dienst verhindere, dass Internet-Provider erfassen können, welche Websites angesurft werden, argumentiert Cloudflare. Dies sei deshalb problematisch, weil die Daten an Drittfirmen verkauft werden könnten.

Einige Provider würden zudem gar keinen eigenen DNS-Server mehr betreiben. Stattdessen leiteten sie die Anfragen auf 8.8.8.8, den DNS-Server von Google, weiter – so dass wir erneut bei US-amerikanischen Unternehmen wären.

Das aktuelle Android 9 (Pie) unterstützt bereits verschlüsselte DNS-Abfragen, wie Golem.de in Erinnerung ruft. Nur läuft Android 9 bislang auf den wenigsten Smartphones.

(dsc)

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Video: srf/SDA SRF

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • einkritischer 13.11.2018 10:49
    Highlight Highlight Google ist ja auch eine amerikanische Firma, also auch potentiell Weitergabe der Daten (oder Mitlesen der Geheimdienste).
  • Triumvir 13.11.2018 09:18
    Highlight Highlight Ja, ja, wir glauben natürlich alle dem Versprechen des Anbieters, dass er die DNS-Daten nicht weitergebe und nach 24 Stunden von den Servern lösche... ich glaube ja auch noch an das Christkindl ;-P
  • RhabarBär 13.11.2018 08:51
    Highlight Highlight Da braucht man keine App für. Man muss kein/e IT-Experte/in sein, aber man sollte ein bisschen Verständnis, wo und wie man das einstellt, mitbringen. Aber dafür gibt es gute Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf Chip.de oder heise.de usw. Das Gute ist, dass man auch keine Apps installiert, die höchstwahrscheinlich wieder Daten ausspionieren.
  • Out of Order 12.11.2018 18:23
    Highlight Highlight Allemal besser als die Swisscom-DNS, die nach belieben manipuliert werden und sich mit den Kundendaten (die Cloudflare fehlen) wunderbar fürs Profiling eignen.
  • trou 12.11.2018 18:13
    Highlight Highlight Was erzählt ihr da für einen Stuss?
    1. Die DNS abfragen betreffen einen minimen Teil eines Aufrufe.
    2. Der gesamte Traffic über VPN wird durch die Infrastruktur des VPN Providers geroutet. Somit ist die maximale Geschwindigkeit, die des Providers. Zudem haben sie die Möglichkeit alles zu loggen. Auch Google hatte mal das Mantra 'Don't be evil'.
  • Supermonkey 12.11.2018 18:10
    Highlight Highlight Aus dem Berocht ist nicht klar ob nur der DNS geändert wird oder auch eine VPN Verbindung erstellt wird. Wäre letzteres der Fall, wäre das aus meiner Sicht äusserst bedenklich. Und eine Frage des Vertrauens... Wem gebe ich meinen Datenstrom zu 100% in die Finger? Einem nationalen, schweizer Provider oder einem US-Dienst bei welchem meine Daten gemäss US-Recht ze and abt werden....
  • pommes 12.11.2018 17:33
    Highlight Highlight Da kann ich nur "Pi-Hole" für den raspberry pi empfehlen.
  • Rueetschli 12.11.2018 17:22
    Highlight Highlight Besser ist es immer noch, eine VPN Verbindung zu sich nach Hause einzurichten, dort den DNS Provider seiner Wahl einzutragen und gut ist.

    • NotWhatYouExpect 13.11.2018 00:07
      Highlight Highlight Guter Ratschlag!

      Eine Zugabe wäre noch der eigene DNS-Resolver ala PI-Hole, mit dem man Werbung und böse DNS-Einträge blockiert.
  • Syk27 12.11.2018 17:04
    Highlight Highlight Kennt jemand eine gute, vielleicht sogar kostenlose, VPN App mit der man vom Ausland Zugriff auf sonst geogeblockte Schweizer Inhalte (z.B. SRF Sport Zusammenfassungen) erhält? Hatte durch einen watson Kommentar die Robo VPN App kennengelernte, welche inzwischen leider nicht mehr funktioniert.
    Danke für allfällige Tipps 🙏
    • Hansjuerg Wuethrich 12.11.2018 20:33
      Highlight Highlight Ich finde www.Tunnelbear.com toll
    • Bergler19 12.11.2018 20:41
      Highlight Highlight ExpressVPN für iPhone funktioniert tadellos. Leider lediglich 30 Tage gratis, danach kostenpflichtig.
    • RonaldMcDonald 12.11.2018 21:57
      Highlight Highlight ich verwende dazu ProtonVPN. Ist ein Schweizer Anbieter und hat z.B. Server in CH, sodass du problemlos eine Schweizer IP bekommst damit du SRF schauen kannst. Die kostenlose Version ist jedoch sehr eingeschränkt. Gibt aktuell eine Beta für iOS, ansonsten gibt es Clients für Mac, Win, Linux. Probier's am besten mal selber aus.
      cheers
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matthiah Süppi 12.11.2018 16:58
    Highlight Highlight Kann mir das mal jemand erklären? Ich verstehe nur Bahnhof, und dass als „digital native“.
    • NotWhatYouExpect 13.11.2018 00:11
      Highlight Highlight Damit z.B. dein Computer weiss wo es die Daten für www.watson.ch laden muss gibt es mehrere Online Verzeichnisse im Internet die man anfragt DNS (Dynamic Name Server).

      Hier gibt es schnellere und etwas langsamere. Jedoch wird hier mit "schneller" Surfen absolut übertrieben, denn die Domain Auflösung braucht nur einen Bruchteil vom ganzen Page Load, der gemacht werden muss, um eine Webseite darzustellen.
  • Raffaele Merminod 12.11.2018 15:22
    Highlight Highlight Schneller surfen kann man auch dank einem Adblocker. Auf dem Smartphone geht das am besten mit dem Brave Browser. Der hat den Adblocker mit eingebaut. Der Unterschied ist manchmal echt gewaltig!
    • DerTaran 12.11.2018 16:55
      Highlight Highlight Leider auch bei Watson, ich verzichte bewusst auf einen Adblocker, aber die Werbung bremst Watson dramatisch aus.
    • NotWhatYouExpect 13.11.2018 00:05
      Highlight Highlight Dann versuch es mal mit einem PI-Hole. Bei einem Adblocker wird der "böse" Content immer noch im Hintergrund geladen und die Webseite braucht länger zum laden. Mit einem PI-Hole werden "böse" DNS Abfragen "abgefangen/blockiert" und man spart Traffic und die Seite lädt schneller da weniger Inhalt zu Rendern.
    • Raffaele Merminod 13.11.2018 10:58
      Highlight Highlight Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob und wie viel Werbung im Hintergrund trotz Adblocker geladen wird, aber man ist damit merklich schneller unterwegs als ohne.
      Das PI-Hole ist sehr interessant, aber auch Aufwendiger. Zudem unterwegs, bin ich ja nicht im eigenen Netzwerk.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Legume 12.11.2018 15:21
    Highlight Highlight ich denke nicht, dass es heutzutage noch provider gibt, die keine daten sammeln. business bleibt business! mit einer simplen änderung des dns wird gar nichts geheim, dafür muss schon etwas mehr getan werden. lancieren wir doch das internet 2.0 und fangen von vorn an 😄
  • Sunny Sunshine 12.11.2018 15:12
    Highlight Highlight Ich habe vor einem Jahr einen VPN installiert, die Folge davon war, dass ich nicht mehr Netflix auf dem Smartphone schauen konnte. Jedes Mal kam eine Fehlermeldung, nach dem Deinstallieren des VPN‘s ging alles wieder.. einfach mal so als Warnung
    • Ralf das Einhorn 12.11.2018 15:43
      Highlight Highlight Diese Aussage ist mit Verlaub etwas dumm. VPN baut eine Verbindung zu einem VPN-Server auf (der kann auch bei dir zuhause stehen, Virtual Private Network, chegsch). Dein VPN-Server, der wahrscheinlich gratis war, stand wohl im Ausland (verändertes Netflix-Angebot) oder war von Netflix geblockt. Dies weil X hundert User auch diesen VPN-Server nutzen und evtl. schei*** angerichtet haben -> Netflix sperrt diese IP.
    • DerRaucher 12.11.2018 19:28
      Highlight Highlight Lol. Naja wenn man keine Ahnung von der Materie hat, sollte man sich halt etwas damit befassen. Netflix hat nicht mehr funkioniert weil sie angefangen haben VPN's zu blocken. Rührt einfach daher das sie nicht mehr wollten, das man seinen Standort vorgaukeln kann und dann z.B auf das amerikanische Angebot zugreifen kann. Hättest du deinen VPN beim Netflix gucken deaktiviert, hätte das auch funkioniert ohne die App zu löschen.
    • Der Tom 12.11.2018 21:50
      Highlight Highlight @Raucher Das liegt nicht an Netflix. Die mussten dicht machen weil der Druck immer grösser wurde. Die TV Sender wollen mit Werbung Kohle machen.
  • joshuabeny1999 12.11.2018 15:11
    Highlight Highlight Hier eine Anleitung wie man den DNS Server unter Android 9 einrichtet und so die App nicht benötigt und auch kein VPN eingerichtet werden muss:
    https://blog.cloudflare.com/enable-private-dns-with-1-1-1-1-on-android-9-pie/

    Funktioniert bei mit mit dem Pixel 2 wunderbar
    • Arthur Philip Dent 13.11.2018 00:49
      Highlight Highlight Ja, das taugt super, für alle mit dem grossen Porte-Monnaie und dem neusten Smartphone. ;)
      Für alle anderen ist die App eine gute Übergangslösung. :)
  • Madison Pierce 12.11.2018 15:08
    Highlight Highlight Ist "surfst du sofort schneller" ein Erfahrungswert oder kommt das vom Marketing?

    Kann das nicht so recht glauben. Einerseits ist es häufig schneller, einen DNS-Server in der Nähe zu befragen. Der Server von Swisscom hat zum Beispiel "www.watson.ch" sehr wahrscheinlich schon im Cache.

    Andererseits läuft verschlüsseltes DNS über TCP, was eine Anfrage aufwändiger macht als per UDP, wo man sich TCP- sowie TLS-Handshake spart.

    Und: die Ladezeit einer Website hängt nur sehr begrenzt von der DNS-Auflösung ab. Ob die jetzt 10 oder 50ms braucht, ist egal, wenn danach 10 MB Daten geladen werden.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 12.11.2018 14:55
    Highlight Highlight DNS geht auch ohne zusätzliche App.
    • Rueetschli 12.11.2018 17:25
      Highlight Highlight Jein, bei iOS musst du eine VPN Verbindung haben. Das geht entweder mit App oder mit den Bordmittel. Aber „nur“ einen anderen DNS Provider geht nicht. Bei WLAN ja, bei Mobilfunk musst du bei iOS zwingend eine VPN Verbindung haben, wenn du einen anderen DNS Provider willst.
    • Kopold 13.11.2018 11:30
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