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Hockey-WM: Die Schweizer Nati verliert den Final gegen Finnland bitter

Finland's players celebrate the victory during the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship gold medal game between Switzerland and Finland, at the Swiss Life Arena ice hockey stadium,  ...
Die Finnen feiern den Weltmeistertitel in der Schweiz.Bild: keystone

Bitter! Die Nati verliert den WM-Final gegen Finnland – Josi erneut MVP

Das Warten geht weiter. Das Schweizer Eishockey-Nationalteam verliert auch den fünften WM-Final, diesmal zuhause in Zürich gegen Finnland. Wie im letzten Jahr gegen die USA 0:1 in der Verlängerung.
31.05.2026, 18:5001.06.2026, 00:59
marcel hauck / keystone-sda

Aus der Traum! 10'000 Fans im Eistempel in Zürich-Altstetten und viele tausend weitere im ganzen Land stehen bereit, um endlich den ersten WM-Titel der Geschichte zu feiern. Aber auch der fünfte Final bringt kein Glück. Vor zwei Jahren in Prag kam der Genickschlag in der 50. Minute, vor einem Jahr in Stockholm in der 63. und nun am Sonntagabend zuhause in Zürich zerstört Konsta Helenius von den Buffalo Sabres in der 71. Minute alle Träume. Wie im Olympia-Viertelfinal steht Finnland der goldenen Schweizer Generation in der Verlängerung im Weg.

Die Schweizer müssen sich vorwerfen lassen, dass sie nun drei Jahre in Folge in drei Jahren kein einziges Tor zustande gebracht haben. Und so geht das Warten auf den so ersehnten ersten WM-Titel weiter. Die Nerven spielen erneut einen Streich. Finnland hingegen ist zum fünften Mal Weltmeister, zum ersten Mal seit 2022.

Gleich zu Beginn der Overtime haben die Schweizer noch Glück, als Servettes Jesse Puljujärvi nur den Innenpfosten trifft. Weniger später landet ein Schuss von Damien Riat an der Latte. Es wäre der Schuss zur Goldmedaille gewesen. Auch im Schlussdrittel haben Roman Josi (53.) und Pius Suter (56.) den Siegtreffer auf dem Stock.

Traurige Gesichter nach der Final-Niederlage

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Traurige Gesichter nach der Final-Niederlage

Was für ein Elend! Nino Niederreiter und Roman Josi müssen sich erneut mit Silber begnügen.

quelle: keystone / salvatore di nolfi
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Im Final gehemmt

Es ist kein Spiel, wie jedes andere, das erlebten die Schweizer schon in den letzten beiden Jahren, und das ist nun auch zuhause in Zürich nicht anders. Wie vor zwei Jahren in Prag und vor zwölf Monaten in Stockholm steht es nach zwei Dritteln torlos. Auf dem Weg in den Final jeweils eine wahre Tormaschine, wirken die Schweizer im Final irgendwie etwas gehemmt.

All-Star-Team und MVP der Heim-WM
Roman Josi wird nach der Finalniederlage an der Eishockey-WM in Zürich zum zweiten Mal nach 2013 zum wertvollsten Spieler (MVP) und zum besten Verteidiger des Turniers gewählt.

Der Berner Verteidiger und Captain des Schweizer Teams wurde für seine herausragenden Leistungen während den letzten zweieinhalb Wochen geehrt. Damit stellt die Schweiz nach Kevin Fiala (2024) und Leonardo Genoni (2025) zum dritten Mal in Folge den MVP an einer WM. Josi und Genoni wurden in Zürich wie auch Teamkollege Sven Andrighetto, mit vier Toren und elf Assists der beste Skorer des Turniers, ins Allstar-Team gewählt.

All-Star-Team:
Tor: Leonardo Genoni (SUI).
Verteidigung: Roman Josi (SUI), Henri Jokihariu (FIN
Sturm: Sven Andrighetto (SUI), Macklin Celebrini (CAN), Aleksander Barkov (FIN).

MVP: Roman Josi (SUI).
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Switzerland's Roman Josi in action during the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship Semifinal game between Switzerland and Norway, at the Swiss Life Arena ice hockey stadium, in Zurich, Switzerland, Saturday, May 30, 2026. (KEYSTONE/Claudio Thoma)Bild: keystone

Das ist vor allem im ersten Drittel evident. Da findet das Team von Jan Cadieux offensiv praktisch nicht statt. 7:15 Torschüsse stehen nach 20 Minuten auf dem Videowürfel, und die Statistik gibt das Geschehen ziemlich genau wider. Auch die Rückkehr des im Halbfinal gesperrten Timo Meier bringt zunächst keine Offensivpower. Für ihn muss Nicolas Baechler weichen.

Steigerung im zweiten Drittel

Zwar überstehen die Schweizer erneut zwei Strafen schadlos, doch sie beanspruchen diesmal eine gehörige Portion Glück. In der 14. Minute trifft der finnische ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen mit einem Knaller von der blauen Linie nur die Latte, wenig später jubeln die Nordländer zu früh. Anton Lundells vermeintlicher Führungstreffer wird wegen eines zu hohen Stocks zurecht nicht anerkannt.

Den zweiten Abschnitt können die Schweizer mit fast zwei Minuten in doppelter Überzahl beginnen – und kommen ziemlich kläglich zu keiner echten Torchance. Dennoch wendet sich das Spiel. Im Mitteldrittel sind sie mit zunehmender Dauer das bessere Team und kommen zur einen oder anderen Chance. Die beste hat Pius Suter in der 36. Minute, er scheitert aber am stark reagierenden Goalie Justus Annunen, in der NHL bei Nashville ein Teamkollege Roman Josis. Diesmal kommen die Finnen auf gerade mal zwei Abschlüsse auf das Tor von Leonardo Genoni.

Am Ende bleibt den Schweizern einmal mehr nur die abgrundtiefe Enttäuschung. Nach den verlorenen Finals 2013 und 2018 (gegen Schweden), 2024 (gegen Tschechien) und 2025 (gegen die USA) bleibt zum fünften Mal nur Silber - und fast jedes Mal war es eine knappe Entscheidung auf Messers Schneide. Einfacher macht es das nicht.

epa13007584 Switzerland's goaltender Leonardo Genoni looks disappointed after losing the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship gold medal game between Switzerland and Finland, in Zur ...
Genoni muss sich wieder erst in der Verlängerung bezwingen lassen – dort halt aber doch.Bild: keystone

Schweiz - Finnland 0:1 (0:0, 0:0, 0:0, 0:1) n.V.
Zürich. - 10'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Björk/Schrader (SWE/GER), Birkhoff/Nyqvist (CAN/SWE).
Tor: 71. (70:42) Helenius (Lundell, Lehtonen) 0:1.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4mal 2 Minuten gegen Finnland.
Schweiz: Genoni; Egli, Josi; Kukan, Marti; Moser, Berni; Jung; Riat, Jäger, Knak; Meier, Hischier, Biasca; Bertschy, Suter, Niederreiter; Thürkauf, Malgin, Andrighetto; Rochette.
Finnland: Annunen; Vaakanainen, Heinola; Matinpalo, Määttä; Jokiharju, Lehtonen; Saarijärvi; Puljujärvi, Räty, Manninen; Helenius, Barkov, Granlund; Hämeenaho, Lundell, Puistola; Merelä, Björninen, Mäenalanen; Kuokkanen.
Bemerkungen: Schweiz ohne Baechler, Frick, Aeschlimann (alle überzählig) und Berra (Ersatzgoalie). Pfosten-/Lattenschüsse: 14. Lehtonen, 61. Puljujärvi, 65. Riat. - 14. Tor von Lundell aberkannt (hoher Stock).
Schüsse: Schweiz 22 (7-8-4-3); Finnland 27 (15-1-6-5).
Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/4; Finnland 0/5. (abu/sda)

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Die besten Bilder der Eishockey-WM in Zürich und Fribourg
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Die besten Bilder der Eishockey-WM in Zürich und Fribourg

Die Schweizer Nati wird vom Publikum an der Heim-WM mit viel Liebe verabschiedet.

quelle: keystone / andreas becker
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215 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Der_Radiator
31.05.2026 21:01registriert März 2021
Ich hoffe, die Finnen haben in der Vorrunde gegen die Eisgenossen nicht geblufft.
Im Moment sind sie erschreckend stark.
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shayhen
31.05.2026 23:24registriert August 2014
Schade, traurig, frustrierend, nervig… 😣 2 tolle Wochen, geile Spiele, sensationelle Fans und Stimmung. Und eigentlich müssten wir ja „stolz“ sein, dass wir mittlerweile ab WM-Silber entäuscht sind. Aber jetzt gerade ist es einfach nur 💩! Und wie man es schafft, 3x hintereinander in ein WM-Finale zu kommen, und dabei kein einziges Tor zu erzielen… 🤷🏻‍♂️ Das sollen Profis (er)klären und bitte eine Lösung finden, ich versteh‘s aktuell grad nicht.
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Geff Joldblum
31.05.2026 20:53registriert August 2019
Das schwächste Drittel dieser WM. Da muss eine arge Steigerung zum Titel her. Ich glaube daran, auf gehts!
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