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Kommentar zum WM-Final: Die Schweiz hätte diese Gold-Party verdient

KEYPIX - A Swiss supporter celebrates with a cow bell during the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship Semifinal game between Switzerland and Norway, at the Swiss Life Arena ice hockey st ...
Die Schweizer Volksseele könnte einen Weltmeistertitel gut gebrauchen.Bild: keystone
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Wir hätten diese Gold-Party verdient

Holt die Schweizer Eishockey-Nati heute im Final gegen Finnland ausgerechnet zuhause den ersten Weltmeistertitel? Das Land und die Spieler hätten diese Party jedenfalls verdient.
31.05.2026, 12:0831.05.2026, 12:08

Es ist eine absolut historische Chance, die sich der Schweizer Eishockey-Nati bietet: den ersten Weltmeistertitel der Geschichte des Landes zu Hause vor den frenetischen eigenen Fans zu gewinnen. Die Ausgangslage ist zu perfekt, um sie nicht zu nutzen.

Einerseits ist die Schweizer Mannschaft perfekt eingespielt und perfekt eingestellt. Der Grossteil der Mannschaft ist der gleiche, der schon bei den Olympischen Spielen in Mailand am Start war. Viele Spieler waren schon bei den Silbergewinnen in den letzten beiden Jahren dabei. Trainer Jan Cadieux hat im Turnierverlauf bewiesen, dass er die Mannschaft immer richtig einstellt, egal, welcher Gegner auf der anderen Seite des Eises steht.

Weiter wäre es schlicht und einfach an der Zeit, dass es nun endlich einmal klappt mit Gold. Nach insgesamt vier und zuletzt zwei verlorenen WM-Finals in Folge hätte diese Mannschaft mit ihren teils alternden Stars wie Roman Josi, Nino Niederreiter oder Sven Andrighetto die Krönung nun mehr als verdient. Aber auch die Schweiz als Land hätte es verdient, ein richtig ausgelassenes Goldfest zu feiern.

Das Jahr 2026, insbesondere der Start in dieses, meinte es nicht gut mit unserem Land. Die Brandkatastrophe von Crans-Montana. Der Postautobrand von Kerzers. Der Gondelabsturz von Engelberg oder vor wenigen Tagen auch der Messerangriff am Winterthurer Bahnhof. Die Schweizer Volksseele wurde teils in ihren Grundfesten erschüttert.

Umso schöner war zu sehen, wie die grandiosen Auftritte der Hockey-Nati eine landesweite Begeisterung ausgelöst haben. Fans aus allen Kantonen und Sprachregionen kommen im und rund ums Stadion zusammen und feiern gemeinsam.

«Wir fiebern mit und drücken die Daumen! Schliesslich wollen wir die ‹W. Nuss vo Bümpliz› noch einmal hören.»
Auch Fussball-Nationaltrainer Murat Yakin ist begeistert von der Hockey-Nati.

Wenn in der Arena in Zürich-Altstetten 10'000 Menschen gemeinsam die «W. Nuss vo Bümpliz», die Schweizer Hymne oder «Tornerò» von I Santo California singen, sind das reine Gänsehautmomente, die uns die schwierigen Momente etwas haben vergessen lassen.

Es kommt nicht oft vor, dass sich in der Schweiz das ganze Land einig ist. Aber heute Abend denken alle Schweizer gleich: Wir wollen endlich diese Gold-Party feiern – und wir haben sie auch verdient.

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quelle: keystone / andreas becker
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