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El Nino nimmt Super-Ausmasse an, sagt die Weltwetterorganisation (WMO)

epa13136457 People enjoy the beach amid the hot weather warning in Banda Aceh, Indonesia, 28 July 2026. The Meteorology, Climatology, and Geophysics Agency (BMKG) issued a hot weather warning and urge ...
Uns steht eine besonders starke Phase des El Niño bevor. Bild: keystone
Extremwetter

Meerestemperaturen von 8 Grad über dem Schnitt: «Der El Niño nimmt Super-Ausmasse an»

03.09.2026, 10:5503.09.2026, 12:22

Die Welt muss sich Experten zufolge für regional extreme Hitze, Dürren und Überschwemmungen in den kommenden Monaten wappnen. Es stehe bis zum Jahreswechsel ein aussergewöhnlich starkes Wetterphänomen El Niño an, warnte die Weltwetterorganisation (WMO).

Die Temperaturen im tropischen Teil des Pazifischen Ozeans, die das Weltwetter stark beeinflussen, seien jetzt schon aussergewöhnlich hoch.

«Der El Niño nimmt vor unseren Augen Super-Ausmasse an», sagte Uno-Generalsekretär António Guterres. Und weiter:

«Die Welt befindet sich in der Gefahrenzone extremer Wetterereignisse.»

Die WMO benutzt den Ausdruck «Super-El-Niño», den einige Experten verwenden, selbst nicht. Die Organisation berücksichtigt für ihre El-Niño-Vorhersagen Berechnungen mehrerer Wetterdienste aus aller Welt. Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre natürlich auf. Es ist nicht durch den Klimawandel verursacht, kann seine Folgen aber zusätzlich verschärfen.

epa13201760 Cracks are seen in the rice fields due to the long drought in Darul Imarah, Aceh Besar, Indonesia, 31 August 2026. Aceh Meteorological Station (BMKG) has issued a public warning that most  ...
Die Folgen des Phänomens dürften auf der ganzen Welt zu spüren sein.Bild: keystone

Extreme Temperaturen im Pazifik

El Niño beginnt mit der Erwärmung der Meeresoberflächen-Temperaturen im zentral-östlichen äquatorialen Pazifik. Sie liegen nach WMO-Angaben bereits zwischen 2,2 und 2,6 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Unter der Oberfläche sei das Wasser im Juli und Anfang August teils sogar mehr als 8 Grad wärmer gewesen.

Die Temperaturanomalien im Ozean vom August 2026.
Diese Karte der WMO zeigt die Prognose der Temperaturabweichungen für September bis Oktober.Bild: WMO

Die Generalsekretärin der WMO, Celeste Saulo, sagt bei der Pressekonferenz am Donnerstag:

«Es gibt eine riesige Menge sehr warmer Meeresgewässer, die die Intensität von El Niño weiter verstärken werden.»

In der Region steigt dann warme, feuchte Luft auf, was die weltweiten Wind- und Luftströmungen verändert. In Australien, Indonesien und im südlichen Afrika kommt es dadurch oft zu Trockenheit und Dürren, während an der Westküste Südamerikas, in Ostafrika und den südlichen USA oft sehr viel Regen fällt. Europa ist eher wenig betroffen.

epa13010204 Celeste Saulo, Secretary-General of the World Meteorological Organization (WMO), briefs the media about the El Nino weather phenomenon during a press briefing at the European headquarters  ...
Celeste Saulo warnt die Welt am Donnerstag vor den Folgen des diesjährigen El Niño. Bild: keystone

Höhere Temperaturen über Land

Oft ist die globale Durchschnittstemperatur nach einem El-Niño-Jahr besonders hoch. So folgte das Jahr 2024, das bislang heisseste mit rund 1,6 Grad über dem Niveau vor der industriellen Revolution, auf einen El Niño. Saulo sagt:

«Wir wären nicht überrascht, wenn der Temperaturrekord von 2024 dieses Jahr gebrochen wird.»

Schon die bisherigen Monate des Jahres 2026 waren mehrheitlich überdurchschnittlich warm. Der Juli war in Westeuropa nach 2006 der zweitwärmste seit Beginn der Messungen, wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus berichtet hatte. Er lag mit einer Durchschnittstemperatur von 22,48 Grad rund 2,5 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.

Die WMO sagt für September bis November praktisch über allen Landflächen der Erde Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt voraus. Dass auch die Oberflächentemperaturen im nördlichen und südlichen tropischen Atlantik über dem Normalwert liegen, könne die Auswirkungen des El Niño in verschiedenen Regionen verändern, hiess es zudem. (leo/sda/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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bitzliz'alt
03.09.2026 11:39registriert Dezember 2020
... wir sitzen alle mit verschränkten Armen da und sagen dann hinterher, die haben doch recht gehabt ...
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Vision2060
03.09.2026 12:40registriert April 2021
Es ist schon sehr bedenklich, wie viele Leute einfach nicht begreifen, das die Klimaveränderung exponentiell geschieht. Das gewisse Kipppunkte, wenn sie erreicht werden, nicht mehr Rückgängig gemacht werden Können. Nehmen zb. Methan. Das Methan das aus den auftauenden Permafrostböden entweicht wirkt 28 mal stärker als CO2 auf die Erwärmung der Erde. Besonders im Meer sind riesige Vorkommen, die mit erwärmen der Meere nun freigesetzt werden. Auch an unseren auftauenden Polen gibt es riesige Vorkommen an Methanhydrat die nun immer schneller in die Atmosphäre abgegeben werden.
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Hadock50
03.09.2026 13:10registriert Juli 2020
Gemäss den Rechtspopulisten SVP, Trump, AFD gibt es kein Klimawandel.
🤷‍♂️
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