Trump-1-Dollar-Münzen ausverkauft – trotz Mondpreis
Donald Trump hinterlässt gerne seine Spuren und Markierungen, sei es in Form seines Namens auf Gebäuden oder eben seines Gesichts auf allen möglichen Gegenständen. Es überraschte daher nicht, als die US-Münzprägeanstalt in diesem Jahr ankündigte, bald auch Geld in den Umlauf zu bringen, das Trump-Elemente enthält.
250'000 1-Dollar-Münzen mit dem Gesicht des US-Präsidenten sollen es werden, offizieller Anlass ist das 250-Jahr-Jubiläum der USA in diesem Jahr. So viel Zeit ist seit der Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1776 vergangen.
Am Mittwochnachmittag (US-Zeit) wurden nun die ersten Stücke zum Verkauf angeboten. Und offenbar sind diese ziemlich begehrt: Wie CNN berichtet, waren die Münzen bereits nach wenigen Stunden ein erstes Mal ausverkauft. Auf der Webseite der Münzprägeanstalt hiess es demnach, dass der Artikel zwar noch bestellt werden könne, allerdings nicht auf Lager sei. Zusätzliche Ware werde aber produziert.
Die Münzen, auf denen gross eine etwas jüngere Version des Gesichts des aktuellen US-Präsidenten zu sehen ist, sind in goldener Farbe gehalten. Diese ist bekanntlich die favorisierte Farbe Trumps. Bestehen tut das Kleingeld aus einer Mischung aus Kupfer, Zink, Mangan und Nickel. Nebst dem Trump-Kopf sind die Wörter «Liberty» (Freiheit) und der Leitspruch «In God We Trust» (Wir vertrauen auf Gott) auf dem Geldstück eingeprägt.
Fragezeichen bezüglich Preis
Die Münzen können grundsätzlich in 25-Stück- oder in 100-Stück-Rollen bezogen werden. Letztere wurden aber nach dem Andrang kurz nach Verkaufsstart als nicht mehr verfügbar gekennzeichnet. Wer sich nun noch fragt, wie viel die 1-Dollar-Münzen kosten – nicht 1 Dollar. Die kleinere Rolle ist für 61 Dollar erhältlich, also fast 2.50 Dollar pro Stück. Die 100er-Rolle würde für 154.5 Dollar angeboten, immer noch knapp 1.60 pro Münze.
Wohin die Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem tatsächlichen Wert geht, ist nicht ganz transparent. Laut offizieller Mitteilung der Münzprägeanstalt fliesst sie in «Organisationen und Projekte, die der Gemeinschaft zugutekommen». Eine Anfrage von «CNN», wofür genau der Erlös verwendet wird, blieb bisher unbeantwortet.
Skepsis bezüglich Rechtmässigkeit
Die Ankündigung der Münzprägeanstalt, eine offizielle Trump-Münze in den Umlauf zu bringen, sorgte in den USA auch für Kritik. Denn es gibt einige rechtliche Fragezeichen: Grundsätzlich ist es nicht erlaubt, das Bild eines aktuellen oder noch lebenden ehemaligen Präsidenten auf dem US-Dollar zu zeigen. Doch anlässlich des 250-Jahr-Jubiläums der USA hat der Kongress der Münzprägeanstalt erlaubt, spezielle 1-Dollar-Münzen zu drucken.
Das Gesetz bezüglich Münzprägung besagt ausserdem auch, dass auf der Rückseite von Münzen oder Noten keine Porträts von Personen abgebildet werden dürfen. Diesen Passus umging die Münzprägeanstalt mit einem Kniff: Die Seite mit dem Trump-Kopf wurde zur Vorderseite der Münze erklärt.
Es ist damit das erste Mal seit 1926, dass ein lebender US-Präsident sich auf der Währung verewigen lässt. Damals wurden 50-Cent-Stücke mit dem Konterfei von Calvin Coolidge geprägt, anlässlich des 150. Jahrestags seit der Unabhängigkeitserklärung. (con)
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