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Mindestens 105 Tote bei Militärflugzeugabsturz in Algerien



Bei dem Absturz eines Militärflugzeuges in Algerien sind dem staatlichen Fernsehen des Landes zufolge mindestens 105 Menschen getötet worden. Der Sender stützte sich dabei auf Angaben des Zivilschutzes.

Der algerische TV-Sender «Ennahar» zeigte Bilder von aufgereihten Leichen auf einer Wiese nahe der Unglücksstelle. Die Maschine war am Mittwoch Medienberichten zufolge nahe der Hauptstadt Algier abgestürzt. Die Absturzursache war zunächst unklar.

Lokale Medien berichteten am Mittwoch, die Maschine russischer Bauart sei in der Provinz Blida im Norden des Landes verunglückt. Auch die Nachrichtenagentur APS bestätigte den Absturz etwa 30 Kilometer im südlich von Algier nahe der Luftwaffenbasis Boufarik.

Weitere gesicherte Informationen gab es zunächst nicht. Das Verteidigungsministerium teilte mit, der Generalstabschef der algerischen Armee habe den Angehörigen der Opfer sein Beileid ausgesprochen. Er sei zur Absturzstelle gefahren, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen.

Berichten zufolge sollen sich 200 Armeeangehörige an Bord des Flugzeugs vom Typ Iljushin befunden haben. Fernsehbilder zeigten Flugzeugteile, aus denen Rauch stieg, und Ambulanzen auf einem Feld.

Bei dem Flugzeugtyp handelt es sich um eine viermotorige Maschine aus sowjetischer, später russischer Produktion. Laut Herstellerangaben können diese Flugzeuge je nach ziviler oder militärischer Version zwischen 126 und 225 Passagiere transportieren.

Im Februar 2014 waren 77 Menschen beim Absturz einer Militärmaschine in Algerien gestorben. Nur einer der 74 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord der Maschine vom Typ Hercules C-130 überlebte das Unglück bei Constantine in der Region Oum El Bouaghi. (sda/dpa/afp)

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