Südkoreas Ex-Präsidentin Park wegen Korruption schuldig gesprochen
Ein Gericht in Seoul hat die frühere südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye wegen Korruption und anderer Vergehen schuldig gesprochen. Ausserdem habe sich Park des Machtmissbrauchs und der Nötigung schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter am Freitag.
Park habe Unternehmen zur Zahlung von Bestechungsgeldern in Höhe von 77.4 Milliarden Won (rund 70 Millionen Franken) gezwungen, sagte Richter Kim Se Yoon in der live übertragenen Urteilsverkündung.
Die Bestechungsgelder wurden laut Anklage Park und ihrer langjährigen Vertrauten Choi Soon Sil von drei südkoreanischen Konzernen - Samsung, Lotte und SK - übergeben oder zugesagt.
Es wurde erwartet, dass das Strafmass am Ende der Erklärung verkündet wird. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 30 Jahren für die konservative Politikerin gefordert. (sda/dpa/afp)
