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Westmächte greifen Syrien wegen mutmasslichen Giftgas-Einsatzes an



Die USA haben nach dem mutmasslichen Giftgas-Einsatz in Syrien ihre Drohungen wahrgemacht und Syrien militärisch angegriffen. US-Präsident Donald Trump wandte sich am Freitagabend (Ortszeit) in einer Rede an die Nation.

Die USA, Frankreich und Grossbritannien hätten in der Nacht zu Samstag mit einzelnen Militärschlägen gegen Syrien begonnen, sagte er. Die Angriffe seien Vergeltung für den Einsatz chemischer Waffen durch die syrische Regierung unter Baschar al-Assad gegen das eigene Volk.

«Dies sind nicht die Taten eines Menschen», betonte Trump. «Es sind die Verbrechen eines Monsters.»

Rauch über syrischer Hauptstadt

Medien aus Damaskus meldeten kurz darauf schwere Explosionen. Wo die Ziele lagen, blieb allerdings unklar. Bei den Angriffen sollen laut syrischen Beobachtern eine wissenschaftliche Forschungseinrichtung in Damaskus sowie Militärstützpunkte getroffen worden sein.

Rauch sei zudem auf der Ostseite der syrischen Hauptstadt aufgestiegen, sagten Augenzeugen. Laut dem syrischen Staatsfernsehen wurde die Luftabwehr gegen die «Aggression» aktiviert. Das Pentagon wolle um 22.00 Uhr Ortszeit (4.00 Uhr MESZ) über den Einsatz informieren, hiess es aus Washington.

Die Regierungen in London und Paris bestätigten ihre Beteiligung an den Angriffen. Die britische Premierministerin Theresa May erklärte in London, es gebe «keine Alternative» zu dem Militärschlag.

Trump hatte seit Tagen Syriens Verbündeten Russland unverhohlen mit dem Angriff gedroht. Er sagte im Weissen Haus am Freitag, es handele sich um Präzisionsschläge. «Wir sind darauf vorbereitet, diese Antwort fortzusetzen, bis die syrische Regierung ihren Einsatz verbotener chemischer Waffen beendet.»

Seit-an-Seit mit Massenmördern

An Russland und den Iran gerichtet, fragte Trump in seiner Rede an die Nation: «Was für eine Art Nation würde im Zusammenhang mit dem Massenmord an unschuldigen Männern, Frauen und Kindern stehen wollen?»

Die syrische Armee ist schon seit Tagen in voller Alarmbereitschaft und hatte sich am Mittwoch von weiteren Stützpunkten zurückgezogen. Am Dienstag verliess die Armee einige Militärbasen, um einer möglicherweise bevorstehenden Attacke der USA und seiner Verbündeten Frankreich und Grossbritannien weniger Angriffsfläche zu bieten. (sda/dpa/afp/reu)

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