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USA kündigen Millionenhilfe für venezolanische Flüchtlinge an



Die USA haben angesichts der politischen und wirtschaftlichen Krise in Venezuela weitere humanitäre Hilfe zugesagt. Die Vereinigten Staaten werden 16 Millionen US-Dollar für die Flüchtlinge aus dem südamerikanischen Land bereitstellen.

Dies sagte US-Vizepräsident Mike Pence am Freitag vor dem Amerika-Gipfel in Lima. «Wir stehen an der Seite des venezolanischen Volkes. Wir sind gegen Tyrannei, Unterdrückung, Diktatur und Korruption.»

Pence forderte zudem weitere Sanktionen. Die Regierung von Staatschef Nicolás Maduro müsse weiter isoliert werden, sagte Pence bei einem Treffen mit Vertretern der venezolanischen Opposition am Rande des Gipfels. Die USA, Kanada und die EU haben bereits eine Reihe von Vertretern des südamerikanischen Landes, darunter Präsident Maduro selbst, mit Sanktionen belegt.

Die Lage in Venezuela sowie die Debatte über weitere Sanktionen gegen die Regierung des sozialistischen Präsidenten Nicólas Maduro dürften im Mittelpunkt des Treffens der rund 30 Staats- und Regierungschefs aus Nord-, Mittel- und Südamerika sowie der Karibik in der peruanischen Hauptstadt stehen. Maduro ist nicht zu dem zweitägigen Gipfel in Lima eingeladen.

Chiles Präsident Sebastián Piñera rief seine Kollegen dazu auf, die für den 20. Mai angesetzten Wahlen in Venezuela nicht anzuerkennen. «Niemand, der sich den demokratischen Werten verpflichtet fühlt, kann eine Wahl anerkennen, die nicht den grundlegenden demokratischen Regeln folgt», sagte er.

Kampfansage gegen Korruption

Mit einer Kampfansage gegen die Korruption eröffnete der peruanische Präsident Martín Vizcarra am Freitagabend (Ortszeit) den 8. Amerika-Gipfel. «Die Korruption ist ein Übel, das wir nicht zulassen dürften», sagte der neue Staatschef. Vizcarra war selbst erst vor drei Wochen an die Regierungsspitze gerückt, nachdem sein Vorgänger Pedro Pablo Kuczynski wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten war.

US-Präsident Donald Trump hatte seine Teilnahme kurzfristig abgesagt. Wegen des Grenzstreits mit Mexiko, der angespannten Beziehung zu Kuba und der schwelenden Handelskonflikte hätte es eigentlich viel Gesprächsbedarf zwischen Trump und seinen Kollegen aus Lateinamerika gegeben.

Freihandel: ja oder nein?

Kanadas Regierungschef Justin Trudeau verteidigte den Freihandel in der Region. «Auch in Zeiten, in denen die Abkommen infrage gestellt werden, profitieren wir von Handelsverträgen mit verschiedenen Ländern», sagte er. Auf Druck von Trump wird das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) zwischen den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko derzeit neu verhandelt.

Boliviens linker Präsident Evo Morales hingegen verurteilte das liberale Wirtschaftssystem. «Wir stehen vor dem Niedergang des neoliberalen Modells, das uns zum Nutzen weniger immer ärmer macht», sagte er. «Viele denken, das Wichtigste ist der Gewinn und die Schaffung wirtschaftlichen Wohlstands. Es ist an der Zeit für einen Wandel, um die Erde zu schützen.» (sda/dpa/afp)

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