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Rwandan African Union peacekeepers search an Anti-Balaka Christian man following looting in the Muslim market of the PK13 district of Bangui, Central African Republic, Wednesday, Jan. 22, 2014. Hundreds of Anti-Balakas, helped by women and children, went on a rampage, burning and looting shops. Thirty civilian Muslims, trapped inside their home, were later rescued by French forces assisted by Rwandan African Union peacekeepers. (AP Photo/Jerome Delay)

Hilfe aus Europa für die Friedenstruppen in Zentralafrika. Bild: AP

Zentralafrika

EU ebnet Weg für Militärmission in Zentralafrika 



Mit Verspätung hat die Europäische Union den Weg für ihre Militärmission in Zentralafrika geebnet. Dank «neuer Beiträge» und einer «Ergänzung» durch Frankreich habe der Befehlshaber der Mission deren Start empfohlen, erklärte eine Sprecherin von Catherine Ashton.

Geplant sei nun eine «progressive Aufstockung» der Truppen in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui, hiess es aus dem Büro der EU-Aussenbeauftragten Ashton am Samstag in Brüssel. Wie aus europäischer Quelle verlautete, sollen die Stationierung der Truppen sowie der Starttermin der Mission bis Mittwoch formal beschlossen werden.

An dem Tag findet auf Initiative von Frankreichs Staatschef François Hollande ein Sondertreffen zur Lage im Krisenstaat Zentralafrikanische Republik am Rande des EU-Afrika-Gipfels in Brüssel statt. Die EU-Mission hatte vor allem wegen Transportproblemen auf der Kippe gestanden. Diese konnten jedoch am Freitag ausgeräumt werden, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

Deutschland zeigte sich bereit, mehrere Transportflüge zu finanzieren. Frankreich stellte nach Diplomatenangaben zudem mehr Soldaten für die neue Mission zur Verfügung. Schleppende Vorbereitungen Frankreich hatte am 5. Dezember militärisch in Zentralafrika eingegriffen, um der blutigen Gewalt zwischen Christen und Muslimen ein Ende zu setzen.

Auf Forderung der Regierung in Paris beschlossen die EU-Staaten, eine europäische Militärmission in das Land zu entsenden. Die Vorbereitungen verliefen jedoch schleppend. Substanzielle Kontingente hatten Länder wie Polen, Estland, Lettland, Portugal und Rumänien angeboten. Nach Angaben aus Militärkreisen wurden aber wegen der Krim-Krise ursprüngliche Zusagen wieder in Frage gestellt.

Bisher sind rund 6000 Soldaten der Afrikanischen Union sowie 2000 französische Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz. Später soll eine UNO-Blauhelm-Mission die Stabilisierung des von Gewalt und Unruhen erschütterten Landes übernehmen. Die internationalen Streitkräfte konnten die Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen bisher nicht stoppen. (kad/sda/afp)

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