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Tschechischer Präsident: Angriffe in Syrien waren «Cowboy-Aktion»



Der tschechische Präsident Milos Zeman hat den Luftangriff der USA, Frankreichs und Grossbritanniens in Syrien als «Cowboy-Aktion» kritisiert.

Er vertrete kategorisch die Ansicht, dass für bewaffnete Angriffe auf einen Staat ein Mandat des Uno-Sicherheitsrats erforderlich sei, sagte der 73-Jährige am Sonntag im Rundfunksender «Frekvence 1». Eine weitere Eskalation könne die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihr Heimatland bremsen.

Nach Einschätzung Zemans, der im Januar für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden war, hat der Westen den Nahen Osten destabilisiert - erst mit der Irak-Invasion, dann mit der Unterstützung Aufständischer in Libyen und dann in Syrien.

Ein intelligenter Mensch mache einen Fehler, wiederhole ihn aber nicht, sagte Zeman. Ein Mensch mit durchschnittlicher Intelligenz begehe einen Fehler zweimal. «Und was soll man über diejenigen sagen, die den gleichen Fehler dreimal machen», endete er seine Pointe.

Zeman gilt laut Politologen als russlandfreundlich. Die Regierung in Prag stellte sich indes hinter den Luftangriff der drei westlichen Staaten. «Der Schlag gegen das syrische Regime, das mit Chemiewaffen die eigene Zivilbevölkerung angegriffen hat, war unausweichlich», schrieb Ministerpräsident Andrej Babis beim Kurznachrichtendienst Twitter. Zugleich rief er die Weltmächte auf, sich an einen Tisch zu setzen, um eine friedliche Lösung des Krieges zu finden. (sda/dpa)

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