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H&M verliert in den Läden und gewinnt zu wenig online



Der schwedische Moderiese H&M hat im letzten Geschäftsjahr in der Schweiz 6.6 Prozent Umsatz (gerechnet in Kronen) eingebüsst. Das geht aus dem am Mittwoch publizierten Geschäftsbericht hervor.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 (per Ende November) hat H&M in der Schweiz einen Umsatz von 5.9 Milliarden Kronen (rund 680 Millionen Franken) erwirtschaftet, im Vergleich zu 6.3 Milliarden Kronen im Vorjahr. Bereits 2015/2016 war der Umsatz um 7 Prozent zurückgegangen.

In der Schweiz betreibt der Moderiese 100 Läden; zwei davon sind im letzten Jahr neu eröffnet worden. Damit war die Expansion bescheiden.

Zudem ist die Schweiz unter den weltweit umsatzstärksten Märkten von H&M vom 10. auf den 11. Rang zurückgefallen. In der Schweiz erwirtschaftet H&M rund 2.5 Prozent des weltweiten Umsatzes. Die grössten Märkte sind Deutschland, gefolgt von den USA und dem Vereinigten Königreich.

Umsatzrückgänge verzeichneten unter den zehn grössten Märkten Deutschland, das Vereinigte Königreich und die Niederlande.

Kunden wandern ins Netz

Weltweit hat der Konzernumsatz um 4 Prozent auf 232 Milliarden Kronen zugelegt. Der Betriebsgewinn (vor Steuern) ist hingegen um 13 Prozent auf 20.8 Milliarden Kronen zurückgegangen. Auch beim Reingewinn hat H&M Federn gelassen: Er sank um 13 Prozent auf 16.2 Milliarden Kronen (rund 1.9 Milliarden Franken).

Den Rückgang begründet das Unternehmen damit, dass die Kunden zusehends ins Netz abwanderten und die Läden links liegen liessen. Deshalb seien die Umsätze im sogenannt stationären Handel rückläufig. Diesen Rückgang hat H&M online nicht kompensiert.

H&M ist insgesamt in 57 Ländern präsent; in 44 davon bietet der Modehändler die Möglichkeit, online einzukaufen. An einem Investorentag Mitte Februar kündigte H&M an, man wolle im laufenden Geschäftsjahr das Online-Geschäft um 25 Prozent steigern. Dagegen werde der Umsatz in den bestehenden Filialen weiter sinken. (sda)

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