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Taiwan: Mindestens zwei Tote und über 20 Verletzte nach Erdbeben in Taiwan



Bei dem Erdbeben im Süden Taiwans sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen wurden mehr als zwei Dutzend verletzt, wie die Behörden am Samstag berichteten. Eine gross angelegte Rettungsaktion ist angelaufen.

Während in Tainan die meist kleineren Häuser der Zwei-Millionen-Metropole unbeschädigt blieben, wurden mindestens acht höhere Häuser schwer beschädigt. Ein 16-stöckiges Wohngebäude kippte komplett auf die Seite.

Nach offiziellen Angaben wurden knapp 70 Menschen aus den Trümmern des Hauses gerettet, zur Zahl der Verschütteten konnten die Behörden aber zunächst keine Angaben machen. Aus den Trümmern eines siebenstöckigen Hauses wurden demnach weitere 30 Menschen geborgen. Insgesamt seien in Tainan vier Gebäude eingestürzt, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Die Erdstösse erreichten die Stärke 6.4 und überraschten die Menschen in den frühen Morgenstunden kurz vor 4.00 Uhr (Ortszeit) im Schlaf. Eine Serie von Nachbeben verschreckte die Menschen weiter.

Taiwan wird immer wieder von Erdbeben erschüttert, weil die Insel in der Nähe einer Bruchstelle zweier tektonischer Platten liegt. Bei einem Erdbeben der Stärke 7.6 waren im September 1999 rund 2400 Menschen ums Leben gekommen. Im Juni 2013 starben vier Menschen bei einem Beben der Stärke 6.3.

Das Erdbeben überraschte auch Superstar Madonna und ihre Musiker, die in Taiwan auf Tour sind. Ihr Manager Guy Oseary schrieb aus Taipeh auf Instagram: «Wir sind alle OK... Hoffe, dass es vorbei ist.» Am Samstagabend ist ein zweites Konzert in Taiwans Hauptstadt geplant. (sda/dpa)

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