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Swissport will vorerst nicht an die Börse



Der Flugzeug- und Flughafendienstleister Swissport verschiebt den geplanten Börsengang. Grund für den Aufschub seien die aktuellen Bedingungen an den Finanzmärkten, teilte Swissport am Dienstag mit. Erst kürzlich scheiterte der Börsengang der HNA-Tochter Gategroup.

Das Unternehmen hatte Ende Januar bekannt gegeben, ihre Aktien in diesem Jahr an der SIX Swiss Exchange kotieren zu wollen. Der Börsengang (IPO) war für das zweite Quartal 2018 vorgesehen. Einen neuen Zeitplan nannte die frühere Swissair-Tochter nicht.

Swissport gehört wie der Flugzeugcaterer Gategroup, dessen Gang an die Schweizer Börse erst Ende Mai gescheitert war, zur hochverschuldeten HNA-Gruppe aus China. Grund für die Absage des Börsengangs war mangelnde Nachfrage. Die Aktien konnten nicht zum gewünschten Preis an die Investoren gebracht werden.

In Marktkreisen wurde dies auch mit dem Misstrauen gegenüber HNA erklärt, welche einen grossen Teil der Aktien im eigenen Besitz behalten wollte. Bekanntlich war nur ein Streubesitz von 63 bis 65 Prozent geplant.

Mit dem Börsengang von Swissport wollte HNA ihr Wachstums steigern und finanziell flexibler und liquider werden. HNA erhoffte sich laut Medienberichten einen Erlös von 2.7 Milliarden Franken. Dies würde dem Preis entsprechen, den die Chinesen im Jahr 2015 für die aus dem zusammengebrochenen Swissair-Konzern hervorgegangene Swissport bezahlt hatten.

Zur HNA-Gruppe gehört neben Swissport und Gategroup auch die Flugzeugwartungsfirma SR Technics. Ausserdem hat HNA eine Beteiligung von etwa einem Fünftel am Reisedetailhändler Dufry aufgebaut. (sda)

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