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Installation auf Locarnos Piazza Grande zugunsten von Flüchtlingen



Mit 6500 Plastikschwimmringen, verteilt auf 3500 Quadratmetern der Piazza Grande in Locarno, will der Tessiner Aktionskünstler Oppy de Bernardo auf die vielen ertrunkenen Flüchtlinge aus den Staaten Afrikas und des Mittleren Orients aufmerksam machen.

Die Ausstellung heisst «Apolide»- auf Deutsch: Staatenlos. Es gehe ihm nur darum, eine offene vielfarbige Insel zu schaffen, sagte De Bernardo gegenüber Medienvertretern am Samstag.

Die Installation der vielfarbigen Ausstellung dauerte seit Freitag, die Schwimmhilfen aller Arten und Formen bilden nun eine intensiv-vielfarbige Fläche auf der Piazza Grande. Es gehe auch ganz generell um Mittel zur Rettung. «Wir haben alle einen Sack voller Probleme und brauchen etwas, das uns rettet», sagt De Bernardo.

Die Ausstellung dauert bis Mitte April. Touristen und Einheimische könnten sich ab dem 11. April anmelden, um einen der Schwimmringe mit nach Hause zu nehmen.

Protest eingelegt hat bereits die Lega dei Ticinesi. Es sei Verschwendung öffentlicher Gelder für ein eitles Projekt, sagten zwei Gemeinderatsmitglieder in einer Anfrage an die Locarneser Stadtregierung. Sie erkundigten nach den Kosten für die Installation.

Auch in den sozialen Medien erntet der Künstler viel Kritik, insbesondere für den massiven Gebrauch von Plastik. Ob er wohl am Ende der Ausstellung für dessen ordentliche Entsorgung besorgt sei, fragten Nutzer auf Facebook. (sda)

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