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Lieber Sport als Beten: Warum Frommen das Geld für Sportlager nicht gestrichen werden darf



Young participants in a floorball class play a match in the sports hall Hardau in Zurich, Switzerland, pictured on February 11, 2008. The course is part of the holiday sports program of the sports board of the city of Zurich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die jungen Teilnehmer eines Unihockeykurses spielen am 11. Februar 2008 in der Sporthalle Hardau in Zuerich, Schweiz. Der Kurs findet im Rahmen des Feriensportprogramms des Sportamts der Stadt Zuerich statt. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Lieber Sport ... Bild: KEYSTONE

Ich bin kein Freund der Freikirchen. Diese legen das Wort der «Heiligen Schrift» als von Gott inspirierte «Wahrheit» aus, was zu  einem radikalen Glauben und engen Religionsverständnis führt. Exorzismen, Heilungsgottesdienste, Endzeitvisionen und höllische Drohgebärden bestätigen, dass freikirchlicher Glaube nicht frei von Aberglauben ist.  

Doch für einmal muss ich Partei für die Freikirchen ergreifen. Der Auslöser ist nicht der Glaube, sondern der Sport: Das Bundesamt für Sport (Baspo) hat neun christlichen Verbänden, die mehrheitlich freikirchlich orientiert sind, mitgeteilt, dass sie ab nächstem Jahr keine Jugend+Sport-Leiter mehr ausbilden dürfen. Das bedeutet faktisch, dass in Zukunft über 200 Jugendgruppen vom J+S ausgeschlossen werden.  

Jungschargruppen müssen Sportangebot reduzieren

Konkret: Die freikirchlichen Jugendorganisationen dürfen keine J+S-Lager mehr durchführen und bekommen auch keine finanziellen Unterstützungen mehr. Es ist damit zu rechnen, dass viele Jungschargruppen ihr Sportangebot reduzieren müssen.  

Eigentlich müsste ich dem Bundesamt ein Kränzchen winden: Endlich haben die Beamten begriffen, dass Freikirchen primär das Ziel haben, immer und überall zu missionieren. Und dies oft mit fragwürdigen suggestiven Methoden. Die grundsätzliche Argumentation der Beamten ist denn auch richtig. Sie erklären, dass es bei den betroffenen Jugendverbänden nicht primär um eine offene Jugendarbeit gehe, sondern um die Missionierung.

Junge Kirchenbesucher beten als Pier Giacomo Grampa, Bischof von Lugano, am Montag, 4. April 2005 in seiner Kathedrale von Lugano eine Gedenkmesse fuer den am Samstag verstorbenen Papst Johannes Paul II zelebriert. (KEYSTONE/Karl Mathis)

... als beten. Bild: KEYSTONE

Das Baspo hat denn auch nicht alle christlichen Jugendverbände ausgeschlossen, sondern gezielt jene gewählt, die besonders dogmatisch sind: Die Methodisten, die Chrischona-Gemeinden, die freien evangelischen Gemeinden und verschiedene Gruppen des Bundes evangelischer Jungscharen. Weiterhin unterstützt werden aber Cevi und die katholischen Jugendorganisationen Jungwacht und Blauring.

Das falsche Objekt, um ein Exempel zu statuieren und den Frommen auf die Finger zu klopfen.

Es ist richtig und wichtig, dass der Bund endlich auch in religiösen Fragen die Scheuklappen ablegt und genau hinschaut, was unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit so alles wuchert und spriesst. Nur hat das Baspo das falsche Objekt ausgewählt, um ein Exempel zu statuieren und den Frommen auf die Finger zu klopfen.

Konkret: J+S-Lager eignen sich nicht oder nur schlecht, um Jugendliche zu missionieren. Die allermeisten Teilnehmer sind bereits freikirchlich geeicht oder Mitglied einer Freikirche. Somit müssten Sportlager ganz im Sinn der Baspo-Beamten sein, denen das Missionieren ein Dorn im Auge ist: Wenn die jungen Frommen Sport betreiben, haben sie keine Zeit zum Beten. Deshalb kann ein J+S-Lager ein weltliches Gegengewicht zur streng religiösen Sozialisation von Jugendlichen in Freikirchen sein.

Sektenaufklärung wäre sinnvoller

Es wäre besser, der Bund würde sich auf die wirklichen Sektenprobleme konzentrieren und beispielsweise Scientology verbieten, den öffentlichen Raum für Missionszwecke zu benützen. Die Politiker könnten auch eine nationale Sektenberatungsstelle finanzieren und den Aufklärungsunterricht in den Schulen fördern.

Sinnvoll wäre es auch, einen Konsumentenschutz in religiösen Fragen einzurichten und esoterischen Heilern klare Richtlinien aufzuerlegen. So gesehen ist der Ausschluss von freikirchlichen Jugendorganisation vom J+S ein Nebenschauplatz. Oder besser: ein Eigengoal.

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

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103Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pasionaria 01.05.2017 20:02
    Highlight Highlight Alienus
    Kennst Du den Ausdruck 'falschsexuell' - kommt er bei Grimms auch schon vor? Wahrscheinlich das Neovokabular der > Richtighautfarbigen und
    Neopatri(di)oten!!

    Dein Schuettler hat mich gerade zu einem (zwar etwas holprigen) Limerick inspiriert:
    Da begegnete ein Christ
    in Irland einem Atheist
    der fragte:
    which atheism do you belong to
    "you're anectodist?  I'm just idealist!
    1 1 Melden
    • Pasionaria 02.05.2017 06:09
      Highlight Highlight Alienus
      Das Limerick nur leicht enholpert:

      Da begegnete ein Christ
      in Irland einem Atheist
      der fragte:
      "which atheism? That's the gist."
      "you're anectodist? I'm just individualist!
      2 1 Melden
  • gelesen 01.05.2017 19:00
    Highlight Highlight Pasionaria
    Was sagst Du zum heutigen 1. Mai?
    Gibts dazu ein paar Worte von der Kämpferin Pasionaria?

    0 1 Melden
    • Pasionaria 01.05.2017 22:13
      Highlight Highlight Geschriebene Gelesen-Wuensche sind mir Befehl:
      Der erste Mai ist der ethische Imperativ fuer Arbeitgeber (usser es waer nuet...)
      3 1 Melden
    • gelesen 02.05.2017 21:28
      Highlight Highlight Pasionaria
      Danke!
      1 1 Melden
  • Nonbeliever 01.05.2017 15:24
    Highlight Highlight Oxy.. schreibt: "ob Vati Wissenschaftler, Mutti Frauenrechtlerin, Schwester unkeusch, Bruder falschsexuell, etc. - der Atheismus als leeres Gefäss, kann potentiell gefüllt werden." "Falschsexuell" (???) das ist ja ganz etwas Neues, ;-) mein lieber Trollie! Welcher Freikirche bist denn du entsprungen?
    2 1 Melden
    • Oxymora 02.05.2017 22:53
      Highlight Highlight Nonbeliver
      Falschsexuell ist ein Wort das offenbar viele fasziniert.
      Ich hätte es nicht benutzen sollen.

      Wenn

      DAS WORT

      Erwachsene beschäftigt, wie wirkt es dann auf Kinder?

      Ich habe nicht daran gedacht, dass die Bälger von einem chs-beliebigen Heimrechner auf den Block zugreifen können. Eigentlich sollten Kinder nicht
      auf solchen Seiten stehsegeln. Sie tun es trotzdem. Zum Schutz der Jungen und als Anhänger der reinen Hochkeuschen Sprache, werde ich von nun an nur noch das Synonym falschsechsuell benutzen.
      1 0 Melden
  • Oxymora 30.04.2017 01:48
    Highlight Highlight Von der Wiege bis zur Bare, ist Christ-Sein Mannschafts-Sport.
    Dank den Christlichen Werten (Teamgeist, Fairness, Opferbereitschaft, etc.) ist Sport überhaupt erst möglich.

    Es ist Gräuel, wie der Atheismus versucht, den Sport für sich zu beanspruchen.
    Ihm ist die leibseelische Einheit der jungen Sportler egal, es zählt nur das Geld.

    “Das Leben als Christ ist wie ein Wettkampf. Wir sollen kämpfen und durchhalten bis zum Sieg“
    (Kor 9:24-2)

    Noch danke an alle, die für die Rettung der FIFA gebetet haben, St.Luigi Scrosoppi und der Fuss-Baal Gott haben reagiert. Fussball darf weiter Leben.
    User Image
    10 50 Melden
    • DerTaran 30.04.2017 19:47
      Highlight Highlight Nur so am Rande, den Atheismus gibt es nicht. Es gibt nur Menschen die Atheisten sind.
      15 4 Melden
    • Pasionaria 30.04.2017 22:17
      Highlight Highlight Oxymora
      "Dank den Christlichen Werten (Teamgeist, Fairness, Opferbereitschaft, etc.) ist Sport überhaupt erst möglich."
      Dies ist nun aber nicht Dein Ernst?
      Dabei sagt Dir > Agone wohl nichts? Schau mal in die griechischen Antike, nichts von christlichem Treiben.
      Heutzutage und schon laenger im hochgelobten Abendland darfst Du nach den christlichen Sportwerten suchen, nicht sehr viel uebrig von Teamgeist, Fairness, Opferbereitschaft, etc.
      Also da zaeumst Du das Pferd am Schwanze auf.


      8 2 Melden
    • Pasionaria 30.04.2017 22:18
      Highlight Highlight Der Taran
      ..... immerhin darf man/frau frei waehlen, ob man Atheist sein will oder nicht - im eklatanten Gegensatz zu den allermeisten Religionen!
      7 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • schrat 29.04.2017 23:55
    Highlight Highlight Können sie einen Artikel über die allgemeine Verbreitung(Gefahren) von Netzwerk-Marketing (forever living, kyäni) schreiben?
    7 8 Melden
    • Schne 01.05.2017 02:58
      Highlight Highlight Was hat das mit Sekten zu tun?
      3 1 Melden
  • Pasionaria 29.04.2017 23:47
    Highlight Highlight
    N.B. Interessant, selbst wenn H. Stamm einmal die Position der FK .....beguenstigt, wird er von den Fundis noch angefeindet. Was braucht Ihr > TheMen > followers u.a. dann noch? Ah, stimmt, TheMan meint ja, dass er selbst einer Sekte beitreten sollte..... TheMan wie lange noch lassen Sie uns mit Ihren Texten leiden?
    Muss man Ihnen eigentlich alles 15 x widerlegen, damit Sie es schnallen?
    Ist zu muehsam...
    13 11 Melden
    • TheMan 02.05.2017 22:52
      Highlight Highlight Passionaria bis Jetzt wurde weder von Ihnen noch von Irgendjemand was widerlegt. Stamm hat seine Eigene Sekte. Und du schaust dir ja ein Kinofilm auch nur durch Trailer und Plakate an. Und nennst dich dan Filmexperte.
      0 1 Melden
    • Pasionaria 03.05.2017 06:51
      Highlight Highlight TheMan
      aha, das nennt man weise Worte......., das ist so ueberzeugend, dass man nichts mehr zuzufuegen hat.
      Wenn der Blogexperte TheMan wenigstens meinen zum 64.ten Mal gelesenen Namen richtig schreiben wuerde, waere er noch glaubwuerdiger, in der Skala > glaubwuerdig bereits auf 2 von 10!!
      1 1 Melden
  • Pasionaria 29.04.2017 23:42
    Highlight Highlight 2/2....
    1. Schritt: die Jugendlichen/Kínder werden durch originelle Sportevents begeistert,
    2. Schr.: sie werden angehalten, ihre Freunde dazu zu bewegen, dem Verein beizutreten
    3. Schr.: ein paar Neue werden sicherlich rekrutiert werden
     4. Schritt: Jugendliche in dem Alter verlieben sich gerne ineinander, von den FKs werden sie dazu angehalten, niemals vor der Ehe Sex zu haben, dafuer sich bald zu ehelichen (!) > ICF
    Der Punkt, dass nur Heterosexualitaet in den meisten FK geduldet wird, wurde schon angesprochen, alleine diese Tatsache berechtigt die Streichung von Subventionen.


    12 12 Melden
  • Pasionaria 29.04.2017 23:35
    Highlight Highlight 1/2
    Das ist mir bis jetzt noch nie passiert, dass ich mich ob H. Stamm's 'Toleranz' wundere.
    Aktiver und passiver Sportsenthusiasmus, sowie Altersmilde (?) in Ehren, aber m. E. gehoert der Sport in der saekularen Welt  und nicht in der geistigen gefoerdert!
    Der Entscheid des BASPO scheint mir sehr angebracht, ja gar erfreulich.
    Es geht kaum darum, Sport treiben sinnvoller als beten zu erachten, was es diskussionslos auch ist, sondern - wie es der Rabbi und der kl.Schurke angesprochen haben -  dem Missionieren nicht Tuer und Tor zu oeffnen.
    Dies sehe ich wie folgt: Erster Schritt: ....
    ff
    12 10 Melden
    • Maracuja 30.04.2017 09:29
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu dir erstaunt mich Hugo Stamms Toleranz nicht. Ich hatte immer den Eindruck, dass er Menschlichkeit über jede Ideologie stellt. Er geht wohl (m.E. zu Recht) davon aus, dass Freikirchenmitglieder ihre Kinder nicht in "weltliche" Sportlager schicken werden und somit für eine erhebliche Zahl von Kindern aus diesem Milieu die geliebten Sportlager ganz wegfallen würden. Das Vergnügen würde wegfallen, die Indoktrination nicht. Für diese braucht es nicht zwingend Lager. Fazit: Baspo-Entscheid trifft weniger diejenigen, die Kinder indoktrinieren wollen als vielmehr die Kinder selbst.
      10 6 Melden
    • Pasionaria 30.04.2017 22:03
      Highlight Highlight Maracuja
      Deine Argumente, resp. Deine Sichtweise haben einmal mehr viel auf sich. Man koennte bei diesem Blogthema geradezu darauf schliessen, dass Du H. Stamm's Mentorin warst!
      Wenn man nun Deine Erklaerung meiner Befuerchtung entgegenstellt, welches Argument ist wohl gewichtiger?
      Waere noch interessant die Meinung der KommentatorInnen zu erfahren. Also wer ist fuer
      a) Missionsbefuerchtung?
      b) FK-Kindswohl?
      0 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 01.05.2017 12:34
      Highlight Highlight Pasionaria, Maracuja
      Je religiöser ein Lager ausgerichtet ist, desto weniger greift Maracujas Argument (das sehr wohl beachtet werden muss!) Und genau da gibt es ja keine Unterstützung mehr.
      Es ist ja nicht so, dass alle von rel. Org. durchgeführten Lager gestrichen wurden.
      Es dürfte schwierig sein zu entscheiden, welche unterstützt werden sollen, welche nicht. Bei dieser Frage dürfte Maracujas Arg. wichtig sein.
      0 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 29.04.2017 15:17
    Highlight Highlight Zum Glück lese ich immer wieder informative Artikel in der Tagespresse. Da war kürzlich vom dritten Weg die Rede. Ich meine mich zu erinnern, dass J+S genau dieser Ideologie entsprungen ist. Es war die Alternative zum staatlichen verordneten Sport der kommunistischen Länder wie etwa Russland und China gedacht. Nun, ich empfehle allen die Lektüre hiervon: http://www.jugendundsport.ch/de/infos-fuer/neue-organisationen-bei-j-s.html
    wo die aktuellen Bedingungen nachgelesen werden koennen:
    https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20111821/index.html#a10

    2 8 Melden
  • pamayer 29.04.2017 13:33
    Highlight Highlight Der liebe Hugo Stamm zeigt eben schon auf, wie es ist.
    Die Streichung der J+S Gelder bringt's nicht.

    Sektenaufklarung wäre weit besser investieres Geld.
    26 8 Melden
    • Martin68 29.04.2017 16:47
      Highlight Highlight @pamayer:
      Das Geld ist für die Sportförderung bestimmt und nicht für kirchenpolitische Anliegen. Also soll zu diesem Thema ein anderes Kässeli herhalten
      19 6 Melden
  • manu9989 29.04.2017 13:12
    Highlight Highlight Meiner Meimung nach müsste man alle J+S Gelder für alle religiösen "Vereine" streichen. Dies wäre dann eine richtige Trennung von Staat und Religion, was wir ja in andern Ländern immer bemängeln ... Die Gelder könnten Sportvereine viel besser nutzen und ihre Integrstionsfunktion noch besser wahrnehmen.
    33 17 Melden
    • Favez 01.05.2017 15:30
      Highlight Highlight Ich war jahrelang in der Cevi aktiv und bin Agnostiker. Welche Religion wir hatten, war völlig egal.
      Auch Herkunft und sozialer Status waren kein Thema.
      Habe es in 20 Jahren nicht erlebt, dass gebetet wurde in der Cevi.
      So läuft es glaube ich in den meisten Abteilungen/Stufen und ich fände es schade, wenn die J&S Beiträge gestrichen würden.
      Könnte ich heute nochmals entscheiden, wäre ich wohl in die Pfadi gegangen. Aber ich bereue nichts und finde auch die Cevi eine gute Sache...
      2 1 Melden
    • Pasionaria 01.05.2017 22:34
      Highlight Highlight Favez
      schoen fur Sie, ich glaube Ihnen auch.
      Aber wie es manu.... sagt, wieso denn nicht die gestrichenen Subventionen fuer kirchliche Gemeinschaften den saekularen Sportclubs zukommen zu lassen, damit sich alle Kínder, die weniger betuchten ev. gratis, darán teilhaben koennen.
      Dort, wo nur Gemeinschaft und Sport geuebt wird und nicht zusaetzlich Indoktrination.
      2 1 Melden
  • Follower 29.04.2017 12:24
    Highlight Highlight Wenn Sie es könnten: würden Sie staatlich legitimierte Freikirchenverbote und -verfolgungen erlauben, Herr Stamm? Ich bin mir nicht sicher, was diese gebetsmühlenartigen Wiederholungen von Halbwahrheiten und Lügen sonst erreichen sollen...
    24 55 Melden
    • Follower 29.04.2017 17:42
      Highlight Highlight Während für Sie Atheismus die wohl einzige richtige Lebensform ist, ist es für mich aus eigener leidiger Erfahrung die bedrohlichste. Es gibt keine höhere moralische Instanz. Dadurch ist alles erlaubt, was zurzeit Inn ist. Schutz, Liebe und Annahme gibt es nur für Gleichgesinnte. Nichts von biblischer Nächstenliebe... Ich denke gar nicht gerne an meine Schulzeit zurück.
      11 31 Melden
    • Michael Mettler 29.04.2017 18:35
      Highlight Highlight @schurke: diesen kommentar finde ich grossartig, ehrlich. Genau so müsste es sein! Da würden wir die gleichen ziele verfolgen! Differenziert, sachlich und zum wohle derjenigen, die schutz brauchen.
      11 6 Melden
  • Martin68 29.04.2017 11:17
    Highlight Highlight Um Fördergelder zu erhalten benötigt ein Sportverein von J+S ausgebildete Trainer mit Diplomen. Dabei gibt es die Weiterbildungspflicht für diese Personen. Die Vereine werden in verschiedene Label je nach Leistungsstufe eingeteilt. Dabei müssen Trainingspläne und Anwesenheitslisten geführt und eingereicht werden. Wenn ein Verein Diese Kriterien erfüllt, soll er Geld erhalten und sonst nicht. Schliesslich erheben die Sportvereine auch keine Kirchensteuern.
    37 8 Melden
  • pun 29.04.2017 11:11
    Highlight Highlight Ich war als Kind in einer Jungschar, weil es das einzige Angebot im Dorf war. Die Lager waren jeweils ein Höhepunkt der Indoktrination. Die Gefühle sind viel grösser, wenn zusammen mit 300 anderen das nächste Jesus-Lied singt nach dem Vortrag, dass Gott dank J., der für unsere Sünden gestorben ist, auch bei Mami geklaute Guetzli-Schachteln vergibt (das kann ich mir so gut merken, weil ich das Kind war, dass Guetzli-Schachteln stibitzt).
    Ich finde die Gelderstreichung wichtig und es trifft auch meiner persönlichen Erfahrung nach die Richtigen. War aber natürlich auch nicht in allen Jungscharen.
    42 29 Melden
    • FrancoL 29.04.2017 13:08
      Highlight Highlight Waren da alle Deiner Ansicht? Sind die damaligen Jangschar-Mitglieder heute alle Deiner Ansicht?

      Ich finde man sollte nicht die eigene Meinung und Lebensart höher werten als die der Mitmenschen.
      6 25 Melden
    • pun 29.04.2017 15:49
      Highlight Highlight Ich schätze mal für immernoch tiefgläubige Menschen war es ein tolles Erlebnis, für mich damals auch. In der rückblickenden Betrachtung aber eher Hirnwäsche. Mein persönliches Erlebnis bestätigt halt die Einschätzung der beiden Bundes-Departemente, deshalb habe ich es angebracht.

      Finde nicht, dass man diese Veranstaltungen verbieten oder abwerten sollte, aber wenn der vorrangige Zweck von Jugendarbeit das Missionieren ist, darf m.M.n. kein öffentliches Geld fliessen. Ganz egal welche Religion oder Ideologie dahintersteckt.
      17 6 Melden
  • Butschina 29.04.2017 10:26
    Highlight Highlight Laut Hugo Stamm bin ich in einer Sekte. Ein Hauptkriterium von Sekten ist es als Mitglied stetig den Finanztopf zu füllen und keine eigene Meinung zu vertreten. Beide Punkte sind bei mir nicht erfüllt. Wenn ich nicht rauchen würde, hätte ich monatlich CHF 200.- übrig um der Gemeinde zu bezahlen. Trotzdem bin ich vollwertiges Mitglied. Eine eigene Meinung habe ich auch und zu der stehe ich. In meiner Gemeinde (FEG) ist der Inhalt der selbe wie in einer reformierten Kirche. Es gibt nur deutlich mehr Angebote.
    33 54 Melden
    • Michael Mettler 29.04.2017 12:32
      Highlight Highlight @schurke: es passieren in freikirchen nicht entschuldbare dinge. Und diese werden als christlich verkauft. Das ist verdammt nochmal eine verdammte sauerei. Auch was deinem freund passierte. Das verallgemeinern deinerseits ist jedoch auch eine sauerei.
      18 28 Melden
    • TheMan 29.04.2017 12:33
      Highlight Highlight Butschina durch Stamms Unwissen über Religion, ist alles eine Sekte. Er war nie in einer drin und hat alles aus Bücher. Was erwartest du. Ich war in der SPM, Heilsarmee, FEG und GVC. Habe nie was Bezahlen müssen, mir wurde nie gesagt, wie ich zu Handeln oder Denken zu haben. Noch hielten die mich fest. In der SPM war ich Leiter des Powerpoint-Team und der Lichttechnik. Nirgends probleme auszutreten. Auch das Jugendprogramm, Jungschi usw mitgemacht. Was Stamm erzählt ist Unsinn. Nur keine Angst. Sein Unwissen ist nichts neues.
      30 49 Melden
    • TheMan 29.04.2017 14:50
      Highlight Highlight Vrenelis Gärtli? Wo hab ich das behauptet? Ich habe nie Behautet, das ich Orthodoxer Jude bin. kleiner_Schurke ich bin ein Mensch. Menschen machen Fehler/Sünden. Als Christ (was ich Ja nicht bin) hat man Gebote zu befolgen. Aber da der Christ immer noch Mensch ist, wird er das nie zu 100% können.
      4 16 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fladimir 29.04.2017 10:06
    Highlight Highlight Nachtrag: Ich stehe auch nicht hinter allem was die Freikirche macht, aber wegen dem ist sie noch lange keine Sekte.
    36 38 Melden
    • FrancoL 29.04.2017 13:13
      Highlight Highlight @kleiner_Schurke; Was ist am Ausdruck "nicht hinter allem" nicht verständlich?
      Gehörst Du zur Sekte die willentlich jeden Text so missverstehen mögen, wie Du das gerade oben versuchst. Lebst DU in einer Parallelwelt?
      15 6 Melden
    • Michael Mettler 29.04.2017 14:06
      Highlight Highlight @kleiner_Schurke: lesen bildet. Ich lese ein NICHT. Darum ist dein kommentar ein bisschen peinlich... und entlarvend.
      15 5 Melden
    • FrancoL 29.04.2017 16:44
      Highlight Highlight Erbärmlicher Versuch eine klare Aussage in den Dreck zu zeihen, Erbärmlich weil man eigentlich Beispiele mit den Nazis nicht verniedlichen sollte und schon gar nicht um eine nicht richtig verstandene Textzeile zu begründen.
      Du könntest vielleicht einmal Deine haarsträubende Herleitung so im Alltag anwenden und Du würdest sehen, dass man durchaus differenziert für eine Sache sein kann, ohne dabei alles über Bord zu werfen.
      Deinen vielen Aussagen folgend müsste man schon fast sagen dass Du mit Deiner Phobie gegen alles was etwas mit Glauben zu tun hat klar ein sektenhaftes Verhalten zeigst.
      11 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fladimir 29.04.2017 10:04
    Highlight Highlight Dürfte ich anmerken das die Freikirchen nicht zu den Sekten gehört? Es gibt klare Voraussetzungen die ein Verein "erfüllen" muss bis man ihn Sekte nennen darf. Und eben diese Voraussetzungen haben die Freikirchen nicht.
    40 43 Melden
  • Rabbi Jussuf 29.04.2017 09:34
    Highlight Highlight Hugo Stamm
    Man sollte auch kein Entweder-Oder daraus machen: Keine J+S Gelder gegen eine Sektenprävention.
    Ihre anderen Vorschläge sollten unterstützt werden und zwar bezogen auf alle Religionen und religionähnlichen Ideologien, nicht nur Sekten.
    23 9 Melden
  • Rabbi Jussuf 29.04.2017 09:26
    Highlight Highlight Ich sehe das nicht so.
    Ein Lager ist eine der besten Gelegenheiten um Indoktrination tief zu verankern, da die Jugendlichen und Kinder tagelang zusammen sind und sich in einem gefühlsmässigen Ausnahmezustand sind, in dem sie offen und empfänglich für alles sind, was in der Gruppe geschieht, also auch für religiöse Indoktrination.
    Wie bei kaum einer anderen Gelegenheit lassen sich durch gut gesteuerte Gruppendynamik Ideologien verfestigen und vertiefen.
    Dem muss ein Riegel geschoben werden und da hat der Bund schon die richtige Entscheidung getroffen.
    60 23 Melden
    • Michael Mettler 29.04.2017 10:13
      Highlight Highlight @rabbi: bin der gleichen meinung. Nur wird nicht in jedem lager indoktriniert. Daher wäre eine differenzierung gut. Wäre sogar dafür das unterstützung nur mit strengeren vorgaben vergeben werden und das kontrolliert wird.
      12 14 Melden
    • Rabbi Jussuf 29.04.2017 11:11
      Highlight Highlight Es wurden ja auch nicht alle Lager von der Liste gestrichen.
      Nur wird es wohl schwierig sein, jedes Lager von J+S aus zu kontrtollieren.
      8 4 Melden
  • Soleneba 29.04.2017 09:25
    Highlight Highlight Ein wahnsinnig fundierter Beitrag, der vor wahrheitsgetreuen Aussagen nur so "wuchert und spriesst". Einmal kurz alle Freikirchen in eine Schublade gesteckt und hopp, schon haben wir wieder einen tollen Beitrag im "Sektenblog". Spätestens beim Satz "Wenn die jungen Frommen Sport betreiben, haben sie keine Zeit zum Beten", konnte ich mich nicht mehr halten. :D Leider treffen viele Aussagen längst nicht auf alle Freikirchen zu und schon gar nicht auf deren Jungscharen.
    Danke für die tolle Unterhaltung Herr Stamm, aber meinen Geist hat das leider nicht wirklich erweitert.
    48 39 Melden
    • äti 29.04.2017 10:53
      Highlight Highlight Jeder Geist hat eben Grenzen. :)
      11 15 Melden
    • Michael Mettler 29.04.2017 13:31
      Highlight Highlight @äti: wie auch respekt und anstand nicht grenzenlos sein können
      9 6 Melden
    • Soleneba 29.04.2017 14:43
      Highlight Highlight Ok der war nicht schlecht äti ;)
      Kleiner Schurke, zu Ihrer Geschichte von Ihrem Kollegen der aus der FEG gemobbt wurde: Auf jeden Fall ist das absolut traurig und nicht rechtzufertigen. Aber wollen Sie deswegen alle Freikirchen in eine Schublade werfen, wie es der liebe Herr Stamm macht? Ich war jahrelang Teilnehmer, Leiter und Hauptleiter in der Jungschar, aber missioniert und "indokriniert", wie es einige so schön ausdrücken, haben wir nie. Es gibt sicherlich Freikirchen wo das vorkommt, aber diese Schubladisierung geht mir so was auf meinen (begrenzten ;) Geist.
      8 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eine_win_ig 29.04.2017 09:18
    Highlight Highlight Guter Artikel.
    Ich war jahrelang als nicht-gläubiger in einer BESJ Jungschar aktiv. Wieso? Weil es keine Pfadi fab bei uns im Dorf. Das Highlight: Sportlager und Unihockeyturniere. Klar wurde da am Morgen gebetet etc., das konnte man als Kind allerdings auch getrost ignorieren. Denn den Rest des Tages waren wir alle nur wegen einem dort: Sport!
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Wie die populistische Hetze gegen Muslime die Radikalisierung fördert

Vorurteile trüben das Urteilsvermögen der Bevölkerung. Die Mehrheit schätzt die Zahl der Muslime viel zu hoch ein. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Vorurteile sind Gift für das soziale Gefüge einer Gesellschaft. Und oft der Nährboden für Fake News und Verschwörungstheorien. Opfer von Ressentiments sind meist Minderheiten, die gern als Projektionsfläche für die eigene Unzufriedenheit dienen. So führen Vorurteile oft zu Feindbildern.

In der westlichen Welt werden muslimische Gemeinden wohl am stärksten mit Ressentiments stigmatisiert, oft gefolgt von den jüdischen. Die Muslime trifft es vorwiegend wegen aktuellen Ereignissen …

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