Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Gott stiftet Verwirrung und macht unseren Geist konfus

Alles im Leben ist relativ und im Fluss, sogar der Glaube ans Absolute.



Religionsgemeinschaften machen ihren Gläubigen weis, die einzig wahre Heilslehre zu verkünden. Sie halten ihren Glauben für die unvergängliche und nicht relativierbare Wahrheit. Somit implizieren sie, Vertreter des authentischen Gottes zu sein.

Die Priester, Prediger und Pfarrer der verschiedenen Glaubensgemeinschaften sind überzeugt, im Bund des einzig wahren Gottes zu sein oder mit den Göttern kommunizieren zu können. Dieser Absolutheitsanspruch gehört zwingend zum Glauben an ein höheres Wesen oder an einen Schöpfer.

Es gibt die Wahrheit an sich nicht. Also ist auch Gott relativ. Vielleicht existiert er nur in unserer Vorstellung.

Er ist aber gleichzeitig der Pferdefuss. Denn die Philosophie lehrt uns, dass es im Leben die Wahrheit an sich nicht gibt. Alles ist relativ, alles ist in Bewegung, alles unterliegt einem Prozess und dauernden Wandel. Sogar die christliche Ethik und Moral.

Ein Beispiel: Im Alten Testament wurden Frauen gesteinigt, die ein bisschen zu viel Haut zeigten. Heute bewegen sie sich mit grösster Selbstverständlichkeit im Bikini am Strand. Und nicht einmal die christlichen Geistlichen regen sich darüber auf.

Der Absolutheitsanspruch kann tödlich sein

Auch psychologisch gesehen ist der Absolutheitsanspruch im wahrsten Sinn des Wortes tödlich. Die vielen Religionskriege, die ihre Blutspur durch die Geschichte der Menschheit ziehen, machen es deutlich. Und die vielen Attentate im Namen Allahs sind auch nur so zu erklären, dass die Täter ihren Gott als die absolute und höchste Instanz betrachten.

Wären Gott und die Götter nur die Metapher für eine höhere Macht, gäbe es keine religiösen Konflikte. Und sie wären keine absolute Gestalten, sondern ein Hilfskonstrukt, um das Unfassbare vage zu bezeichnen.

Würden wir Gott als relativ betrachten, wäre die Welt friedlicher

Würden wir Gott als relative Grösse auffassen, wären wir toleranter und die Welt käme friedlicher daher. Denn der Glaube ans Absolute beeinflusst unser Bewusstsein unheilvoll. Wir spüren unbewusst den Widerspruch: Da im Leben alles relativ und subjektiv ist, überfordert uns die Vorstellung an einen «absoluten Gott», zumal wir uns eingestehen müssen, dass wir Gott weder begreifen noch erfassen können.

Dieses Dilemma führt bei radikalen Gläubigen gern zum Fanatismus. Statt dass uns Gott gelassen macht, kann er Verwirrung stiften. Und wir vergessen, dass der Glauben eben nur ein Glaube ist. Dieser Begriff ist nämlich ehrlich und relativiert alles Religiöse, denn er bedeutet, etwas lediglich «für wahr zu halten».

Hugo Stamm; Religionsblogger

Hugo Stamm

Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
Mit seinem Blog bedient Hugo Stamm seit Jahren eine treue Leserschaft mit seinen kritischen Gedanken zu Religion und Seelenfängerei.

Du kannst Hugo Stamm auf Facebook und auf Twitter folgen.

Abonniere unseren Newsletter

215
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
215Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Agnos ~ 12.05.2017 04:15
    Highlight Highlight Wohlauf wieder dran, > evangelikale Doktrin in modernem Gewand.

    Absolutheitsansprüche religiösen Fangruppierungen ist schädlich und knechtet Seele und Geist.

    Schwerverständlich ist dass versprochen wird zu heilen, und niemand geheilt wird wie es versprochen ist.

    Mit einem PDF Beitrag berichtet ausführlich über Fangruppierungen: >

    www.infosekta.ch/media/pdf_evangelikale_Doktrin_in_modernem_Gewand_2012.pdf http:infosekta.ch/media/pdf_evangelikale_Doktrin_in_modernem_Gewand_2012.pdf
    • Agnos ~ 12.05.2017 21:50
      Highlight Highlight Link im Bildformat
      User Image
    • Agnos ~ 12.05.2017 21:51
      Highlight Highlight 2 Seite
      User Image
    • Agnos ~ 12.05.2017 22:32
      Highlight Highlight Reinhard Bonnke ein Geistheiler und Scharlatan, der verspricht und nichts haltet. Durch Einreden getriebenen Gläubigen, die nichts ahnend an Bonnke glauben, und es nicht merken was er > Bonnke ihnen vortäuscht. Wie kann einer so brutal sein, und auf Kosten Gutgläubiger, die verwunderliche Dinge eines Zauber-Gauklers reinfallen, der ihrer Einkommen zu beraubt, die zum kaufen von Essenwaren gedacht waren. Darf so einer sich als wäre er wie Gott, gleich dem Trump sich benehmen!?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Agnos ~ 29.03.2017 19:48
    Highlight Highlight Diesen Gott den jeder nach seinem Individuum sich macht, entsteht durch Selbst-Knechtschaft des einzelnen selbst, wenn nach seinen eigenen Wünschen zur Selbstzufriedenheit, nicht erfüllt werden, und deshalb muss ein Sündenbock, ein Placebo dafür hinhalten, dass den Schmerz seiner Enttäuschung mit einem Heilmittel getäuscht wird, und keine bleibende Heilung hat, aber leider tut man sich deshalb selbst immer wieder kasteien. Gibt es da wirklich ein standhaftes Gottesbild, ohne Selbsttäuschung?
    • Share 30.03.2017 13:45
      Highlight Highlight Errare humanum est?
      Vielleicht wünschst du dir besser einen Roboter.
    • Agnos ~ 30.03.2017 21:43
      Highlight Highlight Fühlst dich göttlicher als Gott, dann tue gut daran dem auch gerecht zu werden, und nicht nur mit Sprüchen!
    • Share 31.03.2017 10:57
      Highlight Highlight Denken als Tätigkeit. Kann als Selbstkasteiung betrachtet werden. Dabei ist es eine grosse Kunst sich selbst zu verlieren. Übrig bliebe das Gerüst von Technik und Methode. Nicht jedermanns Sache, unspektakulär und schon ein bisschen verstaubt. Führt aber zu grossartigen Werken. Besser als Cicero hätte ich es nicht gekonnt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alienus 27.03.2017 21:22
    Highlight Highlight Mich interessiert nur eine Wahrheit.

    Wie denkt, spricht und schreibt der einzige Gott?

    Ist es nun Hebräisch, Latein oder Arabisch?

    Mich dünkt es, die gesamten Übersetzer sind Murkser und seiner Sprache nicht mächtig!
    • Pasionaria 28.03.2017 20:28
      Highlight Highlight Jetzt stellst Du einmal Fragen, und zu Recht!
      Eine Antwort wirst Du wohl kaum erwarten, trotzdem eine spontane Reaktion darauf:
      Es waere ein grosser Gewinn fuer den Menschen, wenn er sich mehr Fragen dieser Art zum manchmal liebenden, dann wieder hassenden und zerstoerischen, weise sein sollenden Wesen, auch Gott genannt, stellen wuerde.

    • Alienus 28.03.2017 21:20
      Highlight Highlight Pasionaria

      Tja, da wartet man sein ganzes Leben auf ne vernünftige Übersetzung, und ……wieder nix.

      Man bekommt Antworten auf Fragen, die man nicht gestellt hat. Leider auch nicht in diesem Blog von Heiligen der letzten Tage. Ha, ha. Darauf haben doch schon die alten Juden gewartet und warten immer noch. Auch die 2. und 3. Derivationen davon warten auf die Antworten. Warten auf Gott. Man wird langsam sauer wie der olle Wein in Canaan.

      Schön, der germ. Begriff Gott leitet sich von Guss, gießen an. Der Gott, der Begossene. Der Trunkenbold?

      Löst Trunkenheit nicht konfuse Verwirrung aus?
    • Pasionaria 28.03.2017 23:11
      Highlight Highlight Ein hie und da beschwipster Gott waere ja noch durchaus sympathisch. Nur wenn er sich als Barmixer betaetigt, was es manchmal den Anschein macht, wird es heikel. Daraus entstehen dann in 'konfusen Verwirrung' Tausende und Abertausende von Religionen mit den dazugehoerenden Goetter.
      Darum: stop der Religionstrunkenheit!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypatia 27.03.2017 17:29
    Highlight Highlight 1/5

    Die Philosophie lehrt uns vor allem, was wir unter Wahrheit verstehen können. Dazu gibt es eine ganze Geschichte des Wahrheitsbegriffs. Eine alte Definition lautet: Wahrheit ist die Übereinstimmung eines Sachverhalts mit dem diesen Sachverhalt erkennenden Verstand (Veritas est adaequatio intellectus et rei). Wie aber steht es mit dem Sachverhalt Gott? - Gibt es diesen Sachverhalt unabhängig von dem diesen erkennenden Verstand? Was heisst in diesem Zusammenhang "erkennen"? - Können wir überhaupt von Wahrheit sprechen, wenn wir von Gott sprechen?
  • Hypatia 27.03.2017 17:28
    Highlight Highlight 2/5
    Oder müssen wir, um von Gott zu sprechen, einen anderen Wahrheitsbegriff verwenden? Denn was wir uns auch unter Gott vorstellen mögen, welchen Begriff wir uns auch von Gott machen, die Sache selbst, also Gott selbst entzieht sich unserem erkennenden Verstand. Gott gibt es nicht, wie es Wasser gibt, und von dem wir die Wahrheit sagen können: Wasser ist H²O.

    Gott wäre demnach also unerkennbar und darum wären alle Aussagen über Gott weder wahr noch falsch, weil sie kein Kriterium in der Wirklichkeit hätten, weil Gott nichts wirkliches wäre wie Wasser etwas wirkliches ist.
  • Hypatia 27.03.2017 17:28
    Highlight Highlight 3/5
    Dennoch formulierte Thomas von Aquin, ein sicherlich gottgläubiger Mensch, den Satz: Veritas est adaequatio intellectus et rei. Ein Sachverhalt oder Sache (res) wäre demnach nicht nur etwas sinnlich wahrnehmbares wie Wasser sondern etwas durch den Verstand (intellectus) allein erkennbares, und Gott wäre demnach etwas, was allein durch den Verstand erkennbar wäre. Damit aber gäbe es eine Wirklichkeit, eine Realität, die über jene wahrnehmbare Wirklichkeit hinausginge, die wir als solche anerkennen.
  • Hypatia 27.03.2017 17:27
    Highlight Highlight 4/5
    Wir wären also in einer Welt, die von der "wirklichen" Welt abgelöst wäre. Es gäbe also eine absolute (abgelöste) Welt neben der relativen (eingebundenen) Welt, in der wir leben. Und für Thomas von Aquin war das zweifellos der Fall.

    Uns heutigen scheint dies alles äusserst zweifelhaft, denn was anderes könnte das allein durch den erkennenden Verstand Erkannte sein als eine blosse Einbildung? -
  • Hypatia 27.03.2017 17:26
    Highlight Highlight 5/5
    Damit aber ist eines deutlich geworden: Selbst das, was wir unter Wahrheit verstehen, ist dem Wandel der Zeit unterworfen. Die Frage aber ist, müssen wir uns diesem Wandel der Zeit unterwerfen, und was bedeutet es, in diesem Sinne Unterworfene zu sein? Was bedeutet es, wenn Gottgläubige dagegen rebellieren und sagen: Wir unterwerfen uns nicht dem Wandel der Zeit, wir unterwerfen uns allein Gott?

    Könnte es sein, dass wir uns inmitten einer Krise des Wahrheitsbegriffs befinden? Könnte es sein, dass wir uns grundsätzlich der Frage stellen müssen, was wir denn unter Wahrheit verstehen?
    • Share 28.03.2017 08:22
      Highlight Highlight Wahrheit als das was dein Verstand erfassen kann. Da liegt doch die Frage nach dem Fassungsvermögen des Verstandes näher, nicht? Und weist die Aussage des Thomas von Aquin nicht auf die Unterschiede der gelehrten Oberschicht zur ungebildeten Unterschicht, der der Glaube als einzige Wahrheit aufgezwungen wird und somit die Frage nach dem freien Willen oder eben der Wahrhaftigkeit aufwirft?
    • PHM 28.03.2017 09:45
      Highlight Highlight C:\users\Hypatia\Dropbox\Studium\7.Semester\Theologie\Seminararbeit.docx und dann zum Fazit scrollen und ctrl-c ctrl-v

      oder? 😜

      eventuell bist du auch einfach der motivierteste Kommentarschreiber, den ich auf Watson bisher gesehen habe.
    • Alienus 29.03.2017 06:58
      Highlight Highlight Diese Frage ist doch nicht beantwortbar.

      Allein der Begriff „Gott“ pp ist doch nicht eindeutig definiert. Gott war doch immer und stetig einer Auslegung durch den Menschen ausgesetzt.

      Da es ihn offensichtlich nicht gibt und er dadurch so mächtig war und auch noch ist, kann er einerseits als Kern der Verehrung und des Trostes gesehen werden. Andererseits aber auch als der gnadenlos Vernichter seiner eigenen Werke.

      Alleine aus dieser dualen Eigenschaft heraus ist doch erkennbar: das ist menschliches Verhalten.

      Drum: sucht man Gott, so fange beim Menschen an, denn da endet man immer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Bamberger 26.03.2017 14:29
    Highlight Highlight @ Maracuja

    "Hugo Stamm lässt aber aussen vor, dass sich Menschen nicht nur durch einen Glauben an absolute Götter dazu ermächtigt fühlen, ganze Gesellschaften mittels Terror gleichschalten zu wollen (s. UDSSR, China, Kambodscha usw.)."

    Ideologien mit absolutem Wahrheits-und Ausschliesslichkeitsanspruch, seien dieses nun religiös begründet oder anders, wären ohne die unabdingbare Gleichschaltung der Massen nicht lebensfähig.

    Meinst Du, dass Hugo Stamm beim Thema dieses Blogs, diese Erkenntnis mit Bezug auf diverse weltliche Terrorregimes speziell hervorheben sollte?
    • Maracuja 26.03.2017 16:53
      Highlight Highlight Nein, wenn er den Glauben an einem absoluten Gott mit dem Glauben an eine(n) nicht absolute(n) höhere Macht/Gott vergleicht, kann er weltliche Ideologien selbstverständlich aussen vor lassen. Für den Vergleich spielen diese keine Rolle. Mein Beitrag ist als Ergänzung zu verstehen, damit nicht völlig untergeht, wie leicht Menschen den Glauben an einen absoluten Gott durch einen anderen Glauben an eine absolute Wahrheit ersetzen können. Ich hoffe zwar, dass die Menschheit diesbezüglich mittlerweile etwas weiter ist als im 20. Jahrhundert.
    • Michael Bamberger 26.03.2017 17:22
      Highlight Highlight Das hoffe ich auch, doch die Trumps, Le Pens, Frauke Petrys, Wilders und Konsorten aber insbesondere ihre Anhänger, lassen mich immer wieder daran zweifeln.
    • Raphfa 26.03.2017 17:31
      Highlight Highlight Ideologien und Religionen sind ein garstiges Geschwisterpaar.

      Exakt das von Fundamentalisten so gern genannte Beispiel des "bösen Atheisten", der Georgier Josef Dschugaschwilli, besser bekannt als Stalin, zeigt exemplarisch das Zusammenspiel zwischen Religion und Ideologie.

      Die Mutter - streng religiös - drängt ihren Sohn früh ins Priesteramt. Die Familie ist verarmt, der Vater trinkt, Prügel bekommt der kluge Sohn von beiden Eltern oft zu spüren.

      Auch der Besuch des orthodoxen Priesterseminars in Tiflis, eher ein Art Strafanstalt, hatte Einfluss bei Stalins Entwicklung zum Psychopathen.
  • Nonbeliever 26.03.2017 00:54
    Highlight Highlight HS: "Wären Gott und die Götter nur die Metapher für eine höhere Macht, gäbe es keine religiösen Konflikte."
    ...ist vorerst mal eine Hypothese von Hrn. Stamm. Ich vermute, religiöse Konflikte kann es ebensogut geben, wenn eine Religion aus purer Symbolik bestehen würde. Vielleicht weniger aggressive Glaubenskriege und Abschlachtereien unter den Verfeindeten und religiös Verblendeten, aber Streit und Intolereranz hätten trotzdem Bestand. Konflikte gibt es ja auch in unseren Breiten zuhauf, wo Religion eine eher untergeordnete Rolle spielt.
    • Maracuja 26.03.2017 11:44
      Highlight Highlight 1) Ich kann HS insofern recht geben, dass jemand, der glaubt, dass es "nur" eine undefinierte höhere "Macht gibt, kaum dazu tendieren wird, seinen Mitmenschen göttliche Gesetze überstülpen zu wollen. Bei den Anhängern monotheistischer Religionen gibt es zwar diejenigen, welche die Position vertreten, dass Gott "grösser" sei, man seinen exakten Willen nicht kennen könne und göttliche Gesetze deshalb niemals Teil einer allg. Gesetzgebung werden dürfen, sondern ein Befolgen der Gebote, soweit sie nicht dem Common Sense (du sollst nicht töten, stehlen) entsprechen, freiwillig sein müsse.
    • Maracuja 26.03.2017 11:54
      Highlight Highlight 2) Unter den Anhängern der monotheistischen Religionen gibt es leider auch diejenigen, welche genau zu wissen meinen, was Gott will und die sich beauftragt fühlen, diesen Willen anderen aufzudrängen. Als Beispiel sei der Kopftuchzwang erwähnt, der in vielen Ländern in den letzten Jahrzehnten durchgesetzt wurde, mal mittels Gesetzgebung, mal mittels gesellschaftlichem Druck. Hugo Stamm lässt aber aussen vor, dass sich Menschen nicht nur durch einen Glauben an absolute Götter dazu ermächtigt fühlen, ganze Gesellschaften mittels Terror gleichschalten zu wollen (s. UDSSR, China, Kambodscha usw.).
    • Capitan 26.03.2017 13:20
      Highlight Highlight Also derzeit sind in meinem Leben die am meisten intolaranten und unübertroffen sendungsbewussten Mitmenschen die Veganer, gerade noch vor den Klimakatastrophenjünger.
      Ich glaube, Gott ist da schon ein wenig eifersüchig
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nonbeliever 26.03.2017 00:45
    Highlight Highlight HS schreibt: “ Würden wir Gott als relative Grösse auffassen, wären wir toleranter und die Welt käme friedlicher daher.“

    In den abrahamitischen Religionen ist ja gerade der Clou am Gottesglaube, dass Gott eben nicht relativ ist. Gott muss sozusagen ein allerhöchster, über allem stehender Geist oder ein absolutes und unfehlbares Wesen sein, sonst würde dieser Gott ja keinen Sinn machen in den Augen der Gläubigen. Da kommt mir gerade wieder der Ratzinger in den Sinn, der ja in seiner Papstzeit dauernd gegen den Relativismus gewettert hat.
    • Share 26.03.2017 14:59
      Highlight Highlight Das ist eben der Pferdefuss. Das mit dem Relativismus. Der Clou ist, dass Gott eben auch nicht absolutistisch gedacht werden kann. Thomas von Aquin spricht von Dynamismus, der ein-sich-überwinden meint und Relativität impliziert. Er stellt diesem die Beliebigkeit gegenüber, was es dann eben auch nicht sein kann. Mein persönlicher italienischer Pate übersetzte mir das so, dass Albert Einstein auf die Frage, was er denn machen würde, wäre seine Theorie der Gottesbeweis schlechthin - nämlich der Beweis, dass es Gott nicht gibt - entgegnete, dass wenn dies der Fall sei, Gott ihm leid täte.
    • Share 26.03.2017 15:01
      Highlight Highlight Für diesen kleinen Kniff hat sich auch Benedict etwas einfallen lassen, dass er, wie ich scherzhaft unterstelle möchte, dem Schweizer Militär abgeguckt hat: die Gewissensprüfung.
  • Pasionaria 26.03.2017 00:28
    Highlight Highlight Als Skeptikerin muss ich immerhin zugeben, dass 'Gott' es als einziges Geschoepf geschafft hat, zu herrschen, lieben, hassen u.v.m. und dabei nicht einmal existieren muss!
    Das muss ihm erst jemand nachmachen!
    • blaubar 26.03.2017 13:05
      Highlight Highlight Bei den meisten ist es umgekehrt.
  • blaubar 26.03.2017 00:26
    Highlight Highlight Lieber Hugo,
    du irrst dich mal wieder.
    liebe Grüsse
    Gott
    • Pasionaria 26.03.2017 06:12
      Highlight Highlight Seit wann traegt Gott einen blauen bart?
    • blaubar 26.03.2017 13:04
      Highlight Highlight Ich schwöre bei ähhm, ich habe nichts geschrieben!! Ehrlich nicht. Mein Account wurde gehackt.
    • Maracuja 26.03.2017 13:10
      Highlight Highlight @Pasionaria

      Wieso nimmst du an, dass Gott die Rechtsschreibung nicht beherrschst? Verwechselst du ihn etwa mit TheMan? Der Nick könnte im übrigen auch ausdrücken, dass er gerade in der Blaubar sitzt oder gar blau in irgendeiner Bar (womit evtl. das Problem der Theodizee geklärt wäre).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Agnos ~ 25.03.2017 21:16
    Highlight Highlight Der Mensch meint, es sei seine Pflicht die Erde untertan zu machen. Wer ist nun der rechtmässige Architekt der Erde, und wer zerstört dasselbe. Wir tun so als wären wir die Hengste der Schöpfung, und gestalten und walten die Erde nach unseren Massstäben wie es uns passt.
    Die Katastrophe von Tschernobyl ist einer unserer katastrophalen Denkmäler unserer Zeit, von uns kreiert, und dennoch leider ignoriert wird. Es gibt Typen die sich selbst ausrufen: "Wir sind Gottes," wo aber bleibt das Vorbild in Sache Natur Und Menschenfreundlichkeit!? Macht die Erde euch untertan, quo vadis!?
    • Sophia 27.03.2017 17:27
      Highlight Highlight Guter Marc, das ist ein guter Text von dir! Ich sehe es so: Wir haben zu viel Verstand und können uns gegen fast alle Krankheiten schützen und überleben, was andere Kreaturen nie überleben könnten. Hingegen sind wir wiederum nicht schlau genug, uns danch zu verhalten, darum werden wir eines Tages enden, wie die Dinos, an unserer eigenen Grösse! Macht aber nichts, denn wir beide werden das gar nicht merken, eben deswegen werden wir auch nichts dagegen tun können, weil's die anderen noch weniger merken... Brrrrrr... Reiner Fatalismus oder einfach Kismet?
  • rodolofo 25.03.2017 17:38
    Highlight Highlight Die Wahrheit gibt es nicht.
    Jede Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erlebt.
    Was es aber gibt, ist die EHRLICHKEIT!
    Ehrliche Menschen verstellen sich nicht.
    Sie sagen gerade heraus, was sie gerade denken.
    Anhand ihrer Sprachmusik und ihrem Tanz (Mimik und Körpersprache) erkenne ich die Gefühle, die mit den Gedanken einher gehen. Und in den Augen erkenne ich die Seele, ob sie mit sich im Einklang ist, oder gestört und gestresst.
    Religiöse Menschen versuchen oft krampfhaft, dem Zuchtziel ihres Glaubens zu entsprechen.
    Darum sind sie falsch, obwohl sie an eine "Wahrheit" glauben...
  • Yann Wermuth 25.03.2017 17:35
    Highlight Highlight Bin Atheist, aber konfus kann man trotzdem sein. "Alles ist immer im Fluss" scheint mir ein ziemlich absoluter wahrheitsanspruch zu sein...
  • blaubar 25.03.2017 17:18
    Highlight Highlight Ah, der Zeigfinger Gottes, äh Stamms kommt mal wieder. Irgendwie so langweilig. Immer die gleiche Leier. Ich zähle mich selber zu kiener Religion, aber der Stamm ist einfach ein unseliger Nörgler und Kritiker. Die Welt wird mit ihm sicher nicht besser. Immer den anderen in die Nasenlöcher zu schauen, ist sowas von ätzend.
    Lasst doch jedem sein Ding. Jeder macht seine Erfahrungen, jeder kann wählen und das tun, was er als richtig empfindet im Moment. Ich respektiere das, und beanspruche aber auch, dass ich das selber auch tun darf.
    • äti 25.03.2017 18:56
      Highlight Highlight Wenn du regelmässig diese Kolumne liest, einfach um dich zu ärgern, lass es doch. Oder bist du machoistisch?
    • Sophia 25.03.2017 20:29
      Highlight Highlight Es ist unbedingt nötig, diese Stamm'schen Zeigefinger, zu viele Menschen starben und werden noch sterben im Glauben an Gott, zu vielen Menschen geht es schlecht und kommen aus der Indoktrination nicht heraus, weil sie an etwas glauben, das gar nicht existiert. Der Mensch kann sich eben alles vortellen, auch das völlig Unmöglich, aber er ist oft nicht in der Lage, zu selektieren. Das ist leicht ist erklärbar, aber nicht auf diesem kleinen Raum! Jahrhundertelang glaubte der Mensch, alles, was schwerer sei als Luft, könne nicht fliegen, und was ist nun die Wahrheit? Es geht doch!
    • blaubar 25.03.2017 22:48
      Highlight Highlight @Sophia: und dann lesen diese Sektenmitglieder den Sektenblog und dann fällt Ihnen alles wie Schuppen von den Augen. Witz komm raus. Das genaue Gegenteil wird der Fall sein.
      Es ist ja auch in der Politik so, nicht wahr, die einen glauben, die USA wollten nur den Weltfrieden herbeibomben. Diejenigen, die das berechtigterweise nicht glauben, können noch so lange darauf hinweisen, es bringt nichts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Röschtigraben 25.03.2017 16:24
    Highlight Highlight Ich bin sehr gläubig und bin überzeugt davon, dass meine Religion die einzig richtige ist. Und ich versuche nach den vorgeschriebenen Regeln zu leben. Bin ich deshalb ein besserer Mensch? Ganz bestimmt nicht.

    Auch wenn ich den für mich richtigen Weg gefunden habe gibt es mir nicht das Recht andere für ihren Glauben oder eben nicht glauben zu verurteilen.
    • Linus Luchs 25.03.2017 17:21
      Highlight Highlight Es wäre alles okay, wenn du schreiben würdest, "dass meine Religion FÜR MICH die einzig richtige ist." Wenn alle Gläubigen, egal welcher Konfession, und auch alle Nicht-Gläubigen von diesen beiden Worten ausgehen würden, wäre der Religionsfrieden möglich.
    • Spooky 25.03.2017 17:32
      Highlight Highlight Wenn alle so intelligent wären wie Sie...
      Gruss
    • Michael Mettler 26.03.2017 11:26
      Highlight Highlight @linus: am anfang des satzes steht ein ich. wenn ich mich nicht täusche spricht er dann im ganzen satz nur über sich.
  • Gummibär 25.03.2017 15:10
    Highlight Highlight Es gibt offenbar auch unter den Lesern von Hugo Stamm recht zahlreiche Kenner Gottes, die über dessen Befindlichkeit,Willen und Absichten gut auf dem Laufenden sind. Wenn sie sich jetzt noch untereinander einig werden haben wir eine Diskussionsgrundlage.
    • Michael Mettler 26.03.2017 11:25
      Highlight Highlight @Gummibär, es ist doch toll wenn sich die Kenner Gottes nicht einfach einig sind. Man kann ja immer was dazulernen. Man kann voneinander lernen. Man kann sich hinterfragen, wie auch die Meinung des anderen. Ich denke diese Haltung ist eher eine gesunde als eine Haltung das man die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat.
    • Gummibär 26.03.2017 15:23
      Highlight Highlight Da gebe ich Dir gerne vollkommen recht.
      Seine eigene und die Meinung anderer zu hinterfragen zeugt von einem funktionierenden Denkapparat.
  • Mischa Müller 25.03.2017 14:58
    Highlight Highlight Herr Stamm, danke für den Beitrag, ich schätze diese Form der verbalen Aufklärung, “Kreuzworträtzel“ (😄), sehr, obwohl... sie taugen lediglich der Geschichtsschreibung.
    Danke, ich bin auf Ihrer Seite.
  • Mischa Müller 25.03.2017 14:55
    Highlight Highlight Die Wissenden sind verantwortlich für das Böse, inklusive der Herren Studierenden der Vatikansbibliothek. Das ich nicht lache. Zu Galuben ist nur eine faule Schuldabweisung, damit die Verantwortung wegen “zu viel wissen“ nicht getragen werden muss. Die Wahrheit, wenn ihr denn so wollt, ist weitaus schlimmer, als manchereins Wahnsinn, Tod und die Natur.
    Somit gilt: Ende der Religion!
  • Alienus 25.03.2017 14:53
    Highlight Highlight Homo stupidus, allein im Götterhimmel.
    • Mischa Müller 25.03.2017 20:32
      Highlight Highlight Staunen (von “stupire“) ist manchmal besser als raunend sich in einer Höhle (Götterdämmerung?) verkriechen ;-)
      #Alienus empfehle ich Omega 3 Fettsäuren. Oder die Quadratur des Kreises (Zahl Pi)...
    • Alienus 25.03.2017 23:06
      Highlight Highlight Mischa Müller

      Och, Herr Müller, da meine ich, hier gilt die andere, die dumme Bedeutung.

      Haben Sie etwa Ritalin inhaliert? Oder soll man Ihnen gar den Gottesbeweis erbringen?
  • Share 25.03.2017 14:46
    Highlight Highlight Nun ja, wenn nicht Judith, Maria oder Johanna, dann halt eine Namenlose - am Strand. Hauptsache das Framing stimmt?
    Und ich dachte wirklich der Absolutismus habe seinen Ursprung in der Politik und seine stärkste Ausprägung kurz vor der französischen Revolution gehabt. Ich dachte auch, Calvin hatte einen Hang zum protestantischen Absolutismus. Wie auch Maria Theresia, Gestalterin des Absolutismus österreichischer Ausprägung die das kirchliche Gemeinwesen durch Enteignung und Verbot der Allmend übertrug. Humanismus vs. Absolutismus. Ein Verbot ist in Zürich, wie ich meine, immer noch in Kraft.
    • Capitan 25.03.2017 17:38
      Highlight Highlight Welches Verbot meinst Du?
    • Share 25.03.2017 20:26
      Highlight Highlight Die Jesuiten wurden als Orden verboten.
    • Capitan 25.03.2017 23:49
      Highlight Highlight War das nicht ein Gesetz auf Bundesdebene und wurde noch nicht lange her aufgehoben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • destin 25.03.2017 14:02
    Highlight Highlight Herr Stamm, ich lese Ihre Kolumne und die Kommentare dazu schon seit Jahren. Ich bewundere, wie Sie beharrlich, konsequent, geduldig (und manchmal etwas verbissen) gegen Engstirnigkeit, Ignoranz und geistige Verödung anschreiben, ohne zu resignieren. Chapeau. Ich hätte wahrscheinlich schon lange aufgegeben, denn für Ihren Blog gilt paradoxerweise: Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.
    • TheMan 25.03.2017 15:23
      Highlight Highlight Das Stamm selber Engstirnig, Ignorantund mit Geistig Verödung schreibt, von Religion keine Ahnung hat. Das möchtest du Verschweigen oder?
    • destin 25.03.2017 16:06
      Highlight Highlight @ TheMan
      Sie spielen nicht in der selben geistigen Liga wie Herr Stamm. Aber das können Sie ja nicht wissen.
    • TheMan 25.03.2017 16:27
      Highlight Highlight destin das stimmt. Er ist weit unter mir. Aber danke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pedrinho 25.03.2017 13:55
    Highlight Highlight also - ich besuche drei verschiedene kirchen/glaubensrichtungen, wer weiss den schon wo der richtige gott verkehrt. So erhoehe ich sicher doch etwas meine chancen fuer den zutritt zum paradies sollte doch irgendwann mal ein doomsday stattfinden ;)
    • blaubar 29.03.2017 08:19
      Highlight Highlight Oder Buddhist, da gibt es gar keinen Gott. Und es funktioniert trotzdem :-)
  • http://bit.ly/2mQDTjX 25.03.2017 13:49
    Highlight Highlight "die Philosophie lehrt, dass es die Wahrheit nicht gibt"?

    Das würde uns allerdings auch das erste Gebot von Moses lehren. Oder das islamische Credo: Es gibt keinen Gott. Ausser Gott.

    Hugo's These:
    "Würden wir Gott als relative Grösse auffassen, wären wir toleranter und friedlicher."

    Hugo: Ist es eine absolute Wahrheit, dass es die absolute Wahrheit nicht gibt?

    Du ersetzt nur Religion mit deiner (absoluten) Philosophie. Du tust selber, was du an Religionen kritisierst. Somit widerlegst du deine These.

    Auch der Zusammenhang zu Toleranz+Frieden hast du frivol aus dem leeren Raum gefischt.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 25.03.2017 14:40
      Highlight Highlight Ich teile die Meinung nicht, dass die Philosophie uns lehren würde, dass es die Wahrheit nicht gibt. Eher würde sie lehren, dass die Menge aller Wahrheiten (oder Gott, bzw. die Erkenntnis) unendlich sei (http://bit.ly/2nTyhoY); dass es nicht eine sondern viele Wahrheiten gibt.

      Die Philosophie wie auch die Religionen lehren uns, dass wir nicht alles fassen können. Weder die Wirklichkeit, noch die Gegenwart.

      "Die Realität ist eine Illusion. Allerdings eine sehr hartnäckige" - Einstein.

      Das würde uns auch die Physik (http://bit.ly/2eC5j5s) oder die Mathematik (http://bit.ly/2nPYYdU) lehren.
  • Leroy Jethro Gibbs 25.03.2017 13:32
    Highlight Highlight http://m.huffpost.com/de/entry/6183876
    Von wegen die Welt wäre friedlicher ohne Religion, gerade mal 7% der Kriege sind nur religiös motiviert.
    • Gummibär 25.03.2017 14:33
      Highlight Highlight 7% weniger Tote, Verwundete und Fliehende wäre immerhin schon etwas.
    • Slowslam 25.03.2017 15:01
      Highlight Highlight Minus 7% ist doch friedlicher oder? Hat ja niemand behauptet es gäbe keinen krieg mehr!?! Zudem wertest du den ganzen terror und unterdrückungen nicht mit, egal von welchem glauben aus.
    • Phrosch 25.03.2017 16:10
      Highlight Highlight Dazu wäre zu ergänzen, dass die vorgeschobene Religion in der Regel ein Deckmantel für Machtansprüche ist. In religiös motivierten Kriegen geht es genauso wenig um Glauben wie in allen anderen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Follower 25.03.2017 13:11
    Highlight Highlight Der Glaube, dass es keinen Gott gibt heisst meines Wissens Atheismus. Bewiesen ist der auch nicht; er ist heutzutage aber offenbar mehr trendy. Dabei haben atheistische Länder wie z. B. China, die DDR oder Russland in der Vergangenheit nicht gerade durch Menschlichkeit gegenüber Andersdenkenden geglänzt...
    • Gummibär 25.03.2017 18:33
      Highlight Highlight @Follower

      Epikur (341 v. Chr. - 270 v. Chr. ) war schon recht trendy bevor das Christentum trendy wurde.
  • Rodolfo 25.03.2017 13:08
    Highlight Highlight Religiös war ich nie, an diesen Gott, wie wir ihn zu kennen glauben, glaube ich nicht. Mein "Gott" ist die Natur mit all ihren Geheimnissen. Jedoch sind wir auf dem besten Wege, unsere Natur - Fauna und Flora - vollends zu zerstören. Und da gibt es leider keinen "Gott" der Einhalt gebietet.
  • Thomas Binder 25.03.2017 13:07
    Highlight Highlight Religionen, Ethnien, Ideologien und geographische Grenzen sind scheinbare von Machtmenschen eigennützig missbrauchte und bisweilen auch erschaffene Kategorien zur Ab- und Ausgrenzung. Sie sind im Menschen nicht angelegt sondern ihm indoktriniert.

    Es ist Zeit, dass wir nicht mehr Fundamentalisten zuhören, welche sich eigeninteressiert den Mantel eines Geschlechts, einer Ethnie, einer Nationalität oder einer Religion, die intoleranteste sind die "Freidenker", überstülpen, um als Wolf im Schafspelz die Gesellschaft zu spalten und gegeneinander aufzuhetzen.

    Hören wir nur noch Brückenbauern zu!
  • mogad 25.03.2017 12:59
    Highlight Highlight Religionen sind mehr als Glaubenssache, sie sind philosophische Konzepte, welche alle Schichten der menschlichen Existenz ausleuchten und über Geburt und Tod hinausweisen. Sie zeigen uns, dass die naturwissenschaftliche Erkenntnisfähigkeit des Menschen nicht alles ist. Denn der Mensch erklärt Dinge, greift in Prozesse ein, deren Ursprung er nicht ist. Auch wenn er die Prozesse bis ins Detail ergründen kann, er ist nicht deren Ursprung. Davor sollte auch ein Atheist Respekt haben.
  • Capitan 25.03.2017 12:42
    Highlight Highlight Relativismus steht nicht im Widerspruch zu der Idee einer göttlichen Macht. Man kann sich auch einen Gott vorstellen, der alles relativ betrachtet, der seine Meinung immerzu wechselt. Man darf nicht vergessen, dass bis vor kurzem (<2000 Jahre), die meisten Menschen ganz viele, ganz verschiedene Götter anbeteten. Für jeden Aspekt des Lebens gab es eine spezialisierte Gottheit. Trotzdem gab es Fanatismus und mörderische Intoleranz.
    Es kann also nicht Gott sein, bzw. der Glaube an ihn, der Menschen fanatisch und blindwütig macht.
    Das kommt von schlechter Psychohygiene und koitalem Defizit.

  • RacKu 25.03.2017 12:31
    Highlight Highlight Hugo, au dich hett de Herr nid verstoose. Es liebt ALL sini schöfli. Au die vo mol vom weg abchömmed.
    • RacKu 25.03.2017 14:13
      Highlight Highlight Es git nur eine.
    • Tepesch 25.03.2017 14:29
      Highlight Highlight @RacKu
      Dä vo Sientology, gäl. Han i scho immer gwüsst 😂
    • Don Sziggy 25.03.2017 18:50
      Highlight Highlight Nein, ich glaube, es ist der Herr, der hier um die Ecke wohnt. Oder ist es der aus dem 2ten Stock? Oder der nette Typ im Haus gegenüber. Hmm, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher, irgendwie hat es zuviele….. ist irgendeiner von denen wirklich der richtige, oder bilde ich mir das nur ein?
  • TheMan 25.03.2017 12:27
    Highlight Highlight Hat Sektenführer Stamm keinen Mut, meinen Kommentar Freizuschalten? Nun würde es keinen Gott/Gotter geben, würde in für etwas anderes Krieg geführt werden oder für einen anderen Namen. Die Welt wäre somit nicht Friedlicher, da der Mensch immer etwas finden würde um Krieg zu führen. Und das mit dem Bikini, zeigt Stamm hat keine Ahnung von Religion. Früher wurden Ehebrecherinnen Gesteinigt, weil Sie Unruhe in einen Stamm gebracht haben, und die Ehre befleckt haben. Kein Stammesführer konnte das brauchen. Nicht weil Gott es wollte. Von dem, das Gott Krieg und Steinigung befohlen hat. Steht nichts
    • Capitan 25.03.2017 17:54
      Highlight Highlight Das über die Ehebrecherin ist unglücklich formuliert. Bei Ehebruch sollen beide Missetäter getötet werden. Biblisch gesehen haben beide dieselbe Schuld. Es ist nicht einfach die Frau schuld.
      Der Zweck des Verbotes ist nicht die Vermeidung von Streit, oder der Machtanspruch von Männern gegenüber Frauen.
      Es ging einzig um die Vermeidung von Inzucht durch Inzest, bzw. um eine optimale und zahlreiche Aufzucht von Nachwuchs.
      Das erklärt warum die Tochter nicht mit dem Vater, ihr Bruder nicht mit der Mutter, die Geschwister, sowie Gleichgeschlechtliche nicht untereinander kopulieren sollen.
  • mogad 25.03.2017 12:25
    Highlight Highlight Wenn ich nicht irre ist H.S. ein bekennender Atheist. Es ist ein Ärgernis, dass ein Atheist mir erklären will, was Gott ist und was nicht. Der Begriff "der absolute Gott" gibt es in der Theologie nicht. Gott braucht kein Adjektiv. Aber wie wärs damit? Gott will das Leben, unser Leben und das Leben um uns. Setzen wir uns für das Leben ein, dann sind wir bei den Menschen - und bei Gott und er bei uns.
    • LeChef 25.03.2017 12:37
      Highlight Highlight Mit Platitüden um sich zu werfen hat noch kaum je jemanden überzeugt..
  • LeChef 25.03.2017 12:22
    Highlight Highlight Ich will eigentlich ja nicht widersprechen, bin aber doch der Meinung, dass es eine absolute Wahrheit gibt. Natürlich kennt man sie nicht - und selbst wenn, wird man es kaum erfahren. Aber dass es theoretisch eine (und nur eine!) Wahrheit gibt, scheint mir rein logisch unumgänglich.
  • Zeit_Genosse 25.03.2017 12:08
    Highlight Highlight Gott oder andere Götter sind relativ. Erst der unverrückbare Glaube an einen Gott schafft die Probleme. Religionen sind eine überlieferte (und veraltete) Anleitung fürs Leben. Sie werden von mächtigen noch heute instrumentalisiert und von ohnmächtigen und unaufgeklärten akzeptiert. Geben und nehmen. Die Welt lechzt nach einfachen Rezepten, denen auch bildungsferne folgen, weil man dann sich bequem der Gruppe hingeben kann und dazugehört (bis aufs Blut verteidigt). Die Spur der Götter wird hinter den Religionen zugeschüttet.
  • Peter Sager 25.03.2017 11:47
    Highlight Highlight Hall Herr Stamm Wann findet der Tag statt, wo sie in die Pension gehen und ihre "Mainstream Meinung" nicht mehr gelesen werden muss? Glauben sie doch an nichts ausser an das was sie sehen und wovon sie ihr Geld bekommen. Bitte lasen sie uns Menschen aber in Ruhe auch an Gott, Liebe, Menschlichkeit glauben auch wenn ihnen jede Form von Religion etc total fremd sein muss.
    • meine senf 25.03.2017 12:32
      Highlight Highlight "... nicht mehr gelesen werden *muss*"

      Hat Sie jemand mit Waffengewalt gezwungen, das zu lesen?
    • meine senf 25.03.2017 12:38
      Highlight Highlight Ah ja, gegen den Mainstream zu sein ist mittlerweile sowas von Mainstream geworden :)

      Aber immerhin ist es ja erfreulich, wenn solche meist vernünftigen Meinungen wie von Herr Stamm offenbar Mainstream sind.
  • klugundweise 25.03.2017 10:44
    Highlight Highlight In der zeitlichen und räumlichen Dimension des Universums ist die Erde ein Staubkorn, das nach kürzester Zeit wieder verschwindet.
    Unser Gottesbild relativiert sich daher von selbst.
  • Michael Mettler 25.03.2017 10:42
    Highlight Highlight Lieber Hugo. Nur weil Gott in Ihnen Verwirrung auslöst heisst das nicht das es bei allen anderen so ist. Vielleicht müssen Sie sich zuerst fragen ob es Gott gibt oder nicht, ihrem Titel nach zu urteilen ist der Entscheid noch nicht gefallen...
    • klugundweise 25.03.2017 11:47
      Highlight Highlight Sie können nicht entscheiden ob es Gott gibt, nur glauben. Und glauben heisst: nicht wissen.
    • dracului 25.03.2017 12:04
      Highlight Highlight Ob es einen Gott gibt, ist sekundär. Wir zerstören eh die Schöpfung, fressen Tiere, führen Kriege, fröhnen einer abartigen Unterhaltungsindustrie, rennen den goldenen Kälbern nach und am Schluss erwarten wir vom gütigen Gott tatsächlich Einlass in das Paradies? Wer nicht sicher ist, ob es einen Gott gibt, müsste sich sicherheitshalber anders verhalten. Wer an Gott glaubt sowieso. So wie sich der Bazillus Mensch jedoch verhält, ist es ihm egal!
    • You will not be able to use your remote control. 25.03.2017 12:37
      Highlight Highlight dracului: Wenn du Kommentare von Michael zu anderen Themen liest, dann merkst du, dass er sich nicht so verhält.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinz Nacht 25.03.2017 10:21
    Highlight Highlight Wenn man sich an den Fundamentalisten seiner Religion stört, wäre es vielleicht an der Zeit, die Fundamente seiner Religion zu hinterfragen!
    • blobb 26.03.2017 17:33
      Highlight Highlight N24 Dokus sind eine sehr gute Informationsquelle *eyeroll*
    • blobb 26.03.2017 17:45
      Highlight Highlight Ui, da hab ich wohl einen Kommentar zu weit unten kommentiert.
  • bernhardmat 25.03.2017 10:02
    Highlight Highlight Ein Vorschlag:
    User Image
  • Gähn on the rocks 25.03.2017 09:54
    Highlight Highlight dazu empfehle ich "the second coming" (deutsch: gott bewahre) von john niven zu lesen!
    • Gähn on the rocks 25.03.2017 13:01
      Highlight Highlight blitzer, i am wondering,
      habt ihr das buch gelesen?
    • Gummibär 25.03.2017 14:52
      Highlight Highlight Die Blitzer sind Leute die WISSEN , dass Gott keinen Sinn für Humor hat.
  • Waldorf 25.03.2017 09:42
    Highlight Highlight "Es gibt die Wahrheit an sich nicht" Na ja...in bezug auf die menschliche wahrnehmung mag das stimmen. Sucht den die moderne wissenschaft nich eben genau nach dieser wahrheit, welche es nach ihrer aussage nicht geben soll?
    Ich würde nicht dem gottglauben per se die schuld am dilemma geben, sondern den machthungrigen führern welche den organisierten und orchestrierten glauben dazu benutzt haben, die menschen für ihre machtspiele zu missbrauchen. Die von ihnen erschaffenen paradigmen werden leider noch einige zeit in unseren gesellschaften nachhallen. Gott als relative grösse: top!
  • pamayer 25.03.2017 09:38
    Highlight Highlight Oh Gott, du bist nun relativ?! Jetzt müsst ich wohl etwas Denkvermögen aufbringen. Aber da ich dafür etwas beschränkt bin... ist Gott einzigartig und absolut. So haben meine armen Hirnzellen wieder etwas Ruhe bis zur nächsten Steinigung.
  • Maracuja 25.03.2017 09:27
    Highlight Highlight <im Alten Testament wurden Frauen gesteinigt, die ein bisschen zu viel Haut zeigten>

    Könnten Sie bitte angeben, in welchem Vers das steht? Ich mag mich an diverse Bibelverse erinnern, welche die Steinigung betreffen, aber obige Aussage kommt mir nicht bekannt vor. Ich wäre dankbar, wenn Sie meinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen könnten.
    • Hugo Stamm 25.03.2017 09:38
      Highlight Highlight "Haut zeigen" verwende ich als sanfte Metapher für unzüchtiges Verhalten.
    • Butschina 25.03.2017 10:28
      Highlight Highlight Dann sollten sie es auch so schreiben und kein falsches Bild fördern
    • Michael Bamberger 25.03.2017 10:40
      Highlight Highlight "Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes sterben, Ehebrecher und Ehebrecherin, weil er mit der Frau seines Nächsten die Ehe gebrochen hat." (Lev 20.10)

      Wenn jemand seine Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter Tochter, und er sieht ihre Scham und sie sieht seine Scham, so ist das Blutschande; sie sollen ausgerottet werden vor den Leuten ihres Volks. (Lev 20.17)

      Wenn ein Mann bei einer Frau schläft zur Zeit ihrer Tage und ihre Scham aufdeckt,...sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden. (Lev 20.18)

    Weitere Antworten anzeigen
  • Granini 25.03.2017 08:48
    Highlight Highlight Dieser Beitrag von Herrn Stamm war absolout und unantastbar. Seine Wahrheit ist die richtige - wenn wir alle so denken wie Stamm wird die Welt friedlicher... NIICHT!
    Der Inhalt sagt nichts neues aus - Herr Stamm hat wohl keine Themen mehr zum drauf herumreiten.
    • Gruschenko 25.03.2017 09:49
      Highlight Highlight Wollte dich eigentlich blitzen...
      Sicher hat Herr Stamm recht.
      Punkt. Aus.

    • Heinz Nacht 25.03.2017 10:53
      Highlight Highlight Herr Granini hat wohl keine Argumente mehr, weshalb er auf den Mann spielen muss...
    • Maracuja 25.03.2017 12:14
      Highlight Highlight @Granini

      Herr Stamm stellt seine Text ja zur Diskussion, was Menschen, die sich im Besitze der Wahrheit wähnen, i.d.R. nicht tun.
    Weitere Antworten anzeigen

Wie der Glaube Intoleranz, Rassismus und Homophobie fördert

Die metaphysische und spirituelle Welt ist die Domäne von Religionen. Im Zentrum stehen geistige Werte. Woher kommen wir, was passiert nach dem Tod, was ist der Sinn des Lebens?

Zentral ist dabei die Frage nach Gott oder den göttlichen Instanzen. Es geht also primär um übersinnliche Phänomene, die sich der rationalen Analyse entziehen.

Bei all diesen Phänomenen gibt es keine eindeutigen Antworten. Jede Religion, jeder Glaube, jede Heilslehre setzt andere Schwerpunkte. Noch mehr: Sogar Gläubige …

Artikel lesen
Link to Article