Schweiz
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Pendler am fruehen Morgen im  S-Bahn Bahnhof Zuerich Altstetten, aufgenommen am 3. April 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Kosten für die Mobiliät werden durch tiefere Wohnkosten und tiefere Steuern in der Agglomeration mehr als kompensiert. Bild: KEYSTONE

Wer pendelt, spart viel Geld



Rein finanziell betrachtet lohnt sich in der Schweiz meist ein Umzug in die Agglomeration. Die Mobilitätskosten abseits der Zentren sind zwar höher. Die tieferen Wohnkosten und tiefere Steuern machen dies jedoch meist mehr als wett.

In der Schweiz variiert die Miete einer 4-Zimmer Wohnung zwischen 1150 und 3700 Franken im Monat. Dabei finden sich auch grosse Unterschiede in der durchschnittlichen Pendeldistanz von 14,5 Kilometer. Wer zum Beispiel von der Gemeinde Kappel am Albis ZH nach Zug pendelt, kann pro Jahr zwischen 4800 und 15'600 Franken Mietkosten sparen. In der Agglomeration Zürich ist die Differenz in Pendeldistanz mit 7200 bis 24'000 Franken sogar noch höher.

Rein finanziell lohnt es sich damit meist, aus den Zentren wegzuziehen und zur Arbeit in das Zentrum zu pendeln, wie eine Studie der Credit Suisse zeigt. Staatlich wird dies zudem mit der Subvention der öffentlichen Verkehrsmittel und Steuerabzügen unterstützt.

Staatlich geförderte Zersiedelung

Weil mit solchen Steuerabzügen indirekt die Zersiedelung und die Umweltverschmutzung gefördert werden, hat der Bund jedoch auf dieses Jahr den Steuerabzug bei den Bundessteuern auf 3000 Franken halbiert. Einzelne Kantone wie der Kanton Zürich und Basel-Stadt sind dem Beispiel gefolgt und haben ebenfalls die Abzüge reduziert.

Wohnregionen, die stark auf Autopendler angewiesen sind, lassen jedoch weiterhin unbeschränkte Abzüge bei den Kantonssteuern zu. Dazu zählen etwa die Kanton Uri, Glarus, Graubünden, Wallis, Waadt und Freiburg. In diesen Kantonen seien Steuerabzüge von 30'000 Franken durchaus erreichbar, schreibt die Credit Suisse. (whr/sda)

Pendeln früher und heute

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    Alle Leser-Kommentare
  • Dr. Rantanplan 13.12.2016 21:21
    Highlight Highlight Kleiner Fehler: Zürich hat nicht "halbiert". Die Reduktion auf CHF 3,000 (keine Halbierung, weil nach geltendem Recht keine Beschränkung) unterliegt einer (noch anzusetzenden) Volksabstimmung.
  • Chesus80 13.12.2016 20:14
    Highlight Highlight Meine Freizeit ist sooooo viel wert, dass sich pendeln niemals lohnen würde
  • dracului 13.12.2016 18:06
    Highlight Highlight Viele Leute ziehen ja nicht ganz freiwillig in die Agglo. Es fehlt nämlich oft wenig an erschwinglichem Wohnraum in Stadtnähe. Zudem suchen sich die Arbeitnehmer die Pendlerwege oft nicht immer freiwillig aus.
    Dass der Staat jetzt noch die Leute straft, die pendeln müssen (!), ist eigentlich grotesk!
  • Wilhelm Dingo 13.12.2016 16:07
    Highlight Highlight Diese Pendeln-Idiotie wird nicht nur durch Steuervergünstigungen gefördert sondern auch mit dem Standortmarketing der Zentren. Es müssten mehr Firmen in die Randgebiete gelockt werden, dann würde sich das Pendeln für viele automatisch erübrigen.
    • Homes8 13.12.2016 16:27
      Highlight Highlight Eventuel braucht es Strucktur-Vorschriften. Pro EFH oder Wohnung entsprechend Platz für Arbeitsplätze und Umgekehrt (die zu Fuss, oder per Velo erreichbar sind).
      Bei Bauparzellen gibts ja in der Regel auch eine max. Bebauungsziffer.
    • mike2s 13.12.2016 16:51
      Highlight Highlight Das gilt vielleicht für einen 0815 Beruf. Aber sobald es spezialisiert wird, findet man den Mitarbeiter nicht unbedingt im Nachbardorf.
      Darum ist für die Firmen besser im Zentrum zu sein.
    • Homes8 13.12.2016 18:09
      Highlight Highlight @ mike2s
      Die Spezialisten können ja dann in den Ort, oder Nachbarort ziehen. Wenn alle ins Zentrum fahren zum arbeiten gibts halt eben puff, dafür fehlts dann halt an Allgemeinbildung bei den Spezialisten.
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  • Picker 13.12.2016 16:04
    Highlight Highlight "Rein finanziell" ist aber nur ein Aspekt des Pendelns.

    Es muss jeder für sich selbst überlegen, wieviel einem die Zeit wert ist. Ich würde nicht mehr als 2h pro Tag mit pendeln verbringen, rechnet mal aus, wieviel das pro Jahr ausmacht.

    Und im Gegensatz zum Geld bekommt ihr die Zeit nie mehr retour.
    • E. Regiert 14.12.2016 09:25
      Highlight Highlight Dann hast Du plötzlich eine Frau, die ihren Arbeitsplatz nicht wechseln will, und die Kinder wollen ihre Freunde nicht verlassen, während Du eine Superstelle in Basel in Aussicht hast statt in Zürich. Was tust Du? Doppelt und dreimal solange pendeln, oder die Karriere beerdigen, oder vielleicht die Ehe?.
      Das alte Eherecht hätte Dich befähigt der Familie den Umzug nach Basel zu befehlen. Deiner Frau hättest Du befehlen können, die Stelle aufzugeben.
      Heute aber kannst Du Dir die Scheidung nicht leisten und tust deshalb was Deine Frau verlangt: 4x länger pendeln wegen 10% mehr Lohn.
  • Homes8 13.12.2016 15:53
    Highlight Highlight Wer pro Tag statt 2 Std unterwegs 2 Std mehr arbeiten würde, würde ca 24% mehr verdienen
    • Maragia 13.12.2016 16:56
      Highlight Highlight Weil ja auch jeder automatisch mehr verdient der mehr arbeitet :P Man hätte wohl eher einfach mehr Freizeit. Aber wer will denn schon z.B. in Zürich wohnen!
    • cheeky Badger 13.12.2016 17:56
      Highlight Highlight Ich wohne gerne in zürich. Auch wenn ich ausserhalb arbeite.
    • Homes8 13.12.2016 18:20
      Highlight Highlight Ich wollte ja nur aufzeigen, wie gross der Pendelweg-Anteil an der Tageszeit sein kann und was diese Zeit an Wert beinhalten kann. Wie ja auch im Artikel gezeigt wurde was man "spart" durchs pendeln.
      Klar hätte man auch noch höhere Steuern durch höheren Lohn. Gleichzeitig haben wir aber auch höhere Steuern durch die grössere Verkehrsinfrastruktur und Umweltbelastung, durchs Pendeln.
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  • droelfmalbumst 13.12.2016 15:36
    Highlight Highlight Ich bin Autolenker. Selten nutze ich die Bahn. Am Samstag aber hatten wir ein Anlass und wir sind mit der Bahn gegangen. Ein Ticket Hin- und Rückfahrt von Rüti nach ZH HB für 2 Personen sagenhafte 68.-.

    Da nehme ich lieber mein Auto und bezahle von mir aus 25.- bis 30.- für das Parkhaus. Dazu noch Benzin (Diesel) für die 60km (hin und zurück). Ausgerechnet macht das bei meinem Auto ein Verbrauch von 3L für die gesamte Fahrt. Gerechnet mit dem heutigen Dieselpreis sind das etwa CHF 4.50.-.

    Also Total aufgerundet bei 35.- (für 2 Personen, bzw im Auto könnten sogar bis zu 5 Personen mit)
    • Madison Pierce 13.12.2016 16:00
      Highlight Highlight Das ist ein Problem des Preissystems der Bahn. Für recht wenig Geld bekommt man ein Halbtaxabo, womit man dann zum halben Preis fährt. Hat man keines, ist die Bahn extrem teuer.

      Ich finde das sehr schade, denn so werden Autofahrer vom Umstieg auf die Bahn abgehalten.

      Es gibt ja auch kein Abo beim Coop oder bei der Swisscom, mit welchem man für 150 Fr./Jahr alle Produkte zum halben Preis bekommt. Macht überhaupt keinen Sinn.
    • Z&Z 13.12.2016 16:04
      Highlight Highlight Für einen korrekten Vergleich müssten auch diverse übrige Autokosten mitberücksichtigt werden (Versicherung, Service, regelmässige Reparaturen, Steuern etc etc etc) sowie die Autoabnutzung, respektive den Wertverlust. Erst dann kannst Du einen guten Vergleich machen. Im Endeffekt bist Du aber wohl <ohne Halbtax> mit dem Auto billiger unterwegs. Nichtsdestotrotz, ich bin auch zufriedener Autofahrer und würde es auch aus Gründer der Convenience nicht missen wollen.
    • Wilhelm Dingo 13.12.2016 16:05
      Highlight Highlight Wenn Du dich entschieden hast eine Auto besitzen hast Du bereits die Fixkosten bezahlt. Bei Einzelfahreten vergleichst Du dann immer Deine variablen Aotukosten mit den Vollkosten des ÖV. Dann ist das Auto eigentlich immer billiger.
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