Schweiz
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30‘000 Menschen stehen auf einer schwarzen Liste, weil sie die KK-Prämien nicht zahlen

Aktuelle Zahlen zeigen das Ausmass säumiger Prämienzahler in der Schweiz. Der Berner Gesundheitsökonom Heinz Locher kritisiert die schwarze Liste scharf und sagt, die Idee des Krankenversicherung-Obligatoriums werde mit der Massnahme «völlig zerstört».

15.11.17, 07:09 15.11.17, 13:33

Andreas Möckli / Nordwestschweiz



Seit 2012 führen mehrere Kantone schwarze Listen. Darauf landet, wer seine Prämien nicht zahlen kann oder mit der Bezahlung in Rückstand gerät. Zahlt der Betroffene trotz Betreibung nicht, wird er gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) auf eine schwarze Liste gesetzt. Das gilt aber nur für jene neun Kantone, die solche schwarzen Listen eingeführt haben. Denn das Gesetz überlässt diesen Entscheid den Kantonen. Dazu gehören etwa Aargau, Solothurn, Luzern, St. Gallen und das Tessin. Kantone wie Basel-Stadt, Baselland, Bern oder Zürich haben sie dagegen nicht eingeführt. Hier müssen die Krankenkassen den üblichen Weg über Betreibung und Verlustscheine gehen.

ARCHIVBILD ZUM BR-VORSCHLAG ZUR ZULASSUNGSBESCHRAENKUNG NEUER ARZTPRAXEN --- [EDITORS NOTE: POSED PICTURE] A doctor measures the blood pressure of his patient, pictured on March 28, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Wer die Rechnungen der Krankenkasse nicht bezahlt und auf der «schwarzen Liste» landet, muss die Arztrechnungen selber bezahlen. Bild: KEYSTONE

Wer sich auf einer solchen schwarzen Liste befindet, erhält keine Leistungen seiner Krankenversicherung mehr. Die einzige Ausnahme sind Notfallbehandlungen. Eine schweizweite Definition, was unter eine Notfallbehandlung fällt, gibt es nicht. Allerdings gibt die Verordnung zum KVG einen Anhaltspunkt. Demnach gilt als Notfall, wenn «ein akuter, lebensbedrohlicher Zustand, der durch Störung einer Vitalfunktion bewirkt wird oder bei dem die Gefahr plötzlich eintretender, irreversibler Organschädigung infolge Trauma, akuter Erkrankung oder Vergiftung besteht». Hinzu kommen Situationen, in denen es darum geht, heftige Schmerzen, hohes Fieber ober vergleichbare Symptome sofort zu behandeln.

«Real existierendes Problem»

Mittlerweile befinden sich landesweit knapp 29 800 Personen auf einer schwarzen Liste der neun Kantone. Dies zeigen Zahlen des Krankenkassenverbands Santésuisse vom letzten August. Anfang 2014 wurden erst 7300 säumige Prämienzahler registriert. Alleine im Kanton Aargau befinden sich derzeit 12 000 Personen auf der schwarzen Liste. Im Vergleich zur Einführung im Juli 2014 hat sich diese Zahl nahezu verdoppelt. Noch stärker ist der prozentuale Anstieg im Kanton Solothurn: Zwischen Ende 2013 und Ende Oktober stieg die Zahl der Betroffenen von 1090 Personen auf nun 2678.

Ein scharfer Kritiker dieser schwarzen Liste ist der Berner Gesundheitsökonom Heinz Locher. Der Umstand, dass den Betroffenen nur noch eine Notversorgung gewährt werde, sei sehr bedenklich, sagt er. «Die Idee des Krankenversicherung-Obligatoriums wird so unterlaufen und damit völlig zerstört», so Locher. «Das ist kein theoretisches, sondern ein real existierendes Problem.»

Es treffe vor allem jene Versicherte, die in Kantonen leben, in denen die schwarze Liste sehr streng umgesetzt werde, sagt Locher. Er spricht von ersten Sozialdiensten, die den Leuten nachgehen würden, die ihre Prämien nicht bezahlten. «Viele Betroffene sind ältere Menschen, die keine Steuererklärung ausfüllen, weil sie damit überfordert sind», sagt Locher. Zudem handle es sich auch oft um Personen, die berechtigt wären, Prämienverbilligungen zu beziehen. Genaue Zahlen gebe es dazu jedoch keine. Letztlich seien dies also Personen, die ihre Besorgungen nicht mehr selber erledigen könnten.

Obligatorium wird aufgeweicht

Die Folgen der schwarzen Listen seien gravierend. Verschlechtere sich der Gesundheitszustand einer betroffenen Person, müsse sie später allenfalls notfallmässig behandelt werden. Dies werde dann wieder von der Krankenkasse bezahlt. «In vielen Fällen ist dies teurer, als wenn man zu Beginn einer Krankheit eingeschritten wäre», sagt Locher. «Aus meiner Sicht ist dieses System daher unsinnig.»

Die schwarzen Listen wurden ursprünglich vom Kanton Thurgau gefordert. Das Anliegen wurde von bürgerlicher Seite ins Parlament eingebracht. Trotz Widerstand der Krankenversicherungen und der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) kam der Passus mit den schwarzen Listen durch und ist seit Anfang 2012 in Kraft. Im Kanton Schaffhausen scheiterte ein Anlauf zur Abschaffung der schwarzen Liste im Rahmen einer Volksabstimmung, die vor allem auf die Reduktion der Prämienverbilligung zielte. Zurzeit ist die Abschaffung kein Thema.

Die GDK teilt die Kritik von Heinz Locher. «Aus unserer Sicht wird der Grundsatz des Krankenkassen-Obligatoriums in diesem Bereich stark aufgeweicht», sagt Michael Jordi, Zentralsekretär der GDK.

Die Krankenkassen äussern sich dagegen nur zurückhaltend zum Thema. Eine pauschale Aussage sei problematisch, sagt Jacqueline Perregaux, Sprecherin der Sympany aus Basel. Es sei durchaus möglich, dass die Behandlung einer Krankheit teurer ausfallen könne, wenn sie erst spät oder notfallmässig erfolge. «Umgekehrt ist eine frühzeitige Behandlung nicht per se kostensparender», sagt Perregaux. «Eine Mutmassung über mögliche Mehrkosten wegen späterer Behandlung erachten wir daher als rein spekulativ.»

Zu einem anderen Schluss kommt die Helsana. «Wir halten solche Listen für schädlich, unnötig und kontraproduktiv», sagt Sprecher Stefan Heini, «da sie einen hohen Verwaltungsaufwand generieren». Zudem komme es zu Fehlern. «Wenn Kantone uns die Angaben betreffend Prämienverbilligungen erst nach Monaten liefern, sind allenfalls Versicherte auf den schwarzen Listen, die nicht drauf wären, würden wir die Angaben früher erhalten.» Dies komme oft vor, sagt Heini. (aargauerzeitung.ch)

Günstigere Krankenkasse für einen gesunden Lebensstil

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Professor Chaos 15.11.2017 20:43
    Highlight Die Zahlen steigen vor allem weil es einer Person die drin steht nicht mehr möglich ist von der Liste gelöscht zu werden. Das gleiche bei Intrum Justitia.
    Auch ich habe Fehler gemacht und nicht so gut auf die Rechnungen geschaut. Seit 10 Jahren bin ich jedoch wieder schuldenfrei, zahle jede Rechnung sofort um nicht wieder in der Schei... zu landen. Wird jedoch bei mir eine Bonitätskontrolle durchgeführt zähle ich immer noch als jemand der seine Rechnungen nicht bezahlt. Da ich im Kanton Solothurn wohne bin ich sicher auch auf dieser Liste obwohl ich sogar schon die KK gewechselt habe.
    4 0 Melden
  • EU-1984-Sektenstaat 15.11.2017 19:29
    Highlight Wenn die Krankenkasseprämien weiter jedes Jahr um 8% steigen bei 400 CHF/MonatPrämie dann bezahlen wir im Jahr 2049 das 11.7 Fache (1.08 x1.08x1.08 etc 32 Jahre) oder 4700 CHF pro Monat. Gibt sicher schon Spekulanten die sich um Krankenkassenaktien reissen!
    6 0 Melden
  • EU-1984-Sektenstaat 15.11.2017 18:40
    Highlight Mal eine Rechnung: 400 CHF krankenkasse Prämie im Monat nicht mehr bezahle sondern Sparen macht 4800 CHF im Jahr, in Zwei Jahren 4800 CHF + 5280 CHF (2 Jahr mehr da alle Jahre um 10 % steigt) =10080 CHF. Für 10080 CHF in die Ferien gehen ist auch gut für die Gesundheit und provilaktisch ;-)
    9 1 Melden
  • meine senf 15.11.2017 16:47
    Highlight Vielleicht sollte man doch mal überlegen, die Krankenkassenprämien einkommensabhängig zu machen.

    Bei einem Working Poor macht die Krankenkasse vielleicht 20% des Lohns aus, bei einem CEO vielleicht 1%. Das führt ja letztendlich auch die Steuerprogression ins Absurde respektive hebt diese wieder auf.

    Aber in der nach-oben-buckeln-nach-unten-Trump-eln-Schweiz hat das politisch wohl keine Chance.

    Letztendlich heisst das ja auch, dass das Krankenkasse-Obligatorium nur noch formell besteht. Praktisch haben wir somit die selbe Situation wie in den USA vor Obama.
    13 1 Melden
  • Lebovskitofski 15.11.2017 15:50
    Highlight so verkehrt finde ich das gar nicht. man bedenke, dass Sozialamtbezüger extra Geld für die KK erhalten oder dies gleich direkt bezahlt wird. Ebenso werden wenigverdiener von den KK entlastet.
    ich sehe also nicht ein immer mehr prämien zu zahlen, da es leute gibt welche ihr geld nicht einteilen können.
    11 7 Melden
  • Bronko 15.11.2017 11:37
    Highlight Da bezahlte man jahrelang KK (quasi auf Vorrat, weil man nie was hatte) und wenn man aus irgendwelchen Gründen irgendwann die überteuerten Prämien nicht mehr bezahlen kann, hat man dann keinen Anspruch mehr auf Leistungen? Wo bleibt der Konsumentenschutz? Ziemlich ausgeartet unterdessen dieser KK-Lobbyismus!
    60 14 Melden
    • Aglaya 15.11.2017 13:27
      Highlight Das ist bei jeder Versicherung so. Wenn ich jahrelang eine Haftpflichtversicherung zahle und nie brauche, dann die Prämien nicht mehr bezahle, wird die Versicherung auch gekündigt und übernimmt nichts mehr, wenn ich sie dann später doch bräuchte.
      12 1 Melden
    • Hansdamp_f 15.11.2017 13:55
      Highlight Die Schwarzen Listen sind von den Kantonen - und die Kassen sind dagegen. Aber schon gut: Im Zweifelsfall sind die Kassen schuld. An allem.
      15 3 Melden
  • Larifario 15.11.2017 10:06
    Highlight Ich denke viel säumige KK- Nichtzahler, ziehen es halt lieber vor das Geld für die Leasinggebuehren des neusten Auto auszugeben, oder ein gutes Essen beim Lieblingsitaliener zu inhalieren, als die KK zu bezahlen. Das Auto und das Essen gehen sieht man. Die nicht bezahlten KK nicht. Eine Betreibung die daraus aber folgt, hindert dann aber einen Anschlussvertag für ein noch besseres Auto abzuschliessen. Für den Italiener reicht es auch nicht mehr, weil der Lohn gepfändet wurde.
    Quintessenz: Das nennt man sich selber austricksen.
    27 105 Melden
    • pun 15.11.2017 10:21
      Highlight Artikel gelesen? Die Betroffenen seien vor allem ältere Personen, die ihre Besorgungen und Dokumente nicht mehr selbst erledigen können!
      71 12 Melden
    • Lindaa 15.11.2017 10:27
      Highlight @Larifario: Wie kann man nur so vorurteilsvoll sein?! Stell dir mal vor, es gibt sehr, sehr viele Menschen in der reichen Schweiz, die am Existenzminimum leben und jeden Monat jeden Rappen mehrmals umdrehen müssen, obwohl diese arbeiten und obwohl diese sich keinen Luxus leisten (können).
      86 11 Melden
    • stabiler 15.11.2017 10:38
      Highlight Verstehe die Blitze nicht, Larifario beschreibt EINE Realität (dass es auch andere Schicksale gibt, bestreitet ja niemand), die jeder, der in einer entsprechenden Position arbeitet, nur bestens kennt.

      Mal wütend, mal den Tränen nahe, wird dargelegt, wie man kein Geld habe, um für Ex-Frau und Kind Unterhalt zu zahlen, Steueramt- und KK-Betreibungen füllen seitenweise Betreibungsregisterauszüge, aber der Kleinkredit für Wohnungseinrichtung, Leasingauto und unverhältnismässig teure Mietwohnung müssen sein.
      20 62 Melden
    • Larifario 15.11.2017 10:49
      Highlight @pun
      Nun ältere Menschen sind betroffen, weil sie wegen ihrer Gebrechen nicht mehr autark sind. Das ist tragisch! Aber: Wenn sie keine 2./3. Säule haben, dann haben sie AHV und Zusatzleistungen. Dort werden alle KK Beträge durch die Zusatzleistung abgedeckt. Diese Leute haben keine Probleme. Probleme haben wohl Arbeitslose z.B. Über 50zig bis sie in die Sozialhilfe abstürzen. Dort werden Sie wieder aufgefangen und auch rückständige Beträge bezahlt, sodass sie wieder alle Leistungen beziehen können.Verstehen sie was das bedeutet?
      15 9 Melden
    • Larifario 15.11.2017 10:58
      Highlight @Lindaa
      Ja das stimmt natürlich. In der Schweiz gibt es trotz Reichtum sehr viele Personen und Familien, die von diesem Reichtum nicht partizipieren können. Aber bzgl. der KK wird auch diesen Personen geholfen. Durch den Sozialstaat können sie Leistungen erhalten, wenn sie dann wollen.
      Leute die vor allem die KK nicht zahlen sind ein anders Klientel. Die stehen auf einem andern Blatt.
      12 20 Melden
    • EvilBetty 15.11.2017 10:58
      Highlight Ja, stabiler, weil man ja auch einen Kredit oder Leasingvertrag bekommt mit Betreibungen, gell 🙄
      26 4 Melden
    • Larifario 15.11.2017 11:08
      Highlight @stabiler
      Danke für Deine Unterstützung. Sehr nett. Auch in der Sache liegst Du genau richtig. Aber die Blitze, was sind die schon. Nada.
      Sie kommen davon, weil ich vor Kurzem ein paar Sufragetten an Karren gefahren bin. Die werden sich schon wieder beruhigen. Da bin ich sicher. Sie müssen nur ein neues Opfer finden.
      8 32 Melden
    • Larifario 15.11.2017 11:29
      Highlight @Hosch
      Mit seinem Geld umzugehen heißt seine Finanzen wie in einem Unternehmen richtig einzusetzen, zu verwalten! Ob man viel oder wenig hat. Das ist völlig egal!
      Zuerst kommen alle Fixkosten! Miete, KK, Essen, Kleider.
      Das heißt abdecken des Lebensstand 2 bis knapp 3 nach Maslow.
      Wenn dann das Geld für das Auto, für das Restaurant, für das neuste Kleid, Fitnessstudio usw. knapp wird, muss Mann/Frau verzichten. Einfach darauf verzichten, wenn dass auch hart ist, weil Mann/Frau sonst pleite geht.
      14 21 Melden
    • stabiler 15.11.2017 12:15
      Highlight @Hosch: Naja, der Artikel bleibt sehr vage. Hast du Zahlen zur demographischen und sozio-ökonomischen Zusammensetzung dieser 29'800 Personen? Bis auf die Aussage von Heinz Locher, nach der "viele" (was heisst schon "viele"?) Betroffene ältere Menschen seien, äussert sich der Artikel gar nicht dazu.
      5 7 Melden
    • stabiler 15.11.2017 12:38
      Highlight @EvilBetty: Nett gemeint, aber die Realität sieht anders aus. Ich habe schon genug Betreibungsregisterauszüge gesehen, in denen ersichtlich war, wie Leute von Credit Now, Cembra etc. betrieben wurden, Jahre nach den ersten Betreibungen vom Steueramt. Zudem kann es ja auch ein Kauf auf Rechnung sein, bei dem das Geschäft keine gescheite Bonitätsprüfung vorgeschaltet hat, ein Privatdarlehen usw. usf.
      4 8 Melden
    • Charlie Brown 15.11.2017 13:11
      Highlight Wer mit Maslow argumentiert hat bei mir eh verloren.
      9 3 Melden
    • Tikvaw 15.11.2017 14:14
      Highlight Bei AHV/IV und Sozialhilfe werden alte Prämien nicht nachbezahlt, ausser es war von Anfang an die Behörde die den Fehler gemacht hat.
      Gerade in kleinen Gemeinden werden die Prämienzahlungen für Sozialhilfebezüger immer wieder verschlampt. Wenn die KK einem glaubt wartet sie, wenn nicht wird die Betreibung eingeleitet und schon ist man in diesen Kantonen auf der Liste. Je nach Gemeinde kann es Monate dauern bis es läuft, wie Stefan Heini es schon ansprach.
      10 1 Melden
    • Tikvaw 15.11.2017 14:22
      Highlight Bei AHV/IVler die berechtigt sind werden zwar die Prämienverbilligungen direkt an die KK gesendet, nicht jedoch die Franchise und Selbstbehalte. Der Betroffene muss zuerst die Arztrechnung bezahlen. Dann die Rückforderung an die KK schicken, dann die Rechnung der KK mit dem Selbstehalt und Franchise bezahlen und dann diese Rechnung an die Ausgleichskasse schicken, die nach ein paar Wochen das Geld an den Betroffenen zahlt. Dass dieser Verwaltungsakt für ältere oder beeinträchtigte Menschen Schwierigkeiten bringen kann ist offensichtlich. Und nein Vormund gibts nicht einfach so als Gratis Hilfe
      9 1 Melden
    • Larifario 15.11.2017 16:08
      Highlight @Tikvaw
      👍 Genau so wie Sie das Prozedere beschrieben haben, genau so läuft es tatsächlich ab.
      Die Rückerstattungen kann man es aber nicht nur negativ beurteilen. Denn wenn Jemand seine Rückerstattungen ein Jahr lang sammelt, hat er doch eine schöne Gratifikation Ende Jahr, oder!?! Das lohnt sich dann doch auch, wenn auch „ein wenig älter ist“ und es evtl. ein wenig Mühe bereitet. Unterschätzen Sie unsere alten Bürger nicht, wenn um die eigene Kohle geht.
      1 3 Melden
  • Redback 15.11.2017 09:07
    Highlight Bei diesen Prämien verwundert mich das nicht
    66 10 Melden
  • elco 15.11.2017 08:39
    Highlight Kollegen von mir, aus der assozialen Ecke händeln das schon lange so. Leben als Mietzinsnomaden, Krankenkassenprämien und Steuern werden nicht bezahlt. Warum auch? Der Arzt behandelt dich ja trotzdem. Und die Drogen sind ja schweineteuer. Alle par Jahre wird umgezogen ohne Abmeldung bei der Gemeinde dann hat man wieder 2-3 Jahre Ruhe. Passt schon.
    67 76 Melden
    • α Virginis 15.11.2017 09:30
      Highlight @elco: Sehr schlechtes Beispiel. Sie erwecken hier, bewusst oder unbewusst, den Anschein, dass alle Leute, die die KK Prämien nicht zahlen per se Betrüger sind. Das ist weder die Wahrheit, noch zulässig. So argumentieren nur die "Rechten Schweizer" im Dunstkreis der SVP.
      57 17 Melden
    • Proletario 15.11.2017 11:24
      Highlight @ Virginis: Ich finde auch, dass elco hier etwas verallgemeinert. Allerdings beschreibt er anscheinend eine Beobachtung aus dem persönlichen Umfeld, den Rest interpretieren wir beide in seinen Text hinein.

      Dagegen schreibst du, dass eine Verallgemeinerung nicht der Wahrheit entspricht und deshalb nicht zulässig sei. Nur um gleich im nächsten Satz selbst zu verallgemeinern (und das weitaus deutlicher als elco)??!

      So ein Kommentar erhält dann auch noch viele Herzen?! Zeigt deutlich auf, dass Selbstreflexion in der Moderne nicht mehr angesagt ist. Jeder pauschalisiert, wie ihm beliebt...
      16 4 Melden
    • Emanzipator 15.11.2017 11:25
      Highlight Das hört sich mehr nach einer Psychitrischen Grunderkrankung als nach freier Entscheidung an...
      3 2 Melden
    • α Virginis 15.11.2017 13:04
      Highlight @Proletario: Dies liegt wohleher daran, dass solche "Meinungen" von eben diesen Leuten vertreten werden, die zwar selbst keine Ahnung von den Gründen haben, wieso einer seine KK nicht zahlen kann, aber auf der anderen Seite immer GENAU wissen, dass diese allesamt aus dem, ihnen wohl vom Stammtisch her bekannten asozialen Milieu kommen und einfach nur Betrüger sind.
      Durch meine Tätigkeit kenne ich einigeMenschen, die es aus Psychischen oder anderen Problemen es nicht schaffen, sich dem "normalen" Leben zu stellen. Aber keine Betrüger, wie Sie es darstellen.
      5 1 Melden
    • Charlie Brown 15.11.2017 13:33
      Highlight „anscheinend eine Beobachtung“...

      Oder ein Stilmittel um andere zu diffamieren. Man weiss es nicht.
      3 2 Melden
    • Larifario 15.11.2017 13:37
      Highlight @elco
      Was will er uns sagen, dieser elco!
      Will er uns berichten, dass es einfach ist, ALLE ( auch redliche Menschen, vor allem aber die Krankenkasse) zu bescheissen!
      Oder will er uns mitteilen, dass er sich gern im Kriminellen Milieu aufhält?
      Oder dass er gern ein Krimineller ist?
      Oder das er uns Leser hier eine Blaupause aufzeigt, wie man als Mietnomade gut lebt.
      Das gibt kein gutes Gefühl!!!
      Da es für so einen Beitrag von likes nur so wimmelt! Es müssen sich viele so „Getacktete“ hier im Chat aufhalten!
      4 2 Melden
    • Proletario 15.11.2017 14:50
      Highlight @ Virginis: Ich verstehe deine Sichtweise und kritisiere ja die Verallgemeinerung von elco auch (jedoch ohne ihm selbst irgendwelche Unterstellungen zu machen). Ich finde es aber nicht zielführend, wenn man andern immer etwas unterstellen muss und aufgrund einer Aussage anfängt zu pauschalisieren (elco muss also zwingend "rechter Schweizer", SVPler, Stammtischbünzli sein). So kann man schlicht keine Diskussion führen, die uns am Ende einen Schritt weiter bringen kann. Nur weil andere in ihren Kommentaren verallgemeinern oder Populismus betreiben, sollte man sich diesem Niveau nicht anpassen.
      4 1 Melden
    • Emanzipator 15.11.2017 15:32
      Highlight Larifario missbraucht dialektische Mittel (zugegebenermassen nicht ganz ungeschickt) zu seinen Zwecken obwohl dies nicht zulässig ist, weil dialektik auf ein nicht vorher definiertes Ziel hin arbeitet. Schon garnicht darauf verallgemeinernde Diffamierung...
      2 0 Melden
    • elco 15.11.2017 15:51
      Highlight Also ich entschuldige mich höflichst, dass ich meine persönlichen Erfahrungen hier mittgeteilt habe. Ich kenne (leider) sonst Niemanden der die KK-Prämie (und weiteres) nicht bezahlt. Also kann ich davon ja schlecht berichten. Wer darin eine Verallgemeinerung sieht dem kann ich auch nicht helfen. Mir ist schon klar, dass es nicht allenthalben gerne gehört wird. Nur: schweigen und wegschauen ist auch keine Lösung (ausser man heisst Wolff)
      4 1 Melden
  • The Hat Guy 15.11.2017 07:52
    Highlight Nicht überraschend, dass die Krankenkassen gegen die Listen sind. Die sind erfahrungsgemäss die ersten die sich aus der Verantwortung ziehen, wenn es darum geht Arzt-/Spitalrechnungen zu bezahlen. Am Schluss bleibt wahlweise der Patient oder der Arzt auf den Kosten sitzen. Letzterer ist ausserdem verpflichtet, die Leute weiter zu behandeln, auch wenn er genau weiss, nie dafür bezahlt zu werden.
    46 38 Melden
    • Hansdamp_f 15.11.2017 10:41
      Highlight Artikel/Thema nicht kapiert oder einfach generell ein Krankenkassenhasser?

      Die Krankenkassen sind gegen die Listen, weil sie viel Aufwand generieren, nichts bringen und Versicherte allenfalls lebensnotwendige Behandlungen brauchen aber nicht erhalten (z.B. Blutverdünner, was dann zu einem Schlaganfall führen kann).
      26 1 Melden
  • kleiner_Schurke 15.11.2017 07:49
    Highlight Habe von Ärzten gehört, dass es Patienten gibt die bar bezahlen. Diese speziellen Fälle sind finanziell gut situierte Leute welche keine Krankenkassenbeiträge bezahlen. Die haben schlicht so viel Geld, dass sie im Bedarfsfall einfach die Kohle bar auf den Tisch legen. die KK und schwarze Listen gehen denen am Arsch vorbei. Ist nicht der Regelfall, aber das gibt es durchaus.

    Das Modell kennen die meisten ja auch vom Zahnarzt. Den bezahlen wir ja auch selber und wer in die Permanence geht am Bahnhof, der bezahlt sogar unmittelbar.
    42 7 Melden

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