Schweiz
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JUSO-Versammlung mit 250 Delegierten in Bern. Bild: KEYSTONE

JUSO fordert Mindestlohn für Lehrlinge. Was hältst du davon?

29.03.15, 19:49 30.03.15, 09:55


Die JUSO Schweiz fordert einen Mindestlohn für Lehrlinge. In Bern verabschiedeten am Sonntag 250 Delegierte ein Positionspapier, das auch mehr Schutz, Mitsprache, Perspektive und Gerechtigkeit für Lernende verlangt.

«Mehr Demokratie: Der Weg zu einer besseren Berufsbildung», lautet der Titel des Papiers. Gerade junge Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen seien besonders hart von stagnierenden Löhnen, zunehmendem Druck und mangelnder Mitbestimmung betroffen, schreiben die Jungsozialisten in einer Mitteilung.

Umfrage

Sollte es für Lehrlinge einen Mindestlohn geben?

1,212 Votes zu: Sollte es für Lehrlinge einen Mindestlohn geben?

  • 56%Ja
  • 40%Nein
  • 4%Ich weiss es nicht

Weiter verlangen sie ein Recht auf Weiterbeschäftigung nach der Lehrzeit und zwei bezahlte Stunden pro Woche zum Lernen und Arbeiten für die Berufsschule. Die Kantone müssten zudem die Lehrverhältnisse besser kontrollieren. Die JUSO kündigte an, «mittels einer gross angelegten Kampagne» Druck zu machen.

Die junge Generation verdiene eine bessere Behandlung, so das Credo der Delegierten. «Deshalb kämpfen wir laut für neue, gerechtere Formen des Wirtschaftens», sagte JUSO-Präsident Fabian Molina gemäss Mitteilung vor den Delegierten.

Sozialistische Friedenspolitik

In der Aussenpolitik fordert die JUSO eine «sozialistische Friedenspolitik». Im dazu am Samstag verabschiedeten Positionspapier kritisiert die Partei, dass die Schweiz «mit Waffenexporten, als Umschlagplatz für Geldwäscherei und durch eine Politik der Abschottung» derzeit eher Teil des Problems als der Lösung sei. Die Schweiz müsse in der Aussenpolitik ihre Verantwortung wahrnehmen.

JA zur Präimplantationsdiagnostik

Weiter fassten die Delegierten die Parolen für die Eidg. Abstimmung am 14. Juni. Zur Präimplantationsdiagnostik fassten sie nach «fundierter Diskussion» die Ja-Parole. Auch alle anderen drei Vorlagen – die Stipendien-Initiative, die Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes sowie die Erbschaftssteuer-Initiative – unterstützen die Jungsozialisten.

Hinter der Erbschaftssteuer-Initiative steht unter anderem die JUSO-Mutterpartei, die SP.

Bei den eidgenössischen Wahlen vom Oktober will die JUSO Schweiz ihren Wähleranteil auf ein Prozent steigern. Bei den eidgenössischen Wahlen von 2011 hatte die JUSO einen Wähleranteil von 0,91 Prozent erreicht und drei Nationalratssitze errungen. (sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 01.04.2015 12:33
    Highlight Erstens wäre es hilfreich gewesen, eine klare Betragsvorstellung zu benennen. Mit dem Begriff Minimallohn kann ich nicht allzuviel anfangen. Kommt hinzu, dass die Forderung nach einer übergangslosen Anstellung im Anschluss an die Lehre sowas von realitätsfern ist, wie das Meiste der unausgegorenen Forderungen dieser Jusos. Könnte ja immerhin sein, dass der Lehrbetrieb den nicht immer genügenden Stift aus purer Gutmütigkeit oder sozialem Denken bis zum Abschluss durchgeseucht hat. Und nun soll er ihn auch gleich noch behalten, tztz!
    10 1 Melden
  • Señor Ding Dong 30.03.2015 08:44
    Highlight Mindestlohn für Lehrlinge halte ich nicht für angebracht. Lernende "rentieren" schon so nicht, was die meisten Arbeitgeber davon abhält, ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen und welche auszubilden. Die Einführung eines Mindestlohns würde diese Situation nur verschlimmern. http:// wür
    19 11 Melden
    • TKindle 30.03.2015 10:12
      Highlight Ich weiss zwar nicht welchr Berufsektoren du im Auge hast, aber ich halte es für schlichtweg unerhört zu behaupten Lehrlinge rentieren nicht. Ich denke da an eine bekannte, welche ein Praktikum machen muss, um dann "vielleicht" die Lehrstelle zu kriegen. Das ganze sei Praxis bei den KITAS. Sie macht alles, was die Festangestellten auch machen und dies für einen Hungerslohn. Daran wird sich in der Lehre auch nichts ändern, sollte sie die Lehrstelle überhaupt kriegen.
      17 5 Melden
    • Señor Ding Dong 30.03.2015 11:19
      Highlight In Sektoren, wo viel mehr Interessenten da sind, als benötigt werden, ist das leider normal. Im sozialen Bereich vermutlich noch eher, weil man erst mal abchecken will, ob der Wille wirklich da ist und die Person wirklich geeignet ist. Mit einem Mindestlohn für Lehrlinge schmälern Sie die Chancen derjenigen, die einen bestimmten Beruf ausüben wollen. Ob das fair ist oder nicht, ist eine ganz andere Frage.
      3 2 Melden
  • Jevita 30.03.2015 04:06
    Highlight Ich hätte dann sonst auch gerne ein bezahltes Studium und ein bisschen Geld für's lernen..
    13 15 Melden
    • ShabaniNonda 30.03.2015 09:10
      Highlight ich seh den zusammenhang nicht wirklich...
      13 9 Melden
    • Jevita 30.03.2015 10:48
      Highlight Keinen Zusammenhang? Das Geld scheint ja da zu sein. Und was genau unterscheidet einen Student von einem Lehrling? Es sind beides Lernende - nur halt, dass der Student gar nichts bekommt.
      Nur mal so, während meinem Studium habe ich ein 16-wöchiges Praktikum absolviert und den Job zu 100% alleine ausgeführt(!) - was ich dafür bekommen habe? Ein Merci-Schöggeli.
      6 5 Melden
    • The IT Guy 31.03.2015 14:51
      Highlight Ich sage nur BAföG.
      Auf der anderen Seite wäre dann das Problem das Gymnasiasten "BAföG Studieren gehn" wollen anstatt eine Ausbildung zu wählen welche sie Beruflich und Persönlich weiterbringen würde..

      Was wäre also besser? Ich weiss es nicht. Ist mir auch egal, denn ich muss mir jetzt sowieso ein Praktikum / Teilzeitjob suchen um während dem Studium wenigstens ein klein wenig Geld zu verdienen.
      1 0 Melden
  • goschi 29.03.2015 23:36
    Highlight Ganz allgemein würde es der JUSO endlich mal gut tun weg vom idealistischen und realitätsfernen sozialistischen Klassenkampf zu kommen und umsetzbare Realpolitik zu betreiben.
    Man kann nicht den Rechtsaussen-Parteien vorwerfen stumpfe Polemik fern der gesellschaftlichen und weltpolitischen Realität zu betreiben, wenn man selbst ebenfalls kein Interesse an der Realität hat und das Gleiche einfach von der anderen Seite her betreibt.

    Klar, Idealisten braucht es immer ein bisschen, aber die JUSO nimmt sich mit der rein ideellen Politik selbst die Glaubwürdigkeit als aktive Kraft in der Politik.
    20 19 Melden
    • P@n 31.03.2015 12:24
      Highlight ich kann dein standpunkt überhaubt nicht nachvollziehen worauf genau stütz deine annahme?
      2 8 Melden
    • goschi 31.03.2015 15:19
      Highlight Überwindung des Kapitalismus?
      Sozialistische Friedenspolitik?
      Abschaffung der Armee? (wurde auch im Kontext der Ukraine-Krise gerade erneut propagiert)
      Von Kloppern wie bedingungsloses Grundeinkommen, 1:12 und anderem ganz zu schweigen.

      Viel ist reine Ideologie, ohne Realitätsbezug und es geht auch nicht darum, der Wirklichkeit gerecht zu werden, sondern eben nur darum diese Ideologie zu propagieren.

      Das kann man als kleine Randgruppe tun, bei der JuSo sprechen wir aber von einer Gruppierung die aktiv in Regierungen und Parlamente involviert ist, damit folgt auch eine Verantwortung.
      4 3 Melden
    • pun 07.04.2015 23:18
      Highlight Wir sind aktiv in Parlamente eingebunden, weil wir eben eine Alternative im grösseren Rahmen anbieten wollen. Anders gesagt sind deine Argumente genauso ideologisch gefärbt, nur halt von der aktuell hegemonialen.
      Wir bieten grössere Entscheidungen an als "Wollen sie die Ausländer, die nicht wegen unseren Gesetzen auf dem Weg in hierher verreckt sind auch noch im Inland diskriminieren?"
      0 2 Melden
  • goschi 29.03.2015 23:32
    Highlight Ein Lehrling erhält eine Ausbildung, dies ist mit zT erheblichen Unkosten für den Arbeitgeber verbunden (Ausbilder, Material, Zeit, usw.), daher erhält ein Lehrling zu Recht kein volles Gehalt, sondern das bekannte "Taschengeld", was stellt die JUSO sich denn vor? Ich ahne realitätsferne Forderungen, konkrete Angaben wären daher Interessant.

    Zur Weiterbeschäftigung nach der Lehre, dann wird es viele Betriebe geben, die keine Lehrlinge mehr ausbilden können, namentlich kleine Handwerksbetriebe, ob dies das Ziel sein kann?
    Eine weitere wenig durchdachte Forderung...
    17 12 Melden
    • ShabaniNonda 30.03.2015 09:13
      Highlight die juso fordert verschiedenes, was zu einer verbesserung des lehrlingsalltags beitragen würde. der mindestlohn ist meiner meinung nach eigentlich eher eine randforderung, die aber von den medien als hauptforderung aufgefasst wird/wurde. vielmehr geht es im positionspapier um ganz verschiedene forderungen, die verhindern sollen, dass viele lehrlinge nach abschluss ihrer lehre nichts vom eigentlichen beruf gelernt haben oder während der lehre ausgebeutet werden.
      9 6 Melden
    • spiox123 30.03.2015 18:16
      Highlight Als Lehrling im dritten Lehrjahr arbeite ich völlig eigenständig, klar kann ich vielleicht vom Tempo nicht ganz mithalten wie Gelernte die seit vielen Jahren auf dem Beruf arbeiten. Verdiene jedoch nur etwa ein 1/7 soviel wie mein Ausbildner. Mein Arbeitgeber leistet KEINEN Beitrag an jegliche Schulmaterialen oder Sprachaufenthalte und obligatorische Projektwochen.

      Wenn man das alles zusammenrechnet ist da wirklich über die ganze Lehrer nur noch ein kleines Taschengeld obwohl ich die gleiche Leistung wie andere Mitarbeuter liefere
      7 3 Melden
    • goschi 30.03.2015 18:43
      Highlight Du bist immer noch 1-2 Tage die Woche in der Berufsschule
      Es wird immer noch ein Betreuer/Ausbilder benötigt
      Du hast davor primär gekostet
      gegen Ende des Abschlussjahres kommt viel intensive Prüfungsvorbereitung dazu (non-Produktiv)

      Eine Lehre ist ein Gesamtpaket, dir wird die Möglichkeit einer Ausbildung gegeben, inkl. all dem dafür notwendigen Aufwand für den Lehrbetrieb, sowohl finanziell, als auch materiell und personell.
      Dass du gen Ende der Lehre produktiv ist, bezweifelt keiner, aber über die gesamte Lehrdauer gesehen ist man eben oft ein reiner Kostenfaktor, daher kein voller Lohn.
      7 7 Melden
  • SofaSurfer 29.03.2015 23:17
    Highlight ich denke, dass wenn schon eine umfrage zum Vorstoss der JuZo gemacht eird, sollten alle Teilaspekte befragt werden. Denn ich zB. bin für Mindestlohn, aber gegen bezahlte Lernzeit und Geigen Anstellungspflicht nach der Lehre. Und für/gegen weitere Einzelpunkte des Vorstosses.
    3 8 Melden
  • Sille 29.03.2015 23:00
    Highlight das Thema Mindestlohn scheint immer noch Brandaktuell zu sein...da hätt ich noch einen zweiten Vorschlag..bezahlt den ausgesteuerten Ü50, welche auf unerem aufgeblähten Arbeitsmark keine Chance mehr haben einen Mindwstlohn bis zur Pensionierung, damit dieser Spiessrutenauf Sozialamt ein Ende nimmt. Gebt diesen diesen Menschen ihre Würde zurück und die Möglichkeit ihr Altersersparnis tatsächlich fuer das Alter zu beziehen. mit dem jetzigen System ziehen wir nur Sozielfälle nach und die Motivation das viefältige und sicher grosse Wissen geht dür immer verloren.
    6 1 Melden
  • Too Scoop 29.03.2015 22:15
    Highlight Ja, wenn die geleistete Arbeit es rechtfertigt.
    3 6 Melden
  • TheTev21 29.03.2015 22:07
    Highlight Netter Versuch liebe Jusos NR Stimmen bei Lernenden zu generieren, doch leider schlecht durchdacht.

    1. In vielen Gewerben gibt es "Lernwerkstätte" oder zentrale Ausbildungsstandorte, die nur Ausbilden. Wie will man also in einer Schulähnlichen Einrichtung bitte Weiterbeschäftigt werden? Es ist eigentlich auch üblich den Betrieb nach der Lehre zu wechseln.

    2. Viele Betriebe bezahlen keinen Lohn, sondern eine "Lehrlingsentschädigung". Da hilft kein Mindestlohn!
    Kann man aber auch schlecht wissen, wenn man keine Lehre macht ;-)

    12 7 Melden
    • P@n 31.03.2015 12:34
      Highlight ich find dein argument der oberhammer gegen die weiterbeschäftigung, das es so üblich sei. Wenn der Arbeitgeber den Lehrling nach seiner Lehrzeit weiter beschäftigen muss hat er ein viel grösseres interesse daran, einen ihn gut auszubilden. Tatsache ist das fast dreiviertel aller Lehrlinge berufsfremde Arbeit verrichten bzw billigarbeit
      4 2 Melden
    • TheTev21 31.03.2015 22:18
      Highlight Kannst du diese Tatsachen mit Zahlen und Fakten Bestätigen? Nochmals: Ein Lehrling kostet einen Betrieb mehr als er einbringt. Einen Anreiz, das man einen Lehrling "schlecht" Ausbildet besteht im Grundsatz nicht.

      Ich gebe dir recht, dass einige Lehrlinge "Missbraucht" werden für Berufsfremde Arbeiten, doch mit denen ist es wie bei den Kriminellen Ausländern --> Einzelfälle

      Denk doch bitte nochmal nach oder rennst du auch gleich jeder Anti-Ausländerpropaganda nach?
      2 0 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 29.03.2015 21:59
    Highlight Mehr Lohn bzw. dessen Sicherung ist evtl. in wenigen Bereichen sinnvoll, in vielen anderen reicht den armen Lehrlingen (mich eingeschlossen) der Lohn schon, keine Angst Juso :)

    Recht auf Weiterbeschäftigung finde ich völlig unnötig - es gibt viele Lehrlinge die man nach der Lehre nicht gebrauchen kann.

    Die zwei bezahlten Lernstunden hingegen fände ich SEHR Gut!
    11 2 Melden
  • poga 29.03.2015 21:25
    Highlight Ich frage mich ob mit diesen Rechten für did Lehrlinge auch gleichzeitig die Pflichten erhöht werden?? 2 Stunden bezahltes lernen?? Bei uns ging das Ganze auch ohne....
    4 4 Melden
  • stadtzuercher 29.03.2015 21:18
    Highlight Brauchen wir doch in der Schweiz nicht. Erstens rentieren Lehrlinge nicht (der vormalige Präsident von Economiesuisse hat in seiner Basler Pharmafirma als eine der ersten Handlungen als CEO die Ausbildung von Lehrlingen eingestellt), und zweitens funktionieren etwa die billigen ausländischen Erntehelfer auf SVP-Feldern auch ohne Mindestlohn. Sozialistisches Teufelszeugs.
    4 18 Melden
    • ShabaniNonda 30.03.2015 09:17
      Highlight das problem ist ja genau, dass lehrlinge als nicht rentabel angesehen werden... ich weiss ja nicht, wies dir geht, aber lehrlinge sind nunmal die zukunft, genauso wie es studenten sind. man kann doch nicht einfach sagen, wir hören auf mit ausbildung/bildung, nur weil es zu teuer ist, so wie du das hier darstellst.
      11 5 Melden
    • pun 07.04.2015 23:20
      Highlight Genau, Ausbildungsplätze schliessen gutheissen und dann jammern wenn zu viel im "Ausland" rekrutiert wird und diese Menschen dann eben auch Menschen und nicht die gerufenen Arbeitskräfte sind.
      0 0 Melden
  • Bowell 29.03.2015 20:57
    Highlight "... der Weg zu einer besseren Berufsbildung", das tönt ja fast so als ob es tatsächlich Handlungsbedarf gäbe. Meine Erfahrungen sind anders, das System funktioniert doch prächtig und ich kenne kaum jemanden, der nach der Lehrzeit im Betrieb bleiben wollte. Nicht weils Ihr/Ihm nicht gefiel sondern weil es dazu gehört auch andere Unternehmen kennen zu lernen. Die JUSO will wahrscheinlich wieder 50 Jahre zurück in die Zeit als man am gleichen Ort in die Pension ging wo man auch die Lehre antrat.
    Aber letzten Endes produziert die Versammlung ja sowieso nur ein bischen heisse Luft und nicht mehr. Das ist auch gut so.
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