Basel-Landschaft
Abstimmungen 2026

Abstimmung im Kanton Basel-Landschaft: Alle Resultate vom 14. Juni 2026

Abstimmungen in der Schweiz: Alle Resultate aus dem Kanton Basel-Landschaft.
Im Baselbiet drehen sich die Abstimmungen am Sonntag um die EU- und Energiepolitik.Bild: keystone/watson

Baselland hält am de facto Verbot neuer fossiler Heizungen fest – SVP holt Regierungssitz

Am 14. Juni 2026 wird im Kanton Basel-Landschaft abgestimmt. Auf nationaler Ebene stehen zwei Vorlagen auf dem Programm und auch auf kantonaler Ebene gelangen diverse Belange an die Urne. Hier findest du alle Informationen und Ergebnisse aus dem Baselbiet dazu.
14.06.2026, 07:0014.06.2026, 15:44

Kanton Basel-Landschaft: «Zämme in Europa»

Die Resultate:

Die Baselbieter Verfassung wird um einen Paragraphen ergänzt, der den Kanton dazu verpflichtet, sich für «gute und stabile Beziehungen der Schweiz mit der Europäischen Union und den Nachbarländern» einzusetzen. Die Stimmbevölkerung hat am Sonntag die Initiative «Zämme in Europa» mit einem Ja-Anteil von 53,7 Prozent angenommen. 53'656 Personen stimmten dafür und 46'197 Personen dagegen.

Ob sich dadurch etwas konkret ändert, ist noch unklar. Die Regierung war im Vorfeld der Ansicht, dass sie sich ohnehin innerhalb ihrer Möglichkeiten für eine gute Zusammenarbeit engagiere. Alles weitere sei Sache des Bundes. Im Kanton Basel-Stadt wurde eine gleichlautende Initiative im September 2025 deutlich angenommen.

Darum geht es: Die Initiative verlangt, dass die Kantonsverfassung ergänzt wird und Basel-Landschaft sich für stabile Beziehungen der Schweiz zur EU und zu Nachbarstaaten einsetzt. Die Initiantinnen und Initianten betonen, dass Offenheit und Handel mit Europa zentral für den wirtschaftlichen Erfolg der Region sind. Basel-Stadt hat eine gleichlautende Initiative angenommen.

Verfassungsinitiative Zämme in Europa

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

53,7% Ja

46,3% Nein

Kanton Basel-Landschaft: «Energiepolitik nur mit der Bevölkerung»

Die Resultate:

Die Stimmberechtigten des Kantons Basel-Land haben die Initiative «Energiepolitik nur mit der Bevölkerung» abgelehnt. Gegen die Initiative stimmten gemäss Landeskanzlei 55'661 und dafür 44'457 Personen. Das entspricht einem Nein-Anteil von 55,6 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 54,1 Prozent.Damit bleibt es bei der vom Landrat beschlossenen und von der Regierung umgesetzten Regelung von bezüglich Heizungen, die seit Januar 2026 in Kraft sind.

Seit Oktober 2024 dürfen bei Neubauten nur noch Heizungsanlagen mit erneuerbaren Energieträgern installiert werden - mit wenigen Ausnahmen. Seit Januar 2026 gilt das auch für bestehende Bauten beim Ersatz von Kesseln oder beim Ersatz von Brennern, die älter als 15 Jahre sind. Dies ist im Energiedekret festgeschrieben.Mit der Initiative wollte der Hauseigentümerverband (HEV), unterstützt von den bürgerlichen Parteien, das Dekret aufheben und stattdessen die alten Regelungen vom Stand Juli 2017 im Gesetz festschreiben.

Damit wäre nicht nur das Verbot fossiler Heizungen weggefallen, sondern auch die Definitionen von als erneuerbar geltenden Energieträgern wie Fernwärme, Abwärme und mit erneuerbarer Energie hergestellte Brennstoffe.

Darum geht es: Diese Initiative will, dass energiepolitische Vorgaben, insbesondere für den Ersatz von Heizungen, wieder im Gesetz und nicht mehr in kantonalen Dekreten geregelt werden. Ziel ist, dass die Bevölkerung direkt mitbestimmen kann. Seit Oktober 2024 schreibt ein revidiertes Dekret bei Neubauten und seit Januar 2026 auch beim Ersatz bestehender Heizungen den Einsatz erneuerbarer Energien vor.

Gesetzesinitiative Energiepolitik nur mit der Bevölkerung

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

44,4% Ja

55,6% Nein

Kanton Basel-Landschaft: Ortsdurchfahrt Birsfelden

Rheinhafen Birsfelden
In Birsfelden soll ein attraktiveres Ortszentrum entstehen.Bild: map.geo.admin.ch

Die Resultate:

Das Baselbieter Stimmvolk entschied am Sonntag zudem, dass die Ortsdurchfahrt Birsfelden BL für rund 77,8 Millionen Franken saniert und neu gestaltet werden kann. Dies, obwohl die betroffene Gemeinde sich mit 58,5 Prozent gegen das umstrittene Projekt aussprach. Die Stimmberechtigten im Kanton hiessen eine entsprechende Vorlage mit einem Ja-Anteil von 56,2 Prozent gut.Insgesamt stimmten 52'907 Personen dafür und 41'241 dagegen.

Im Rahmen des Bauprojekts sollen Unfallschwerpunkte reduziert und die heutige Durchgangsstrasse zu einer «attraktiven Lebensader» werden. Vorgesehen sind mehr Grünflächen und Bäume, wodurch ein Ortszentrum entstehen soll.Die Sicherheit soll mit breiteren Trottoirs, übersichtlicheren Fussgängerstreifen und Velostreifen erhöht werden. Die IG Orstdurchfahrt Birsfelden hatte gegen den Landratsbeschluss das Referendum ergriffen.

Sie kritisierte das beschlossene Projekt und befürchtete mehr Staus, Blockierungen des Tramverkehrs sowie schlechtere Sicherheit und bemängelte die Bauzeit von voraussichtlich vier bis fünf Jahren.

Darum geht es: In Birsfelden soll ein neues Ortszentrum entstehen. Das betrifft die Sanierung und Umgestaltung der Haupt- und Rheinfelderstrasse, inklusive Tramgleisen, Leitungen, breiten Trottoirs, Velostreifen und mehr Grünflächen. Die Kosten betragen rund 77,8 Millionen Franken.

Neue Ortsdurchfahrt Birsfelden

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

56,2% Ja

43,8% Nein

Kanton Basel-Landschaft: Ersatzwahl Regierungsrat

Weil Regierungsrat Isaac Reber per 30. September 2026 zurücktritt, findet in Basel zudem eine Ersatzwahl statt. Philipp Schoch von den Grünen will den Sitz für seine Partei verteidigen. Angegriffen wird er von der SVP in der Gestalt von Matthias Liechti. Die Volkspartei flog vor vier Jahren aus der Baselbieter Regierung.

Die Resultate:

Bei der Ersatzwahl für den ausscheidenden Regierungsrat Isaac Reber gelang es Mathias Liechti von der SVP, rund tausend Stimmen mehr zu holen als sein Konkurrent Philip Schoch von den Grünen. Mit 45'896 Stimmen gegenüber 44'732 Stimmen wählte das Baselbieter Stimmvolk Liechti als Nachfolger von Isaac Reber.

(leo/ jul/ sda)

Nationale Vorlagen

«Keine 10-Millionen-Schweiz»

Keine 10-Millionen-Schweiz

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

44,1% Ja

55,9% Nein

Darum geht es: Diese Initiative der SVP verlangt, dass Bundesrat und Parlament einen Bevölkerungsdeckel für die Schweiz einführen. So soll die ständige Wohnbevölkerung bis 2050 nicht die 10-Millionen-Marke überschreiten. Wie das genau funktionieren soll, erfährst du im Video unten:

Video: watson/Aylin Erol, Michael Shepherd

Zivildienstgesetz

Zivildienstgesetz

Ausgezählt: 86/86 | Stand: Schlussresultat

52,1% Ja

47,9% Nein

Darum geht es: Bund und Parlament finden, dass zu viele Männer vom Armee- in den Zivildienst wechseln. Deshalb soll der Zivildienst unattraktiver gestaltet werden. Welche Massnahmen im neuen Gesetz genau drinstehen, erfährst du hier:

Video: watson/hanna hubacher, michael shepherd
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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
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Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz

Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Abgestimmt am: 06.12.1992
Ergebnis: abgelehnt
Stimmenunterschied: 23'836

quelle: keystone
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