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Die Kinderzeichnung von Angelina vom Juli 1998. bild: zvg

Vor 19 Jahren verschickte Angelina eine Flaschenpost – jetzt ist sie angekommen

Im Juli 1998 warf das Lörracher Mädchen Angelina auf Elba eine Flaschenpost ins Meer. 2016 fand sie ein Mann auf Korsika und machte sich auf die Suche nach Angelina. Dank eines Facebook-Aufrufs, der 100'000 Menschen erreichte, wurde sie jetzt gefunden.

Peter Schenk / bz Basel



Die herzerweichende Geschichte von der kleinen Angelina aus Lörrach hat es sogar in die Reiserubrik von Spiegel online geschafft. Am 7. Juli 1998 hatte das vielleicht achtjährige Mädchen in den Ferien auf Elba eine Flaschenpost mit einer Zeichnung ins Meer geworfen. Darauf sah man sie selbst, wie sie auf einem Stuhl sitzt und den Hund Volia zu sich ruft. Dieser antwortet mit «Wau, Wau». Links am Bildrand steht ein rotes Auto – ob es das der Eltern ist, wissen wir nicht. Auch zwei Fischgräten schwimmen durch das Bild.

Ein 59-jähriger Mann aus dem Landkreis Böblingen, südlich von Stuttgart, hat die Flasche im Mai 2016 beim Spaziergang an einem einsamen Strand von Korsika gefunden. Die französische Insel liegt in der Nähe von Elba. «Da hatte ich erst Herzklopfen. Mensch, eine Flaschenpost», wird der Mann in einem Artikel der «Südwest Presse» zitiert. Diese wiederum beruft sich auf die Deutsche Presse Agentur DPA, was für eine breite Verbreitung der Geschichte sorgte. Um an die Zeichnungen zu kommen, habe er die Flasche, vermutlich eine Whiskyflasche, kaputt machen müssen, erzählte er am Dienstag. «Das war richtig spannend», wird der Mann weiter zitiert. Er bat darum, anonym zu bleiben.

Auf die Suche gemacht

Der Finder der Flaschenpost wollte die Zeichnungen gerne der Schöpferin zurückgeben und hat sich auf die Suche nach ihr gemacht. Im Februar 2017 bat er die Stadt Lörrach um Hilfe. Nachdem der Versuch, Angelina über die Daten des Einwohnermeldeamts zu finden, gescheitert war, startete die Stadtverwaltung am 8. Oktober einen Aufruf auf Facebook. «Können wir gemeinsam Angelina finden und ihr die Zeichnung nach 19 Jahren zurückgeben?», hiess es da. «Wir wollen es versuchen und sind über jeden Tipp und jedes Teilen dankbar!», schrieben die beiden Mitarbeiterinnen der Stadt Fabienne Schackert und Yvonne Antoni und gab ihre Mailadressen an.

Sprachlos wegen grosser Unterstützung

Gestern, Mittwochmittag, kam dann die Erfolgmeldung. «Liebe Facebook-Community, wir sind sprachlos. Vielen Dank für die Unterstützung, für all das Teilen und die zahlreichen Kommentare. Unser Beitrag hat über 100 000 Personen erreicht und wurde fast 1500 mal geteilt».

Menschen von Nord- bis Süddeutschland, von den Niederlanden über Österreich bis Mallorca hätten sich an der Suche beteiligt. «Nun konnte die Verfasserin der Flaschenpost gefunden werden, möchte aber anonym bleiben. Gerne respektieren wir diesen Wunsch und freuen uns, dass wir ihr ihre Zeichnung zurückgeben können.» (bzbasel.ch)

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1Kommentar anzeigen

Wegen dieser jodelnden Appenzeller verlieben sich gerade sehr viele Leute in die Schweiz

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