Samsung enthüllt drei neue Falt-Smartphones und überrascht mit einer neuen Form
Sommerzeit ist bei Samsung Foldable-Zeit. Dieses Jahr beglücken uns die Südkoreaner gleich mit drei faltbaren Modellen – und eines davon steht klar im Rampenlicht. Denn das erste Mal seit Jahren gibt es nicht nur ein Technik-Upgrade, sondern auch ein neues Format.
Galaxy Z Fold 8: Klein und praktisch?
Das am Mittwoch vorgestellte Galaxy Z Fold 8 ist etwas breiter und deutlich kürzer als Samsungs bisherige Fold-Modelle. Parallel wird die vertraute Fold- und Flip-Serie fortgeführt, wobei die bisherigen Fold-Modelle nun den Zusatz Ultra erhalten. Das Galaxy Z Fold 8 Ultra (dazu später mehr) ist somit der direkte Nachfolger des Galaxy Z Fold 7 aus dem Vorjahr und das neue Fold 8 eine kleinere, technisch leicht abgespeckte Variante.
Das kleinere, aber breitere Fold 8 hat aussen ein 5,5 Zoll grosses Handy-Display. Das dürfte all jene freuen, die mit den schmalen, in die Länge gezogenen Fold-Geräten nie warm wurden. Auch in der Hosentasche dürfte sich das neue Fold wesentlich angenehmer anfühlen.
Wird das neue Foldable geöffnet, liegt innen ein 7,6 Zoll grosses, faltbares Hauptdisplay. Mit dem neuen Format entsteht aufgeklappt ein kleines Tablet, das beinahe ein 4:3-Format aufweist. Dies ist für Videos im 21:9- bzw. 16:9-Format nicht ideal, für viele andere Anwendungen aber durchaus praktisch.
Mit einer verbesserten Display-Technologie soll das faltbare Display dünner und stabiler sein und eine weniger ausgeprägte Falzstelle im Bereich des Scharniers entwickeln. Erste Tests scheinen letzteres zu bestätigen. Zudem soll es weniger spiegeln, womit Samsung zwei der wichtigsten Kritikpunkte des letztjährigen Fold-Modells ausbügeln will.
Innen- und Aussendisplay bieten eine variable Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz und eine maximale Helligkeit bis 3000 nits, was ein sehr guter Wert ist.
Zusammengeklappt ist das neue Foldable 9,7 mm dick, geöffnet sind es 4,5 mm. Mit 201 Gramm ist das Fold 8 das bislang leichteste Fold-Modell von Samsung. Der Akku hat eine Kapazität von 4800 mAh und lädt mit bis zu 45 Watt. Bei der Dual-Kamera (je 50 Megapixel) lässt Samsung die dritte Linse für den Zoom unter den Tisch fallen; diese bleibt dem teureren Ultra-Modell vorbehalten.
Im Fold 8 stecken der aktuelle Prozessor Snapdragon 8 Elite Gen 5 von Qualcomm sowie je nach Variante 12 oder 16 GB Arbeitsspeicher. Beim internen Speicher haben Kunden die Wahl zwischen 256, 512 oder 1 TB. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 1729 Franken, wobei mit 1 TB Speicher 2179 Franken fällig werden. Das Gerät ist ab sofort bestellbar.
Galaxy Z Fold 8 Ultra: Das Top-Modell wird teuer
Das Galaxy Z Fold 8 Ultra tritt die Nachfolge des Fold 7 an. Das 8 Zoll grosse Hauptdisplay im 3:2-Format löst nun höher auf, es soll weniger spiegeln und der Falz soll weniger sichtbar sein. Das Aussendisplay ist weiterhin 6,5 Zoll gross. Beide Displays arbeiten mit einer variablen Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz, um den Akku zu schonen.
Das Kamerasystem bleibt bei drei Linsen, wobei auf den ersten Blick nur die Ultraweitwinkelkamera ein spürbares Upgrade erhalten hat.
Zusammengeklappt ist das Fold 8 Ultra 8,9 mm dick, geöffnet sind es 4,1 mm (ohne Kamera-Buckel). Das Ultra-Modell ist somit etwas dünner als das kleinere Fold 8 und bringt 214 Gramm auf die Waage. Mit 5000 mAh ist der Akku nur unwesentlich grösser – verglichen mit dem Vorgänger Fold 7 (4400 mAh) gibt es dennoch ein deutliche Kapazitätserhöhung.
Beim Prozessor und der Speicherausstattung gibt es keinen Unterschied zum Fold 8. Es stehen 256 oder 512 GB Speicher mit 12 GB RAM oder 1 TB Speicher mit 16 GB RAM zur Auswahl.
Preislich startet das Ultra-Modell bei 1899 Franken (UVP), wobei die Top-Ausstattung 2349 Franken kostet.
Galaxy Z Flip 8: Wenig Neues
Bei seinem Flip-Phone betreibt Samsung sanfte Produktpflege. Es ist minim dünner, die Grösse bleibt ansonsten unverändert und wie im Vorjahr gibt es ein 6,9 Zoll grosses, faltbares OLED-Display. Das Cover-Display bleibt ebenfalls bei 4,1 Zoll.
Ein neuer Prozessor, der aus dem Galaxy S26 bekannte Samsung Exynos 2600, hält Einzug und das Gerät ist minim leichter. Bei Kamera und Akku bleibt hingegen fast alles beim Alten. Auch die Ladegeschwindigkeit (25 Watt) zerreist keine Stricke.
Beim Speicher stehen 256 oder 512 GB mit jeweils 12 GB Arbeitsspeicher zur Auswahl. Dafür werden 1149 bzw. 1299 Franken fällig – die Speicherkrise lässt grüssen.
