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ID. California Cruise: VW zeigt seinen ersten Elektro-Camper

VW kündigt eine ganze Familie batterieelektrischer Campervans an.
VW kündigt eine ganze Familie batterieelektrischer Campervans an.bild: vw

California Cruise: VW bringt seinen ersten Elektro-Camper

VW erweitert sein Camperangebot um ein elektrisches Modell. Auf dem Caravan Salon gibt der Hersteller einen ersten Ausblick. Bis zur Serie sind allerdings noch einige Fragen offen.
15.08.2026, 09:0315.08.2026, 09:03
Christopher Clausen / t-online
Ein Artikel von
t-online

Auf dem Caravan Salon in Düsseldorf wird VW den ID. California Cruise zeigen, einen Camper auf Basis des elektrischen ID. Buzz. Noch ist er eine Studie, soll aber ein Startpunkt sein: VW kündigt eine ganze Familie batterieelektrischer Campervans an, die schrittweise bis 2028 auf den Markt kommen soll.

Zu den technischen Daten gibt es noch keine Angaben. Details will VW erst bei der Premiere auf dem Caravan Salon nennen, der vom 28. August bis zum 6. September stattfindet. Damit bleibt unter anderem offen, welchen Antrieb und welche Batterie der Camper erhält, wie gross seine Reichweite ausfällt und wie schwer er wird. Aber der bisherige ID.Buzz gibt zumindest ein paar Hinweise.

Den ID. Buzz als Basisfahrzeug bietet VW mit mehreren Antriebsvarianten an. Die Leistung reicht von 140 kW (190 PS) über 210 kW (286 PS) bis zum allradgetriebenen GTX mit 250 kW (340 PS). Je nach Batterie werden Reichweiten zwischen 359 und 485 Kilometern angegeben. Nachladen lassen sich die Akkus mit bis zu 200 kW-Ladeleistung. In 20 Minuten lassen sich so knapp 230 Kilometer nachladen.

Gewicht und Reichweite verursachten Probleme

Gewicht und Reichweite sind bei einem elektrischen Camper entscheidend. VW hatte schon einmal an einem California auf Basis des ID. Buzz gearbeitet, das Projekt aber 2023 zunächst gestoppt. Damals bestätigte Volkswagen, dass das durch den Campingausbau zwangsläufig höhere Gewicht mit dem verfügbaren Elektroantrieb nicht zufriedenstellend kompensiert werden könne. Schätzungen zufolge hätte ein ID. Buzz California mit einer dem damaligen California vergleichbaren Ausstattung die Marke von drei Tonnen überschritten.

Das hatte gleich zwei Folgen. Mehr Gewicht verringert tendenziell die Reichweite – ein Nachteil, der bei einem Reisemobil besonders relevant ist. Gleichzeitig nähert sich das Fahrzeug damit der Grenze, die für viele Autofahrer auch beim Führerschein entscheidend ist.

Mit einem Führerschein der Kategorie B dürfen derzeit in der EU grundsätzlich Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von höchstens 3,5 Tonnen gefahren werden. Bei einem schweren Basisfahrzeug bleibt damit entsprechend wenig Spielraum für Campingausbau, Passagiere, Gepäck und weitere Zuladung.

Neue Führerscheinregel schafft mehr Spielraum

Zumindest beim Führerschein gibt es Änderungen: Nach einer neuen EU-Führerscheinrichtlinie sollen Inhaber eines Führerscheins der Kategorie B Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4,25 Tonnen fahren dürfen. Die EU-Mitgliedstaaten haben bis 2029 Zeit, die Vorgaben in nationales Recht zu übertragen. Dass VW nun einen neuen Anlauf für einen Elektro-Camper wagt, dürfte also kein Zufall sein.

Die Schweiz hat im Übrigen das erlaubte Gesamtgewicht für Elektrofahrzeuge, die mit dem Führerschein der Kategorie B gefahren werden dürfen, bereits 2022 angehoben.

Aufblasbare Küche für den neuen California Beach

Neben dem Elektro-Camper zeigt VW neue Campingmodule für den California Beach und den Multivan.

VW California Beach: VW verspricht mit den aufblasbaren Möbeln ein flexibles Konzept.
VW California Beach: VW verspricht mit den aufblasbaren Möbeln ein flexibles Konzept.bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge/ACHIM HARTMANN
Aufblasbare Küche und zweiteiliges Bettsystem.
Aufblasbare Küche und zweiteiliges Bettsystem.bild: Volkswagen Nutzfahrzeuge/ACHIM HARTMANN

Zu den Neuheiten gehören eine weniger als zehn Kilogramm schwere aufblasbare Küche mit geschlossenem Wasserkreislauf sowie ein zweiteiliges Bettsystem mit einer Liegefläche von bis zu 2,00 mal 1,34 Meter. Beide Konzepte sollen sich von einer Person innerhalb weniger Minuten aufbauen und wieder platzsparend verstauen lassen.

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33 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Leap
14.08.2026 20:09registriert August 2023
Too little too late …. ausser bei Gewicht und vermutlich dem Preis, wo es eher umgekehrt ist. Sehr schade!

Ich hatte schon vor ein paar Jahren den ID Buzz in Betracht gezogen und war enttäuscht, wie schlecht er sich als Campingfahrzeug macht. V.a unverständlich war die Abwesenheit von V2L, ein absolutes NoGO. Dazu kommt der selbstbewusste Preis bei eher mediokrer Technik. Für ein Langstrecken Reisefahrzeug in dieser Preisklasse wäre eine 800V Platform eher angemessen. Wer das nicht braucht ist mit dem KIA PV5 besser und günstiger bedient.
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Tastenkiller
15.08.2026 10:15registriert Januar 2016
max. 485 gelogene WLTP-Kilometer, in der Praxis wohl 250. Für einen Camper. Herzig...
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