DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Tipps gegen Online-Mobbing

So werden Sie fiese Trolle und Stalker auf Facebook und Twitter los 

Die bekannte Twitter-Userin Zora Debrunner leitete rechtliche Schritte gegen einen Journalisten ein, der sie online gemobbt haben soll. Wir nehmen den Streit zum Anlass, um zu zeigen, wie Sie sich gegen Trolle und Stalker schützen können. 
06.01.2015, 13:00
No Components found for watson.rectangle.

Das Schweizer Twitter-Jahr startete mit einem der grössten «Shitstorms» seiner Geschichte. Eine der aktivsten und bekanntesten Userinnen mit dem Pseudonym Zora Debrunner löschte ihren Account  – weil sie nach eigenen Angaben von einem Journalisten gemobbt wurde. Dieser Eskalation ging ein langer Streit in den sozialen Medien zwischen den beiden voran. 

Dazu hätte es nicht kommen müssen. Oft reicht es, aufsässige User zu ignorieren. Nicht umsonst lautet der diesbezügliche Leitspruch «Füttere den Troll nicht.» 

Falls Ihnen das schwer fällt oder der Stalker trotzdem aufsässig bleibt, haben sie die Möglichkeit, die lästige Person zu entfolgen oder zu blockieren. Wie Sie Ihr Facebook- und Twitterprofil mit ein paar einfachen Einstellungsänderungen gegen Trolle und Stalker schützen, zeigen wir mit einer Schritt für Schritt Anleitung.

Manchmal hilft allerdings nur noch die Drohung mit dem Anwalt. Wie Sie rechtlich gegen besonders üble Stalker vorgehen können, erfahren Sie am Ende dieses Artikels.

1. Störenfriede auf Facebook blockieren

Wer auf Facebook belästigt wird, hat mehrere Möglichkeiten, sich des Stalkers zu entledigen: Ihn als Freund entfernen, seine Nachrichten filtern, vollständig blockieren oder das Profil bei Facebook melden.

So blockieren Sie einen Facebook-Nutzer

Blockierte Kontakte können Sie nicht mehr markieren, zu Veranstaltungen einladen, eine Unterhaltung beginnen oder Beiträge sehen, die Sie in Ihrem Profil posten. Die blockierte Person sieht jedoch weiter, wenn Sie einen Beitrag einer anderen Person kommentieren oder in einer gemeinsamen Gruppe schreiben.

  • Klicken Sie oben rechts auf einer beliebigen Facebook-Seite auf das Schloss-Symbol.
  • Klicken Sie auf Wie verhindere ich, dass mich jemand belästigt?
  • Geben Sie den Namen oder die E-Mail-Adresse der Person, die Sie blockieren möchten, in das entsprechende Feld ein und klicken Sie auf «Blockieren».
  • Wenn Sie eine Person auf diese Weise nicht finden können, gehen Sie zu ihrem Profil und wählen Sie im Einstellungen-Menü (drei kleine Punkte) unten rechts im Titelbild die Option «Blockieren».
grafik: facebook
No Components found for watson.rectangle.

So entfernen Sie eine Person als Facebook-Freund

  • Gehen Sie zum Profil der betreffenden Person.
  • Fahren Sie oben in ihrem Profil mit der Maus über die Schaltfläche «Freunde».
  • Wählen Sie «Als FreundIn entfernen».

So filtern Sie Nachrichten von Fremden aus

So schränken Sie ein, wer an Ihre Chronik posten darf

  • Klicken Sie oben rechts auf einer beliebigen Facebook-Seite auf das kleine Pfeil-Symbol und wählen Sie «Einstellungen».
  • Klicken Sie in der linken Spalte auf «Chronik und Markierungseinstellungen».
  • Suchen Sie die Einstellung Wer kann in deiner Chronik posten? und klicken Sie ganz rechts auf «Bearbeiten».
  • Wählen Sie im Menü «Nur ich» oder «Freunde» aus.

So melden Sie Facebook-Nutzer, die Ihnen drohen

  • Gehen Sie zu dem Profil, das Sie melden möchten.
  • Klicken Sie unten rechts auf dem Titelbild auf das Einstellungen-Menü (drei Punkte) und wählen Sie Melden.
grafik: facebook

Mehr Tipps für ein sicheres Facebook-Profil

No Components found for watson.rectangle.

2. Störenfriede auf Twitter blockieren

Auf Twitter gibt es diverse Möglichkeiten, wie man Störenfrieden das Handwerk legt: Ihnen entfolgen, Mitteilungen filtern, stummschalten, blockieren oder – wenn's hart auf hart kommt – bei Twitter melden.

Entfolgen ist die einfachste Möglichkeit, mit der man störende Tweets eines anderen Nutzers aus der eigenen Timeline verbannen kann. Manchmal braucht es jedoch gröberes Geschütz.

Naheliegend ist, die Störenfriede zu blockieren oder stumm zu schalten. Den Unterschied zwischen blockieren und stummschalten erklärt diese Grafik:

grafik: twitter

Nervt man sich ob Nachrichten von Twittern-Nutzern, denen man gar nicht folgt, kann das Stummschalten helfen (eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie weiter unten in diesem Artikel). Das Stummschalten eines anderen Twitter-Nutzers bedeutet, dass dessen Tweets in der Timeline ausgeblendet werden, ohne dabei den anderen Nutzer zu blockieren oder zu entfolgen. Sie können also Nutzer stumm schalten, denen sie weiter folgen möchten. Das kann sinnvoll sein, um mit Freunden (per Direktnachricht) in Kontakt zu bleiben, auch wenn man nicht ständig ihre Tweets lesen will. Stummgeschaltete Nutzer erfahren nicht, dass Ihr Geplärre nicht mehr sichtbar ist.

Für hartnäckige Nervensägen bietet sich das Blockieren an: (Eine Anleitungen finden Sie weiter unten in diesem Artikel): Dies bedeutet, dass ein blockierter Nutzer Ihnen weder folgen noch Sie zu seinen Listen hinzufügen kann. Er kann sie auch nicht mehr auf Fotos markieren, aber weiterhin all ihre öffentlichen Tweets lesen. Ausserdem werden seine @Antworten oder Erwähnungen nicht in Ihrer Timeline angezeigt. 

In besonders argen Fällen, etwa wenn Twitter-Nutzer mit Gewalt drohen oder private Informationen über andere Personen verbreiten, bleibt die Melden-Funktion. Twitter kann Nutzer sperren, die gegen die Nutzungsbedingungen verstossen.

No Components found for watson.rectangle.

So schalten Sie einen Twitter-Nutzer im Web stumm

Per Klick auf das Zahnrad-Symbol finden Sie die Einstellungen, um Nutzer stumm zu schalten oder zu blockieren.
Per Klick auf das Zahnrad-Symbol finden Sie die Einstellungen, um Nutzer stumm zu schalten oder zu blockieren.

Stummschalten aus einem Tweet:

  • Wenn Sie sich in einem Tweet befinden, klicken Sie unten im Tweet auf «Mehr».
  • Klicken Sie auf «Stummschalten».

Stummschalten aus einem Profil: 

  • Gehen Sie zur Profilseite des Nutzers, den Sie stummschalten möchten.
  • Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol auf der Profilseite des Nutzers. Ein Dropdown-Menü mit möglichen Aktionen wird angezeigt. 
  • Wähle Sie «Stummschalten» aus den gelisteten Optionen aus. 

So schalten Sie einen Twitter-Nutzer auf dem iPhone stumm

Stummschalten aus einem Tweet:

  • Tippen Sie auf einen Tweet des Nutzers, den Sie stummschalten möchten
  • Tippe Sie auf das •••-Symbol.
  • Tippen Sie auf «Stummschalten» und «Ja, ich bin mir sicher», um die Auswahl zu bestätigen.

Stummschalten aus einem Profil: 

  • Besuchen Sie die Profilseite des Nutzers, den Sie stummschalten möchten.
  • Tippen Sie auf das Zahnrad-Symbol.
  • Tippen Sie auf «Stummschalten» und «Ja, ich bin mir sicher», um die Auswahl zu bestätigen.

So schalten Sie einen Twitter-Nutzer auf Android stumm

Stummschalten aus einem Tweet: 

  • Tippen Sie auf das ⋮-Symbol oben rechts in der Twitter-App.
  • Tippen Sie auf «@Nutzername stummschalten» und bestätigen Sie Ihre Auswahl. 

Stummschalten aus einem Profil: 

  • Besuchen Sie die Profilseite des Nutzers, den Sie stummschalten möchten.
  • Tippen Sie auf das Zahnrad-Symbol.  
  • Tippen Sie auf «Stummschalten» und «Ja, ich bin mir sicher», um die Auswahl zu bestätigen. 

So blockieren Sie einen Twitter-Nutzer im Web

  • Gehen Sie zur Profilseite des Nutzers, den Sie blockieren möchten. 
  • Klicken oder tippen Sie auf das Zahnrad-Symbol auf der Profilseite dieses Nutzers. Ein Dropdown-Menü mit möglichen Aktionen wird angezeigt. 
  • Wählen Sie «Blockieren oder Melden» aus den gelisteten Optionen aus.
  • Klicken Sie zum Bestätigen auf «Blockieren».

So blockieren Sie einen Twitter-Nutzer auf dem iPhone 

Blockieren aus einem Tweet:

  • Tippen Sie auf einen Tweet des Nutzers, den Sie blockieren möchten.
  • Tippen Sie auf das Mehr-Symbol (•••).
  • Tippen Sie auf «Blockieren oder Melden» und dann zum Bestätigen auf «Blockieren».

Blockieren aus einem Profil: 

  • Besuchen Sie die Profilseite des Nutzers, den Sie blockieren möchten. 
  • Tippen Sie auf das Zahnrad-Symbol.
  • Tippen Sie auf «Blockieren oder Melden» und dann zum Bestätigen auf «Blockieren».
No Components found for watson.rectangle.

So blockieren Sie einen Twitter-Nutzer auf Android

Blockieren aus einem Tweet:

  • Tippen Sie in der Twitter-App oben rechts auf das Einstellungen-Symbol.
  • Tippen Sie auf «Blockieren oder Melden» und dann zum Bestätigen auf «Blockieren».

Blockieren aus einem Profil:

  • Besuchen Sie die Profilseite des Nutzers, den Sie blockieren möchten. 
  • Tippen Sie auf das Zahnrad-Symbol.
  • Tippen Sie auf «Blockieren oder Melden» und dann zum Bestätigen auf «Blockieren».

3. So geht man rechtlich gegen Stalker vor

Rechtsanwalt Martin Steiger, spezialisiert auf rechtliche Fragen im digitalen Raum, nennt fünf Tipps, wie man sich rechtlich gegen Trolle und Stalker zur Wehr setzen kann:

  • «Bei vielen Stalkern hilft, wenn man Ihnen mit einem anwaltlichen Schreiben oder mit einer Strafanzeige einen Schuss vor den Bug setzt.
  • Jeder Stalker ist anders, so dass das rechtliche Vorgehen im Einzelfall definiert werden muss. Man sollte nie sofort scharf schiessen, sondern sorgfältig abwägen, wobei auch die voraussichtlichen Kosten berücksichtigt werden müssen. Rechtsschutzversicherungen gewähren bei Stalking, wenn überhaupt, leider meist nur ungenügende Deckung.
  • Wichtig ist, dass das mutmassliche Stalking detailliert dokumentiert wird, allenfalls auch gegenüber der Polizei. Stalking per se ist kein Straftatbestand, aber bei vielen einzelnen, für sich nicht strafbaren Handlungen ist dennoch ein rechtliches Vorgehen möglich.
  • Auch rechtliche Schritte gegen die Anbieter von Social-Media-Plattformen können sinnvoll sein.
  • Bei einem rechtlichen Vorgehen ist für die meisten Opfer von Stalking die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt sinnvoll. Ein Rechtsanwalt kann dem Opfer zumindest einen Teil der Last abnehmen und kennt das richtige Vorgehen sowohl im Kontakt mit den beteiligten Behörden als auch gegen den mutmasslichen Stalker.»

Das könnte Sie auch interessieren: Autoplay-Funktion von Facebook auf dem iPhone deaktivieren

1 / 5
Autoplay-Funktion von Facebook auf dem iPhone deaktivieren
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Kompletter Blödsinn» – so demontiert ein Biophysiker ein Video eines deutschen Arztes

Ein Video eines deutschen Arztes, der die Corona-Krise für reine Panikmache hält, findet auf den sozialen Medien grosse Beachtung. Richard Neher, Biophysiker am Biozentrum der Universität Basel, demontiert die Aussagen des vermeintlichen Experten und entlarvt seine Aussagen als das, was sie sind: «Kompletter Blödsinn.»

Es geht ein Gespenst um in den sozialen Medien. Das Gespenst heisst Wolfgang Wodarg. Er ist Protagonist verschiedener Videos, die derzeit auf WhatsApp, Facebook und Twitter verbreitet werden. Mit ernstem Blick hinter runden Brillengläsern schaut Wodarg in die Kamera und verkündet die Wahrheit. Vermeintlich.

Die wenige Minuten langen Filme heissen «Stoppt die Corona-Panik» oder «Krieg gegen die Bürger». Darin erklärt Wodarg, warum die Corona-Krise reine Panikmache sei. Solche Viren habe es …

Artikel lesen
Link zum Artikel