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Tipps gegen Online-Mobbing

So werden Sie fiese Trolle und Stalker auf Facebook und Twitter los 

Die bekannte Twitter-Userin Zora Debrunner leitete rechtliche Schritte gegen einen Journalisten ein, der sie online gemobbt haben soll. Wir nehmen den Streit zum Anlass, um zu zeigen, wie Sie sich gegen Trolle und Stalker schützen können. 

Das Schweizer Twitter-Jahr startete mit einem der grössten «Shitstorms» seiner Geschichte. Eine der aktivsten und bekanntesten Userinnen mit dem Pseudonym Zora Debrunner löschte ihren Account  – weil sie nach eigenen Angaben von einem Journalisten gemobbt wurde. Dieser Eskalation ging ein langer Streit in den sozialen Medien zwischen den beiden voran. 

Dazu hätte es nicht kommen müssen. Oft reicht es, aufsässige User zu ignorieren. Nicht umsonst lautet der diesbezügliche Leitspruch «Füttere den Troll nicht.» 

Falls Ihnen das schwer fällt oder der Stalker trotzdem aufsässig bleibt, haben sie die Möglichkeit, die lästige Person zu entfolgen oder zu blockieren. Wie Sie Ihr Facebook- und Twitterprofil mit ein paar einfachen Einstellungsänderungen gegen Trolle und Stalker schützen, zeigen wir mit einer Schritt für Schritt Anleitung.

Manchmal hilft allerdings nur noch die Drohung mit dem Anwalt. Wie Sie rechtlich gegen besonders üble Stalker vorgehen können, erfahren Sie am Ende dieses Artikels.



1. Störenfriede auf Facebook blockieren

Wer auf Facebook belästigt wird, hat mehrere Möglichkeiten, sich des Stalkers zu entledigen: Ihn als Freund entfernen, seine Nachrichten filtern, vollständig blockieren oder das Profil bei Facebook melden.

So blockieren Sie einen Facebook-Nutzer

Blockierte Kontakte können Sie nicht mehr markieren, zu Veranstaltungen einladen, eine Unterhaltung beginnen oder Beiträge sehen, die Sie in Ihrem Profil posten. Die blockierte Person sieht jedoch weiter, wenn Sie einen Beitrag einer anderen Person kommentieren oder in einer gemeinsamen Gruppe schreiben.

Bild

grafik: facebook

So entfernen Sie eine Person als Facebook-Freund

So filtern Sie Nachrichten von Fremden aus

So schränken Sie ein, wer an Ihre Chronik posten darf

So melden Sie Facebook-Nutzer, die Ihnen drohen

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grafik: facebook

2. Störenfriede auf Twitter blockieren

Auf Twitter gibt es diverse Möglichkeiten, wie man Störenfrieden das Handwerk legt: Ihnen entfolgen, Mitteilungen filtern, stummschalten, blockieren oder – wenn's hart auf hart kommt – bei Twitter melden.

Entfolgen ist die einfachste Möglichkeit, mit der man störende Tweets eines anderen Nutzers aus der eigenen Timeline verbannen kann. Manchmal braucht es jedoch gröberes Geschütz.

Naheliegend ist, die Störenfriede zu blockieren oder stumm zu schalten. Den Unterschied zwischen blockieren und stummschalten erklärt diese Grafik:

Bild

grafik: twitter

Nervt man sich ob Nachrichten von Twittern-Nutzern, denen man gar nicht folgt, kann das Stummschalten helfen (eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie weiter unten in diesem Artikel). Das Stummschalten eines anderen Twitter-Nutzers bedeutet, dass dessen Tweets in der Timeline ausgeblendet werden, ohne dabei den anderen Nutzer zu blockieren oder zu entfolgen. Sie können also Nutzer stumm schalten, denen sie weiter folgen möchten. Das kann sinnvoll sein, um mit Freunden (per Direktnachricht) in Kontakt zu bleiben, auch wenn man nicht ständig ihre Tweets lesen will. Stummgeschaltete Nutzer erfahren nicht, dass Ihr Geplärre nicht mehr sichtbar ist.

Für hartnäckige Nervensägen bietet sich das Blockieren an: (Eine Anleitungen finden Sie weiter unten in diesem Artikel): Dies bedeutet, dass ein blockierter Nutzer Ihnen weder folgen noch Sie zu seinen Listen hinzufügen kann. Er kann sie auch nicht mehr auf Fotos markieren, aber weiterhin all ihre öffentlichen Tweets lesen. Ausserdem werden seine @Antworten oder Erwähnungen nicht in Ihrer Timeline angezeigt. 

In besonders argen Fällen, etwa wenn Twitter-Nutzer mit Gewalt drohen oder private Informationen über andere Personen verbreiten, bleibt die Melden-Funktion. Twitter kann Nutzer sperren, die gegen die Nutzungsbedingungen verstossen.

Wichtiger Hinweis von einer Nutzerin

So schalten Sie einen Twitter-Nutzer im Web stumm

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Per Klick auf das Zahnrad-Symbol finden Sie die Einstellungen, um Nutzer stumm zu schalten oder zu blockieren.

Stummschalten aus einem Tweet:

Stummschalten aus einem Profil: 

So schalten Sie einen Twitter-Nutzer auf dem iPhone stumm

Stummschalten aus einem Tweet:

Stummschalten aus einem Profil: 

So schalten Sie einen Twitter-Nutzer auf Android stumm

Bild

Stummschalten aus einem Tweet: 

Stummschalten aus einem Profil: 

So blockieren Sie einen Twitter-Nutzer im Web

So blockieren Sie einen Twitter-Nutzer auf dem iPhone 

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Blockieren aus einem Tweet:

Blockieren aus einem Profil: 

So blockieren Sie einen Twitter-Nutzer auf Android

Blockieren aus einem Tweet:

Blockieren aus einem Profil:

3. So geht man rechtlich gegen Stalker vor

Rechtsanwalt Martin Steiger, spezialisiert auf rechtliche Fragen im digitalen Raum, nennt fünf Tipps, wie man sich rechtlich gegen Trolle und Stalker zur Wehr setzen kann:

Umfrage

Haben Sie schon schlechte Erfahrungen mit Internet-Trollen gemacht?

  • Abstimmen

58

  • Ja, auf Facebook10%
  • Ja, auf Twitter9%
  • Ja, aber an einem anderen Ort im Internet16%
  • Nein62%

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 06.01.2015 15:40
    Highlight Highlight Wikipedia definiert einen Troll folgendermassen: "Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, welche Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion enthalten, mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen." Warten wir mal ab, ob sich nicht schon bald so ein kleiner Wichtel meldet und versuchen wird, die Diskussion auf die Ebene der persönlichen Beleidigung zu ziehen?
    • Mr. Kr 07.01.2015 08:29
      Highlight Highlight Vielleicht wird es ja Andreas Thiel. Wir kennen das ja schon von Ihm.
  • Mr. Kr 06.01.2015 15:22
    Highlight Highlight Der beste weg sich zu schützen ist, man klickt auf Konto Deaktivieren und lässt die Mails von Facebook blockieren. Und dann wirst du nie mehr probleme haben. So einfach geht das.
  • blueberry muffin 06.01.2015 14:50
    Highlight Highlight Das Problem ist wohl eher, das viele Menschen heute Bestätigung von Fremden brauchen und sich extrem darüber aufregen, wenn Menschen, die sie weder kennen, noch in ihrem Freundeskreis sind, sie anfeinden.

    Wer die Öffentlichkeit sucht wird sich immer Feinde machen. Warum man nun solch ein Mitleid mit einer Person, die gerne rechts aussen Tweets verbreitete, hat, finde ich dann doch etwas fragwürdig. Wer gerne Hass verbeitet, sollte auch ein bisschen Hass ertragen können.
    • philipp meier 06.01.2015 15:58
      Highlight Highlight ich folgte zora debrunner. die behauptung von gossweiler trifft nur sehr beschränkt zu. man kann sie politisch überhaupt nicht klar einordnen. das finde ich eine qualität; wie auch, dass sie zwischendurch kein kind der leisen worte war.

      aber wer sich exponiert und gelegentlich auch austeilt - da gehe ich mit dir einig - der oder die muss einstecken können. ABER: das heisst gleichzeitig noch lange nicht, dass alle freiwild sind, die sich exponieren.
  • Marcel Baur 06.01.2015 14:18
    Highlight Highlight Tja, die Tipps sind ja soweit ok, aber sie helfen nur begrenzt (bei Facebook noch etwas besser als bei Twitter). Das liegt im Konzept der Plattformen.
    Nich gefeit ist man, wenn Follower, Freunde oder Bekannte usw. gezielt angeschrieben werden oder der "Stalker" sich via cc-Tweets immer wieder ins Gespräch bringt. Nicht direkt bei der gestalkten Person, sondern eben auf Umwegen. Man kann das als Mobbing bezeichnen. Ich bevorzuge hier den Ausdruck Stalking.
    Und genau das ist im angetönten Fall passiert!
    Da helfen nur noch die Tipps von Martin Steiger, alles andere ist nutzlos.
    • philipp meier 06.01.2015 14:58
      Highlight Highlight das stimmt. das ganze unterliegt oft einer enormen dynamik und kann sich immer wieder hochschaukeln. in solchen fällen darf man nicht zu spät die notfallleine ziehen. über den fall als solchen wage ich kein abschliessendes urteil. es ist unschön, dass es so weit kommen musste.
      nochmals: mit unseren tipps wollen wir darauf hinweisen, wie mann/frau sich schützen kann. was jedoch vielleicht vergessen ging: lieber etwas früher als zu spät. in diesem sinne: danke für deine ergänzung, @marcel baur

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