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Bericht: Russische Drohnen spionierten monatelang in Europa

THEMENBILD ZUR MITTEILUNG DER MEDIENKOMMISSION FUER VERKEHR UND FERNMELDEWESEN (KVF-S) ZUM UMGANG MIT DROHNEN --- Eine DJI Inspire Drohne, aufgenommen wahrend des Praxisteils eines Drohnenkurses des S ...
144 Vorfälle mit mutmasslich russischen Drohnen wurden zwischen 2024 und 2026 beobachtet. (Symbolbild)Bild: Keystone

Bericht: Russische Drohnen spionierten monatelang in Europa

02.07.2026, 17:1508.07.2026, 08:17

Drohnen über Flughäfen, Militärbasen und sogar Einrichtungen der nuklearen Teilhabe: Der Analyse einer britischen Denkfabrik zufolge hat Russland ein Dutzend Nato-Staaten über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren weitgehend unbehelligt mit einer Drohnenkampagne überzogen.

Gestartet wurden die unbemannten Flugobjekte demnach von Tankern der russischen Schattenflotte, Frachtern in Küstennähe und kleineren Wasserfahrzeugen. In dem Bericht des International Institute for Strategic Studies (IISS) werden 144 Vorfälle in 13 Ländern zwischen August 2024 und Februar 2026 beleuchtet.

Obwohl nicht jeder einzelne Vorfall von Moskau ausgegangen sein dürfte, sehen die Experten ein klares Muster, wie es in einer Mitteilung zu der Analyse heisst. Offiziell bestätigt habe das bisher aber keine westliche Regierung.

Reaktionsfähigkeit der Nato-Staaten testen

Hintergrund für die Kampagne dürfte demnach unter anderem eine russische Spionagetätigkeit sein, die seit dem Beginn des Kriegs in der Ukraine und der Ausweisung vieler russischer Diplomaten stärker auf von Drohnen gesammelte Informationen angewiesen ist. Es sei auch darum gegangen, die Reaktionsfähigkeit der Nato-Staaten zu testen.

Dem Bericht zufolge zeigte die Kampagne deutliche Schwächen in der europäischen Flugabwehr auf, die noch immer auf herkömmliche Bedrohungen ausgerichtet sei.

Deutschland am stärksten betroffen

Deutschland war dem Bericht zufolge mit 58 Ereignissen am stärksten betroffen. Mit 25 Vorfällen an zweiter Stelle steht Belgien, wo unter anderem die Luftwaffenbasis Kleine-Brogel zum Ziel geworden sei, an der Atomwaffen untergebracht sind.

Knapp die Hälfte der Vorfälle ereignete sich dem Bericht zufolge an militärischen Einrichtungen und knapp 20 Prozent an zivilen Flughäfen, von denen viele ihren Betrieb vorübergehend einstellen mussten. Gut ein Viertel betraf kritische Infrastruktur wie Häfen, Energieanlagen und Industriestandorte.

(sda/dpa)

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104 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rivka
02.07.2026 17:53registriert April 2021
Und das ist jetzt eine Überraschung oder was? Wenn dieser verdammter Krieg in der Ukraine vorbei ist, dann sollte der erste Handel der Nato sein, an wichtigen Positionen Ukrainer zu platzieren! Jahrelang haben sie uns gewarnt und alles was sie gesagt haben, ist passiert. Ich bin dafür, dass der Schutz von Europa den Ukrainern in die Hände gegeben wird. Wir im Westen sind definitiv zu dumm um gegen russische Bedrohung zu reagieren. 🙄
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Ameo
02.07.2026 17:34registriert Oktober 2025
Dazu brauchte es keine Studie, das war allen klar. Nur alle betroffenen Staaten wollten das nicht benennen, aus der Furcht, als Kriegspartei zu enden.
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Haarspalter
02.07.2026 19:06registriert Oktober 2020
2022 „flohen“ geschätzt 20‘000 Russische Informatiker nach Westeuropa.

Zu einem grossen Teil wurden sie von Europäischen Firmen angestellt.

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