Digital
International

Zohran Mamdani will einjähriges KI-«Moratorium» an New Yorker Schulen

BROOKLYN, NY - SEPTEMBER 2: Mayor Zohran Kwame Mamdani and Schools Chancellor Kamar H. Samuels today announceda moratorium on student-facing generative Artificial Intelligence AI use in schools, along ...
Bürgermeister Zohran Mamdani (r.) hat Massnahmen gegen die Einschleusung von KI in die Schule angekündigt.Bild: www.imago-images.de / Katie Godowski

New Yorks Bürgermeister verbannt KI für ein Jahr aus Schulen

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani setzt sich für weniger Bildschirmzeit und kritischere Auseinandersetzung mit KI in der Schule ein. Die Einschränkung soll für das Schuljahr 2026/2027 gelten.
03.09.2026, 12:3703.09.2026, 12:37

New Yorks linker Bürgermeister Zohran Mamdani will den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht für Schüler zwischen 7 und 14 Jahren für ein Schuljahr aussetzen.

Die Massnahme betrifft fast 600'000 Schüler öffentlicher Schulen der Klassen zwei bis acht, wie aus einer Mitteilung seines Büros hervorgeht. Dabei handele es sich um die landesweit umfassendste KI-Richtlinie für Schüler, die den Schwerpunkt auf Sicherheit und «echten, von Menschen erteilten Unterricht» lege, heisst es weiter.

Das Verbot, das «Moratorium» genannt wird, soll für das Schuljahr 2026/2027 gelten. Lehrkräfte dürfen demnach aber weiterhin KI für die Unterrichtsplanung und operative Aufgaben nutzen, sofern diese den Sicherheitsstandards der Schulbehörde entsprechen.

«Kinder brauchen Lehrkräfte und menschliche Beziehungen, um zu lernen und sich zu entwickeln.»
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani

Zudem plant Mamdanis Stadtregierung Module zur kritischen Auseinandersetzung mit KI für Schüler der High School – die Klassen umfassen die Altersstufen 14 bis 18. Ferner sind begrenzte KI-Pilotprojekte in ausgewählten High-School-Klassen vorgesehen. Auch sollen altersgerechte Beschränkungen der Bildschirmzeit für die dritte bis achte Klasse eingeführt werden.

Gouverneurin: «Fokus auf Lernen, nicht Klicken und Scrollen»

«Kinder brauchen Lehrkräfte und menschliche Beziehungen, um zu lernen und sich zu entwickeln», sagte der linksliberale Demokrat laut der Mitteilung. «Die Technologiebranche will uns glauben machen, dass KI-gestützte frühkindliche Bildung nicht nur unvermeidlich, sondern auch notwendig sei. Wir sehen das anders.» Die Stadtregierung werde parallel zum Moratorium die Auswirkungen dieser Technologie untersuchen.

«Wir haben die Verantwortung, sicherzustellen, dass sich rasch wandelnde Technologien unsere Kinder und deren Lernprozess unterstützen, anstatt sie dabei zu behindern», sagte die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, laut der Mitteilung. «Der Bundesstaat New York ist Vorreiter bei den Bemühungen, den Fokus der Kinder auf das Lernen und die persönliche Entwicklung zu richten – statt auf blosses Klicken und Scrollen.»

Sie danke Bürgermeister Mamdani dafür, dass er auf dieser Arbeit aufbaue und das gemeinsame Engagement für die Kinder New Yorks vorantreibe, sagte sie demnach weiter. Der 34-jährige Mamdani hatte zu Jahresbeginn 2026 das Amt des Bürgermeisters der grössten Stadt der USA übernommen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Amerikanische Milliardäre und der Techno-Faschismus
1 / 13
Amerikanische Milliardäre und der Techno-Faschismus

Einige der reichsten und mächtigsten Männer aus dem Silicon Valley treiben demokratiefeindliche Machenschaften voran. Der US-Journalist Gil Durán (Bild) prangert in seinem Buch «The Nerd Reich» und einem gleichnamigen Podcast bekannte Akteure an ...

quelle: screenshot: youtube
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kanadischer Politiker liest KI-Prompt vor
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
2
Meloni kritisiert Richter: «Wer erklärt es der Familie?»
Ein Richter in Turin setzt einen Verdächtigen nach zwei Tagen auf freien Fuss. Dafür gibt es scharfe Kritik der italienischen Ministerpräsidentin.
Eine Entscheidung eines Richters in Turin hat die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni fassungslos gemacht. Ein 42 Jahre alter Angestellter eines Lebensmittelladens war wegen sexueller Übergriffe auf ein 13-jähriges Mädchen und eine Frau am vergangenen Wochenende im Turiner Stadtteil Madonna di Campagna nahe Turin festgenommen worden. Nach zwei Tagen wurde der Mann aus Bangladesch aus dem Gefängnis entlassen, obwohl die Staatsanwaltschaft Haft beantragt hatte.
Zur Story