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Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Netztest von Swisscom, Sunrise und Salt

Beim «Connect»-Test 2020 schneidet die Swisscom laut dem deutschen Computer-Magazin überragend ab. Bei 5G hat Sunrise die Nase vorn.



Wer hat gewonnen?

Die Swisscom, vor Sunrise und Salt.

Der Test zeigt laut srf.ch bei allen drei Anbietern eine Netzabdeckung in grösseren Städten von 100 Prozent. Unterschiede gebe es, wenn man mit dem Zug unterwegs sei. Hier seien Swisscom und Sunrise etwas besser als Salt. «Gleiches Bild auch bei der Datenübertragung: Beim Live-Streaming von Filmen oder Videos hat die Swisscom die Nase vorn.»

Auch 5G-Verbindungen wurden getestet, die Ergebnisse aber nicht für die Bewertung berücksichtigt (siehe unten).

Zur Swisscom (1. Platz) schreibt «Connect»:

«Unter den beiden überragenden Schweizer Netzbetreibern setzt sich auch in diesem Jahr und somit zum zweiten Mal in Folge der Marktführer Swisscom an die Spitze. Dabei überflügelt der Anbieter seinen Verfolger Sunrise in allen drei Testkategorien – zum Teil nur um einen Punkt wie in der Sprachwertung, insgesamt aber doch mit einigem Abstand.»

Zu Sunrise (2.)

«‹Überragend› schneidet auch Sunrise ab – auch wenn die Differenz zum Testsieger nicht ganz so knapp ist wie im Vorjahr (da betrug sie nur einen Punkt). Insgsamt hat Sunrise in der Crowd-Bewertung leicht zugelegt, bei den Drivetests und Walktests liegen die Erfüllungsgrade etwa auf Vorjahrsniveau. Angesichts verschärfter Methodik dürfte sich somit auch Sunrise zumindest leicht verbessert haben.»

Zu Salt (3.)

«Der dritte Platz in der Schweiz wäre immer noch der erste in Deutschland. Aber solche Vergleiche braucht es für den mit der Note ‹sehr gut› bewerteten Anbieter gar nicht. Für ihn und seine Kunden interessanter: Salt erzielte unter den Schweizer Anbietern die grösste Score-Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Sie erklärt sich mit deutlichem Zuwachs in der Sprach-Disziplin und beim Crowdsourcing.»

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Auf welchen Daten basiert der Handynetz-Test?

«Connect» testete die Mobilfunknetze mit Messgeräten im Auto, im Zug, aber auch zu Fuss in grösseren Städten und kleineren Ortschaften. Zudem können Freiwillige mit einer Smartphone-App Messwerte sammeln – diese 2019 eingeführten Messungen werden Crowdsourcing genannt.

Für den Vergleichstest werden Kriterien wie Daten-Download-Geschwindigkeit, Sprachqualität und Verbindungsqualität erfasst. Maximal sind 1000 Punkte möglich.

Die Messungen in der Schweiz fanden vom 10. bis 30. Oktober 2019 statt. Die Drivetests wurden in 18 Grossstädten und 33 Kleinstädten mit zwei Messfahrzeugen absolviert. Jedes Fahrzeug war gemäss dem Magazin mit sechs Smartphones vom Typ Samsung Galaxy S9 bestückt.

Wie wurden die Resultate gewichtet?

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grafic: connect.de

Die Gewichtung von Sprach- und Datenmessungen berücksichtige, dass «Datenkommunikation» für viele Nutzer heute einige wichtigere Rolle spiele als Telefonieren.

Wie stabil sind die Schweizer Handynetze?

Laut «Connect» sehr stabil.

Zum Thema Netzstabilität gebe es nur zu vermelden, dass keines der drei Schweizer Netze im halbjährigen Beobachtungszeitraum irgendwelche Auffälligkeiten zeigte.

Gab es dieses Jahr Manipulationsversuche?

Offiziell nicht. Oder zumindest wurde niemand beim Schummeln, respektive unerlaubten Optimieren, erwischt.

Die «Connect»-Redaktion erwähnt im Gegensatz zum letztjährigen Test keine Manipulationsversuche.

Offenbar hat ein Testteilnehmer (= Provider) versucht, einen Mitbewerber anzuschwärzen, indem behauptet wurde, es seien spezielle SIM-Karten für die Testmessungen zur Verfügung gestellt worden. «Connect» sei diesem Vorwurf nachgegangen und habe nichts Verdächtiges festgestellt:

«Doch der im Netztest obligatorische Vergleich der geliehenen Test-SIM-Karten mit einer regulär gekauften zeigte bei beiden SIMs auch unter starker Netzauslastung identisches Verhalten.»

Gut möglich, dass die frühere Drohung von «Connect», Manipulationsversuche publik zu machen, gewirkt hat.

Wie schneiden die Schweizer Provider im internationalen Vergleich ab?

Hervorragend.

Die Swisscom schlage bei verschärfter Methodik nicht nur die nationale Konkurrenz, sondern liege auch im Vergleich mit den Nachbarländern Deutschland und Österreich vorn, fasst der «Blick» die Bewertungen zusammen. Und Salt liege als Drittplatzierter in der Schweiz immer noch weit vor dem deutschen Testsieger Telekom.

Schweiz

Deutschland

Österreich

Was ist mit 5G?

Parallel zu den herkömmlichen Netztest-Autos schickten die Tester in der Schweiz ein weiteres, mit Samsung Galaxy S10 5G bestücktes Messfahrzeug los.

Dieses sei die für den Netztest vorgegebene Route gefahren, wobei der Abstand zwischen 5G- und 4G-Messfahrzeugen jederzeit so gross war, dass eines nicht die Übertragungen des anderen beeinflusst habe. Dadurch seien auch die 5G-Messungen nach «Connect»-Netztest-Standards erfolgt. Sie wurden aber nicht für die Bewertung berücksichtigt.

Von den Messungen lagen bei Sunrise bereits 4,8 Prozent komplett im 5G-Netz, bei der Swisscom seien es mit 0,43 Prozent spürbar weniger gewesen. Berücksichtige man auch Messungen mit 5G-Anteil, so lagen Sunrise mit 7,1 Prozent und Swisscom mit 6,5 Prozent näher beisammen.

«Der Vorsprung von Sunrise erstaunt umso mehr, als der Betreiber den Ausbau zunächst als Festnetz-Ersatz auf die Dörfer konzentriert, während der Netztest bevölkerungsreiche Städte bevorzugt, um repräsentativ zu sein.»

Bemerkenswert seien die erzielten Geschwindigkeiten, besonders beim erwartbaren Mindestdurchsatz im Download. Dabei zeigte Sunrise eine um den Faktor 10 gesteigerte Geschwindigkeit und sei in den langsamsten 10 Prozent schneller als mancher DSL-Anschluss in Deutschland im Maximum.

Auch beim Upload im 5G-Netz habe sich bei Sunrise ein Geschwindigkeitsplus gezeigt, «bei minimal reduzierter Zuverlässigkeit von 5G gegenüber LTE». Bei der Swisscom sei der gleiche bremsende Effekt wie in Deutschland zu sehen. Gemeint ist damit, dass 5G-Uploads vorläufig über 4G laufen.

Der 5G-Ausbau sei von Abhängigkeiten und Problemen begleitet, hält «Connect» abschliessend fest. Nicht immer seien die Funktionen der neuen 5G-Netze mit denen der derzeit verfügbaren Smartphones kompatibel, und nicht zu jedem leistungssteigernden Feature im Netz gebe es ein Smartphone mit den passenden Funktionen.

Dies sei nur ein Zwischenstand des in der Schweiz «durch wieder aufflammende Proteste der Mobilfunkgegner etwas gebremsten Ausbaus». Fortsetzung folgt ...

Wie schnell ist meine Internetverbindung?

«Connect» bietet über seine Website die Möglichkeit, die Internetgeschwindigkeit zu testen, mobil und am PC:

https://speedtest.connect.de

Quellen

Auf der «Connect»-Website findet man alle Detailinformationen und Erklärungen zum aktuellen Test:

Den «Connect»-Test 2020 gibt's hier als PDF.

(dsc)

Wie lief der «Connect»-Netztest in früheren Jahren?

Die turbulente Geschichte des Schweizer Mobilfunks

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • jojimen 03.12.2019 19:46
    Highlight Highlight Man bedenke, dass die Swisscom mit ca. 60% Marktanteil, viel mehr Kunden als die Mitbewerber im Netz bedienen muss! Chapeau!
  • Theor 03.12.2019 10:57
    Highlight Highlight Also wenn ich mit dem Zug von Olten aus nach Rotkreuz fahre, bin ich als Saltkunde im totalen Niemandsland. Die Netzabdeckung ist auf dieser Strecke wirklich nicht vorhanden und resultiert in gut 15-20 Minuten Strecke voller Verbindungsabbrüche und fehlendem Netz.

    Ich habe mich daran gewöhnt und will mich aufgrund der tiefen Abonnementkosten darüber eigentlich auch nicht beschweren, aber bei einer News, wo ich von Abdeckungsziffern von beinahe 100% lese, fällt mir das gerade schon ein wenig schwer zu glauben.
    • Frances Ryder 03.12.2019 11:48
      Highlight Highlight Der Test zeigt laut srf.ch bei allen drei Anbietern eine Netzabdeckung in grösseren Städten von 100 Prozent. Unterschiede gebe es, wenn man mit dem Zug unterwegs sei.


      Vielleicht den Artikel mal richtig lesen?
    • Theor 03.12.2019 12:33
      Highlight Highlight "Die Datenabdeckung liegt nun in der ganzen Schweiz bei über 99%"

      Quelle: Medienmitteilung Salt zum Connect-Ergebnis

      Ich lese eben NICHT NUR was mit watson zum Lesen vorliegt, sondern auch andere Quellen. 😉
    • Donald 03.12.2019 13:37
      Highlight Highlight Dir Provider meinen mit % Abdeckung nur das bewohnte gebiet. Ein Gleis ist kein bewohntes Gebiet :)
  • [Nickname] 03.12.2019 10:24
    Highlight Highlight Hat die Swisscom eine grössere Anzahl an Sendemasten im Land verteilt? Denn ich erlebe wie ich als Wingokunde (Swisscom-Tochter) in Randregionen deutlich besseres Netz habe als meine Kollegen bei anderen Anbietern.
    • Donald 03.12.2019 13:35
      Highlight Highlight Schau dir mal die Abdeckungskarten an. Dies ist kein Geheimnis.
  • deedee 03.12.2019 09:00
    Highlight Highlight Bin jetzt nach 10 Jahren Swisscom seit einem Jahr bei Sunrise und ich finde den Unterschied deutlich krasser als hier im Test dargestellt. Dazu kommt noch, dass Sunrise TV und der dazugehörige Router verglichen mit den Geräten bei Swisscom richtig schlecht sind. Dann lieber ein bisschen mehr zahlen.
  • adam gretener 03.12.2019 08:55
    Highlight Highlight Solange man nicht irgendwo in einem Seitental in den Bergen lebt, also in der Zivilisation, ist es wohl ziemlich egal, für welchen Anbieter man sich entscheidet. Und wenn man etwas abgelegen wohnt, sollte man vorher halt schauen, welcher Anbieter gerade eine Antenne in der Nähe stehen hat.
    • Ziasper 03.12.2019 09:59
      Highlight Highlight Jaja, Bergler sind alles unzivilisierte Höhlenmenschen. Die schreiben noch auf Schiefertafeln und kommunizieren mit Rauchzeichen. 🤦‍♂️
    • Duscholux 03.12.2019 10:17
      Highlight Highlight Ich habe selbst im Nikolaital wunderbar 4G.
    • Albi Gabriel 03.12.2019 11:00
      Highlight Highlight Sei nicht so arrogant! Sehr häufig geht es in einem Seitental in den Bergen deutlich zivilisierter zu und her als in der Stadt...
    Weitere Antworten anzeigen
  • GraveDigger 03.12.2019 08:46
    Highlight Highlight Ich als Hinterwäldler der schon lange kein Mobiltelefon mehr besitzt frage mich immer öfter wofür man ein solches überhaupt braucht? So viele Katzenvideos gibt's ja gar nicht und ausser künstlichen Stress bringt es ja nichts.
    Wenn ich unterwegs bin muss ich nicht erreichbar sein.
    Gehe ich ins Restaurant bin ich meist der einzige der noch persönlich kommuniziert. Alle schaufeln ihr Essen in den Kopf und Glotzen dabei aufs Handy und das Gegenüber macht das Gleiche.
    Ist das die Zombieapokalypse?
    Heute ist die Netzabdeckung wichtiger als anständige
    • adam gretener 03.12.2019 09:24
      Highlight Highlight Man hat ja selbst als Hinterwäldler ein eigenes Gehirn. Ich besitze zwar ein Smartphone, aber zum Teil liegt es mehrere Tage unangefasst rum. Aber es gibt trotzdem Funktionen, die ich nicht mehr missen wollte. E-Banking, Fahrpläne, immer eine kleine Kamera dabei haben, im Zug Zeitung lesen. Alles sehr nützliche Dinge und wie man die einsetzt, ist ja jedem selbst überlassen. Man muss ja nicht permanent draufstarren.
  • franzfifty 03.12.2019 08:44
    Highlight Highlight Ein grosser Vorteil haben die Anbieter, bei denen man ein Vertrag unterschreiben kann und dann auch wieder kündigen, falls das Netz effektiv nicht so gut ist an den Orten, an denen man sich aufhält. Empfehle grundsätzlich mal ein Prepaid Angebot von Yallo oder Salt um das Netz zu testen. Dann – je nach Anbieter – auch mal auf Angebote warten, die sich speziell lohnen je nach Bedürfnis.
  • Donald 03.12.2019 08:36
    Highlight Highlight Ich bin von Salt zu Sunrise gewechselt und kann die Resultate so nicht nachvollziehen. Ich bin viel im Zug unterwegs. Während die Salt-Verbindung eigentlich meistens stabil war, habe ich mit Sunrise zur Rushhour andauernd Unterbrüche.
  • egemek 03.12.2019 08:30
    Highlight Highlight Ich erlebe täglich Situationen, wo Sunrise gegenüber Swisscom den Kürzeren zieht. Im Innern von grossen Gebäuden, in den Bergen, ...
    Meiner Meinung nach müsste der Abstand viel grösser sein.

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