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Heisser Blickwechsel am ZFF 2011: Festivalchefin Nadja Schildknecht und Sean Penn gefallen einander. bild: keystone/bearbeitung sme

Der watson-Guide fürs Zurich Film Festival

Grosse Diven, Damen mit Dramen und herausragende Herren beehren Zürich

In zwei Wochen startet das Zurich Film Festival bereits zum zehnten Mal. Mit Cate Blanchett, Diane Keaton, tollen Dänen, Wikingern und selbstverständlich auch Schweizern.



Die Diva schlechthin

Nur ganz kurz wird Cate Blanchett in Zürich sein, am Samstag, den 27. September, wer weiss, vielleicht fährt sie danach gleich weiter an jenen Ort in der Schweiz, der für sie schon immer ganz viel Magie verströmte, nämlich in die Therme Vals von Peter Zumthor. Jedenfalls sagte sie im November 2013 auf SRF: «He's such an extraordinary architect! Immer wenn ich in der Schweiz bin, denk ich, I've got to do that.» Wenn das kein Grund ist!

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Cate Blanchett. Bild: Keystone/bearbeitung sme

Item, vorher wird sie in Zürich im Namen der Luxusuhrenfirma IWC im Festivalzentrum die Ausstellung des gediegenen Celebrity-Fotografen Peter Lindbergh (der kommt auch) eröffnen. Und am Abend im Kino Corso eine Vorstellung von Woody Allens «Blue Jasmine» begleiten, jenes Films also, der ihr den Oscar einbrachte. Und dann wird sie uns alle mit glamourös gebrochenen Herzen zurücklassen, sie, der grösste Star, der derzeit über Hollywood strahlt. 

Freuen wir uns auf die Dänen!

Wo Dänen sind, da setz dich ruhig nieder, denn Dänen-Filme (und TV-Serien und Sofakissen und Kleider...), sind uns nun mal lieber. Bereits in Cannes gesehen und zu unsere grossen Freude auch am ZFF wieder anzutreffen, ist «When Animals Dream» von Jonas Arnby, mit Lars Mikkelsen und der grossen Newcomerin Sonja Suhl. «When Animals Dream» ist die raffinierteste Neudefinition des Werwolffilms, die man sich erträumen kann. 

Chefin der internationalen Jury ist überdies dänische Regisseurin Susanne Bier (sie gewann einen Oscar für «In a Better World»), und auch der Dok-Film «Ai Weiwei: The Fake Case» von Andreas Johnsen kommt aus Dänemark.

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Birgitte Hjort Sørensen. bild: arte/bearbeitung sme

Die für viele schönste dänische Schauspielerin aller bisherigen Zeiten, nämlich Birgitte Hjort Sørensen, quasi die dänische Brigitte Bardot, vor allem aber die geniale Journalistin Katrine Fønsmark aus «Borgen», die hat am ZFF ausgerechnet Antonio Banderas an ihrer Seite. Nämlich im von Banderas produzierten Science-Fiction-Thriller «Autómata». Banderas kommt, am Freitag, den 26., die dänische Bardot leider nicht.

Frischfleisch für Kreischmädchen

Für den weiblichen Schweizer Teenager gibt es gleich vier Zuckerstücke auf dem Silbertablett des ZFF. Einerseits den vielleicht schon etwas abgegriffenen Robert Pattinson, der alles gibt, um aus dem Schatten der Vampirfilme zu kommen. Er ist in «The Rover» von David Michod zu sehen. Viel interessanter allerdings ist Josh Hutcherson, der Peeta aus «Hunger Games», dieser schwer sympathische Junge, dem das Lachen nie richtig gelingen will, auch ausserhalb der Leinwand nicht. 

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Josh Hutcherson. bild: keystone/bearbeitung sme

Josh Hutcherson also wird am Sonntag, 28. September, in Zürich sein, zusammen mit Benicio del Toro, denn die beiden spielen gemeinsam in «Escobar: Paradise Lost», dem Erstling des Italieners Andrea di Stefano, der normalerweise ein Schauspieler ist. Del Toro spielt den kolumbianischen Drogenbaron Pablo Escobar, Hutcherson einen jungen Surfer, der sich in dessen Nichte verliebt. 

Auch der österreichisch-tunesische Schauspieler  Elias M'Barek kommt. In der ganz gewiss hochkarätigen deutschen Komödie «Männerhort». Am 27. September, liebe Kreischmädchen. Zwei Stunden vor M'Barek, um 20 Uhr, geht übrigens ein gewisser Tom Hopper für «Northmen: A Viking Saga» über den grünen Teppich vor dem Corso. Den kann sich frau hier zu Gemüte führen.

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Elias M'Barek. bild: keystone/bearbeitung sme

Qualitätsfleisch für Frauen

Benicio del Toro haben wir schon. Und Antonio Banderas. Und der schöne Jack Huston kommt auch. Den kennen Sie nicht? Für alle Seriensüchtigen: Jack Huston ist der grosse Sensible mit dem halben Gesicht aus «Boardwalk Empire». Für alle andern: Jack Huston ist Brite, der Enkel des Regisseurs John Huston, der Neffe von Angelica Huston und seine Mutter heisst Lady Margot Lavinia Cholmondeley. Nach Zürich kommt er mit «Posthumous» von Lulu Wang, er spielt da einen Künstler, dessen Werke Spitzenpreise erzielen, nachdem fälschlicherweise sein Selbstmord vermeldet wurde.

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Benicio del Toro. bild: keystone/bearbeitung sme

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Jack Huston. bild: keystone/bearbeitung sme

Ben Affleck und Jake Gyllenhaal, den Bruder der wundervollen Maggie, gibts leider beide nur zum Anschauen. Ben Affleck in der Bestsellerverfilmung des Jahres, «Gone Girl» von David Fincher nach dem Ehe-Horror-Roman von Gillian Flynn. Jake Gyllenhaal, jetzt ganz dem Method Acting verpflichtet, mit zehn Kilo weniger als Video-Voyeur in «Nightcrawler» von Dan Gilroy. Schauspielerin Rene Russo und ihr Mann Dan Gilroy werden «Nightcrawler» am Dienstag, den 30. September, in Zürich vorstellen.

Diane Keaton – The Lady Is a Champ

Man soll den Menschen nicht an seinen Twitter-Followern messen, Diane Keaton zum Beispiel hat davon nur 300'000, das ist bloss 21,7 Mal so viel watson. Dabei ist Diane Keaton, die am 1. Oktober den Golden Icon Award für ihr Lebenswerk entgegennimmt, Hollywood-Weltkultur-Erbe. Als Schauspielerin, Regisseurin (sie führte u.a. bei der TV-Serie «Twin Peaks» Regie) und Produzentin (etwa von Gus van Sants «Elephant»). Das ZFF zeigt deshalb alle drei Teile von Coppolas «The Godfather», in denen sie erst die Freundin, dann die Gattin von Michael Corleone spielte. Dazu Woody Allens «Annie Hall» und «Manhattan» und als Premiere die romantische Komödie «And so it Goes» mit Michael Douglas (der kommt aber nicht). 

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Diane Keaton. bild: keystone/bearbeitung sme

Peter Fonda ist ein U(h)rgestein

Wenn Peter Fonda in Zürich ist, geht's der Schweizer Uhrenindustrie (Hallo IWC, merkt Euch das!) besonders gut: Der Bruder von Jane Fonda, «Easy Rider»-Held und ZFF-Jurypräsident von 2008 liebt Uhren über alles und trägt gern mehrere davon übereinander am Handgelenk. Heuer wird er eine Masterclass abhalten wie auch seine Kollegen, der unbarmherzige Österreicher Ulrich Seidl, der amerikanische Dokumentarist Frederick Wiseman, Susanne Bier, Hollywoods grösster Filmkomponist Hans Zimmer und der grosse Magier mit der Kamera Michael Ballhaus.

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Peter Fonda. bild: keystone/bearbeitung sme

Die Schweiz am ZFF

Logisch, dass am ZFF besonders viele Schweizer Filme ihre grosse Premiere feiern. Hier sind sie:
«Hand of God» von Marc Forster: Unser helvetischer Bond-Regisseur hat die Pilotfolge einer Serie gedreht. Für amazon. Über einen korrupten Richter, der sich von Gott auf einen Rachefeldzug geschickt wähnt.
«Die Demokratie ist los!» von Thomas Isler: Stösst die direkte Demokratie in der Schweiz an ihre (rechten) Grenzen?
«Children of the Arctict» von Nick Brandestini: Teenager in Alaska. Im Schatten des Walfangs.
«Dark Star – HR Gigers Welt» von Belinda Sallin: Eine Annäherung an den grossen Mann aus Oerlikon.

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Belinda Sallin. bild: darkstar-movie.com/bearbeitung sme

«Zu Ende Leben» von Rebecca Panian: Thomas ist 51 und hat Gehirntumor. Ein Film über die Verdrängung von Verlust und Trauer.
«Bouboule» von Bruno Deville: Kevin ist 12 und 100 Kilo schwer. Ein Schäferhund wird sein Freund.
«Chrieg» von Simon Jaquemet: Matteo ist 15 und schwer erziehbar. Er kommt in ein alpines Erziehungscamp.
«Iraqi Odyssey (3D)» von Samir: Was 40 Jahre Diktatur aus dem Irak gemacht haben.

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Samir. bild: keystone/bearbeitung sme

«Northmen: A Viking Saga» von Claudio Fäh: Muss man sich wohl vorstellen wie «Game of Thrones» bei den Wikingern. Wild, männlich, und eine Prinzessin ist auch dabei.
«Carl Lutz – Der vergessene Held» von Daniel von Aarburg: (Im Zweiten Weltkrieg war Lutz Diplomat in Budapest und rettete Zehntausenden von Juden das Leben.
«Der Vampir auf der Couch» von David Ruehm: Sigmund Freud muss 1930 in Wien Vampire therapieren. Im Ernst!
«Freifall – Eine Liebesgeschichte» von Mirjam von Arx: Sie hat Krebs, er ist Basejumper. Sie überlebt, er stirbt.

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Alice Rohrwacher. bild: keystone/bearbeitung sme

«Padrone e Sotto» von Michele Cirigliano: Ein paar ältere Süditaliener treffen sich zu Trinkspielen.
«11:23 – 09:59 (Projekt Angst)» von Stefan Jäger: Ein No-Budget-Horror-Film mit Schauspielschülern in Alpenbunkern. Klingt grossartig!
«Ulrich Seidl – A Director at Work» von Constantin Wulff: Für einmal richtet sich die Kamera auf den Regisseur Seidl. Besonders während der Dreharbeiten zu seinem neuen Film «Im Keller» der ebenfalls am ZFF gezeigt wird.
«Palace Hotel» von Emil Berna, Leonard Steckel: Grosser Schweizer Filmklassiker über das Palace in St. Moritz, neu restauriert. 
«Le Meraviglie» von Alice Rohrwacher: Kennen wir aus Cannes, eine Wahlverwandtschaft findet sich auf einem italienischen Landgut, und Monica Bellucci erscheint als Märchenfee. 

Alles Weitere finden Sie ab sofort über zff.com

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