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Kein Zeichen von Bagdadi

50 US-Soldaten in irakischer Unruheprovinz Anbar eingetroffen

11.11.2014, 00:1311.11.2014, 09:52
Irakische Streitkräfte demonstrieren ihre Fertigkeiten.
Irakische Streitkräfte demonstrieren ihre Fertigkeiten.
Bild: KHIDER ABBAS/EPA/KEYSTONE

Die US-Streitkräfte unterstützen die irakischen Truppen nun erstmals auch in der westlichen Unruheprovinz Anbar im Kampf gegen die IS-Terrormiliz. Eine Vorhut von rund 50 Soldaten sei auf dem Luftwaffenstützpunkt al-Assad eingetroffen, teilte das Verteidigungsministerium in Washington am Montag mit.

Die Soldaten würden prüfen, ob die Einrichtung für eine künftige Mission zur Beratung und Unterstützung der irakischen Sicherheitskräfte genutzt werden könne, sagte Pentagon-Sprecherin Elissa Smith.

Bild: REUTERS TV/REUTERS
Wo ist al-Bagdadi?
Die USA haben nach eigenen Angaben noch keine Informationen über das Schicksal des Anführers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi. «Wir können seinen Zustand derzeit nicht bestätigen», sagte Ben Rhodes, stellvertretender Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, am Dienstag in Peking. Laut einer vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung des irakischen Innenministeriums soll al Bagdadi am Sonntagmorgen bei einem Schlag irakischer Spezialkräfte getroffen worden sein.

Der irakische Verteidigungsminister gab hingegen an, al-Bagdadi sei bei einem US-Angriff am Freitagabend verletzt worden. Rhodes erklärte, dass unabhängig von dem Ausgang die Botschaft an die IS-Terroristen eindeutig sei: «Wenn sie sich bewegen, dann werden wir sie treffen.» (kad/sda/dpa)

Die USA und verbündete Staaten greifen IS-Stellungen im Irak seit Monaten aus der Luft an, dennoch konnten die Extremisten die irakischen Truppen in der Provinz Anbar weiter zurückdrängen. Befürchtungen wurden laut, das Gebiet könne den Islamisten ganz in die Hände fallen.

Keine Waffen für sunnitische Stämme

US-Präsident Barack Obama hatte deswegen in der vergangenen Woche angekündigt, 1500 zusätzliche Soldaten zur Unterstützung zu schicken, unter anderem nach Anbar. Die Provinz grenzt an Syrien, Jordanien und Saudi-Arabien. Pentagon-Sprecherin Smith sagte weiterhin zu den Plänen gehöre nicht die sunnitischen Stämme in Anbar mit Waffen aufzurüsten. 

Das sei Sache der irakischen Streitkräfte, sagte Smith. Die IS-Terrormiliz hatte in den vergangenen Tagen zahlreiche Angehörige eines sunnitischen Stamms in der Provinz exekutiert, der sich gegen die Extremisten gestellt hatte. (kad/sda/apa/afp)

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