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Mit Boeing und SpaceX

USA steigen ab 2017 wieder in die bemannte Raumfahrt ein

17.09.2014, 00:02

Die USA steigen ab 2017 wieder in die bemannte Raumfahrt ein. Die US-Firmen Boeing und SpaceX seien damit beauftragt worden, Transporter für Astronauten zu entwickeln, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Dienstag am Weltraumbahnhof Cape Canaveral mit.

Damit will die Nasa ab 2017 Astronauten wieder selbst zur Internationalen Raumstation bringen und so die Abhängigkeit von russischen Sojus-Kapseln beenden. Es werde das «aufregendste und ehrgeizigste Kapitel in der Geschichte der Nasa und der bemannten Raumfahrt», kündigte NASA-Direktor Charles Bolden an.

Der Vertrag mit Boeing und SpaceX hat ein Gesamtvolumen von 6,8 Milliarden Dollar - davon 4,2 Milliarden für den traditionsreichen Flugzeug-Giganten Boeing und 2,6 Milliarden für die erst 2002 gegründete Raumfahrt-Firma SpaceX.

Zwei bis sechs Flüge

Beide Unternehmen, mit denen die NASA auch derzeit schon zusammenarbeitet, sind zunächst für zwei bis sechs Flüge beauftragt worden. Die Entscheidung sei «ein wichtiger Schritt auf einem Weg, der uns zu den Sternen bringen wird», sagte SpaceX-Chef Elon Musk. Boeing teilte mit, man fühle sich sehr geehrt.

«Die Entscheidung ist ein wichtiger Schritt auf einem Weg, der uns zu den Sternen bringen wird.»
SpaceX-Chef Elon Musk

An den Transportern arbeiten die Unternehmen bereits. Der von Boeing nennt sich «CST-100», der von SpaceX «Dragon». Vom Design her gleichen sie eher den Kapseln der Apollo-Missionen der 60er und 70er Jahre als den Space Shuttles der 80er und 90er Jahre.

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Unabhängig von Russland

Die Shuttle-Flotte hatte die NASA 2011 vor allem aus Kostengründen ausgemustert. Seitdem sind die USA auf die Mitnahme ihrer Astronauten in russischen Sojus-Kapseln angewiesen, um zur ISS zu gelangen. Pro Reise zahlt die NASA dafür allerdings rund 70 Millionen Dollar - was bei der Behörde schon lange für Unmut sorgt.

«Die bedeutendste Nation der Welt sollte in dieser Sache nicht auf irgendein anderes Land angewiesen sein.»
NASA-Chef Charles Bolden

Vor allem seitdem die NASA angesichts der Ukraine-Politik des Kreml einen Teil ihrer Zusammenarbeit mit Russland demonstrativ eingestellt hat, gilt die Atmosphäre als angespannt. «Die bedeutendste Nation der Welt sollte in dieser Sache nicht auf irgendein anderes Land angewiesen sein», sagte NASA-Chef Bolden.

Die NASA hat seit 2010 bereits mehr als 1,4 Milliarden Dollar ausgegeben, um die Privatwirtschaft bei der Entwicklung von bemannten Raumfähren zu unterstützen. Das Luft- und Raumfahrtunternehmen Sierra Nevada, das ebenfalls in die engere Auswahl gekommen war, ging am Dienstag leer aus. (kad/sda/dpa/afp)

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