Gesellschaft & Politik
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US-Fotoreporter getötet

IS-Miliz soll Lösegeld für US-Journalisten Foley gefordert haben – die US-Regierung lehnte ab



FILE - This undated file still image from video released April 7, 2011, by GlobalPost, shows James Foley of Rochester, N.H., a freelance contributor for GlobalPost, in Benghazi, Libya. In a horrifying act of revenge for U.S. airstrikes in northern Iraq, militants with the Islamic State extremist group have beheaded Foley — and are threatening to kill another hostage, U.S. officials say. (AP Photo/GlobalPost, File)

Der Journalist James Foley wurde von den IS-Dschihadisten hingerichtet. Bild: AP/GlobalPost

Die Terrorgruppe IS haben für den von ihnen gefangen gehaltenen Journalisten James Foley ein Lösegeld in Millionenhöhe gefordert. Das berichtet die Zeitung New York Times am Mittwoch unter Berufung auf Familienmitglieder Foleys sowie auf einen Mitgefangenen. Die US-Regierung habe eine Zahlung abgelehnt.

Dennoch gab es Rettungsversuche seitens der USA: Das US-Militär ist nach eigenen Angaben jüngst mit dem Versuch gescheitert, den inzwischen ermordeten US-Journalisten James Foley und andere US-Geiseln aus der Hand von Islamisten zu befreien. Die Geiseln befanden sich nicht an jenem Ort, an dem sie vermutet wurden

An dem Einsatz seien Luft- und Bodentruppen beteiligt gewesen, teilten das Weisse Haus und das Pentagon am Mittwoch mit. Die Bekanntgabe geschah einen Tag nach der Veröffentlichung eines Internetvideos, das die Ermordung Foleys durch einen IS-Kämpfer zeigt. 

US-Präsident Barack Obama habe in «diesem Sommer» grünes Licht für einen Militäreinsatz zur Rettung von US-Bürgern gegeben, die von IS-Kämpfern in Syrien entführt und gefangen gehalten worden seien, hiess es in einer Erklärung. Der Rettungsversuch sei aber fehlgeschlagen, weil die Geiseln nicht an dem vom US-Geheimdienst genannten Ort aufgefunden worden seien. 

Zur Identität und zur Anzahl der gesuchten Geiseln machte die US-Regierung zunächst keine Angaben. Vertreter des Verteidigungsministeriums hatten gegenüber mehreren US-Medien gesagt, dass Geheimdienstinformationen zum Standort der Geiseln, unter anderem James Foley, vorgelegen hätten. 

Feuergefecht mit Dschihadisten 

Die New York Times berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Beamte, zwei Dutzende Elitesoldaten seien in einer abgelegenen Gegend in Syrien abgesetzt worden. Im Verlauf der Operation seien sie in ein Feuergefecht mit den Terroristen verwickelt worden. Die Regierungsvertreter gingen davon aus, dass mehrere Dschihadisten dabei getötet worden seien. 

Mit Blick auf die Hinrichtung des US-Journalisten signalisierte der Pentagonsprecher John Kirby zugleich, dass die USA weitere Rettungsversuche unternehmen könnten. 

Unterdessen setzen die USA ihre Luftschläge im Irak fort. Kampfjets und Drohnen hätten erneut Stellungen der IS in der Nähe des Mossul-Staudamms im Nordirak angegriffen, teilte das US-Zentralkommando in Tampa (Florida) am Mittwoch mit. Mehrere Fahrzeuge seien zerstört oder beschädigt worden. 

Die Militärs sprachen von 14 Angriffen. Die IS-Kämpfer drohen mit der Ermordung weiterer Amerikaner, falls die USA die Luftangriffe nicht einstellen sollten. 

Gipfel zu Terrorismus angekündigt 

Für Ende September lädt Obama zu einem Terrorismus-Gipfel nach New York ein. An dem Treffen sollen die Staats- und Regierungschefen der fünf UN-Vetomächte teilnehmen, sagte Marie Hart, Sprecherin im US-Aussenamt, am Mittwoch in Washington. Zu den Vetomächten im UN-Sicherheitsrat gehören neben den USA auch Russland, Grossbritannien, Frankreich und China

Obama hat die Enthauptung des 40-jährigen James Foley mit schärfsten Worten verurteilt. Die Tat «schockiert das Bewusstsein der gesamten Welt», sagte er an seinem Urlaubsort Martha's Vineyard in Massachusetts. Die USA würden weiterhin alles tun, um ihre Bürger zu beschützen. 

«Wir werden wachsam sein. Wir werden unnachgiebig sein», erklärte Obama. Der Kampf gegen die Miliz müsse von der internationalen Gemeinschaft getragen werden: «Es muss eine gemeinsame Anstrengung geben, den Krebs zu entfernen, damit er sich nicht ausbreitet.» (rey/sda/dpa/afp/reu) 

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