Oberster deutscher Kriminalbeamter rät Frauen: «Besser keine Beziehung mit Mann eingehen»
In Deutschland wurde kürzlich die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) vorgestellt. Darin ist ersichtlich, dass die Zahl der Straftaten 2025 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt gesunken ist.
Es gibt dabei jedoch einen Faktor, der die Freude über die eigentlich positive Entwicklung im Nachbarland trübt: Fälle von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexuellem Übergriff im besonders schweren Fall sind um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, schreibt das ZDF in einer Analyse zur PKS. Verglichen mit 2018 liege der Anstieg bei Vergewaltigungen gar bei 72 Prozent. Besonders Frauen seien nicht so sicher, wie sie es sein sollten, zitieren sie dazu den SPD-Politiker Andy Grote, der der Innenministerkonferenz vorsitzt.
In einem Fernsehinterview zum Thema nahm Dirk Peglow, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Stellung und sagte auch, was sein persönlicher Rat an Frauen sei. Er empfiehlt ein recht radikales Verhalten, um sich zu schützen:
Laut Peglow finden die meisten Übergriffe und Gewalttaten auf Frauen und Mädchen aus dem «sozialen Nahbereich» der Opfer statt.
Dabei handle es sich um die Ehepartner oder Menschen, mit denen die Opfer in einer Beziehung stünden, so Peglow weiter. Das sei ein entscheidender Punkt. Wenn es nach der Statistik gehe, könne er Frauen also nur einen Rat geben: Keine Beziehungen zu einem Mann einzugehen. Denn dadurch sei das Risiko, Opfer von psychischer oder physischer Gewalt zu werden, «erheblich» erhöht. (lzo)
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