International
AKW

Eine Superman-Drohne drehte über einem französisches AKW ihre Runden

Eine Superman-Drohne drehte über einem französisches AKW ihre Runden

03.07.2018, 13:5903.07.2018, 14:52

Greenpeace-Aktivisten haben eine Drohne in der Form des Comic-Helden Superman über das Gelände eines französischen Atomkraftwerks gesteuert. Diese sei gegen das Gebäude eines Abklingbeckens für abgebrannte Brennelemente in der Nähe von Lyon geflogen, hiess es.

Die symbolische Aktion am Kernkraftwerk Bugey zeige einmal mehr die «extreme Verwundbarkeit von Gebäuden, die mit viel Radioaktivität gefüllt sind», erklärte Greenpeace am Dienstag.

Greenpeace kritisiert Sicherheit

Der Stromkonzern EDF bestätigte auf Anfrage, dass die Sicherheitsteams am Morgen zwei Drohnen über dem Gelände geortet hatten. Eine davon habe die Gendarmerie abgefangen. Die Aktion habe keine Auswirkungen auf die Sicherheit der Anlage gehabt. Der Betreiber kündigte eine Anzeige an – der Überflug von Atomkraftwerken ist in Frankreich untersagt.

Die Mitteilung ging nicht darauf ein, ob die Drohne gegen das Gebäude des Abklingbeckens flog. EDF erklärte aber, das Brennelemente-Gebäude sei gegen Aggressionen ausgelegt.

Greenpeace kritisiert schon länger die Sicherheitsvorkehrungen bei Abklingbecken für Brennelemente in Frankreich. Im vergangenen Jahr waren Aktivisten bei Protestaktionen auf die Gelände zweier Kernkraftwerke eingedrungen – sie kamen deshalb vor Gericht. (whr/sda/dpa)

Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone

1 / 16
Fukushima – Bilder aus der verbotenen Zone
Impressionen aus der Todeszone: Die Bilder erinnern an Aufnahmen aus der ukrainischen Geisterstadt Pripjat, die nach der Katastrophe von Tschernobyl evakuiert wurde.
quelle: kazuma obara / kazuma obara
Auf Facebook teilenAuf X teilen

So sieht das AKW in Fukushima von innen aus

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
8 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8
Trump setzt im Iran-Krieg auf Eskalation – doch die Risiken sind enorm
Der jüngste Schlagabtausch zwischen Iran und den USA schaukelt sich gefährlich hoch. Eine unkontrollierte Eskalation birgt jedoch enorme Risiken – für beide Seiten.
Kurz sah es so aus, als würden die USA und der Iran ihren Streit um die Strasse von Hormus auf diplomatischem Wege beilegen. Doch nun rückt diese Möglichkeit in immer weitere Ferne. Die neunte Nacht in Folge hat die US-Armee Ziele im Iran bombardiert, das Regime in Teheran wiederum griff am Montagmorgen erneut zwei Öltanker in omanischen Gewässern an. Und nicht nur rhetorisch stellen sich beide Seiten auf eine weitere Eskalation der Feindseligkeiten ein.
Zur Story