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Xi Jinping stärkt Hongkongs Regierung den Rücken – und ignoriert blutige Attacke auf Demo



epa07962563 A protester wearing a mask of Chinese President Xi Jinping gestures during a Halloween rally in Lan Kwai Fong, a bar district in Central in Hong Kong, China, 31 October 2019. Hong Kong has entered a fifth month of ongoing mass protests, originally triggered by a now withdrawn extradition bill to mainland China that have turned into a wider pro-democracy movement.  EPA/JEROME FAVRE

Ein Hongkonger Demonstrant verkleidete sich anlässlich Halloween als Xi Jinping. Bild: EPA

Nach monatelangen Massenprotesten in Hongkong hat sich Chinas Präsident Xi Jinping demonstrativ hinter die Führung der chinesischen Sonderverwaltungszone gestellt.

Die Pekinger Zentralregierung habe grosses Vertrauen in Regierungschefin Carrie Lam und ihr Team, sagte Xi laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua am Montag nach einem Treffen mit Lam. Ihre Regierung habe hart dafür gearbeitet, die Lage in Hongkong unter Kontrolle zu bekommen und die Stimmung in der Bevölkerung zu verbessern.

epa07957287 Hong Kong Chief Executive Carrie Lam speaks during a weekly pre-executive council press conference at the Central Government Offices compound in Hong Kong, China, 29 October 2019.  EPA/JEROME FAVRE

Carrie Lam. Bild: EPA

Oberste Priorität habe weiterhin, das Chaos in Hongkong zu beenden, nach geltendem Recht gegen Gewalt vorzugehen sowie für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Er hoffe, dass die Bürger Hongkongs das Gesetz und das Prinzip «Ein Land, zwei Systeme» achteten, so Xi.

Derweil forderten mehrere chinesische Staatsmedien nach neuen Protesten eine «härtere Linie» in der chinesischen Sonderverwaltungszone. Die Hongkonger Strafverfolgungsbehörden müssten «die Meute so schnell wie möglich zur Rechenschaft ziehen». Dies schrieb etwa die Staatszeitung «Global Times» am Montag. Demonstranten hatten am Wochenende ein Büro der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua beschädigt, was diese als «barbarischen Akt» bezeichnete.

Eine «härtere Linie zur Wiederherstellung der Ordnung» müsse die Antwort auf die «sich verstärkende Gewalt in Hongkong» sein, schrieb die englischsprachige Zeitung «China Daily». Sie warf «westlichen Medien» vor, «Nachsicht» mit der Protestbewegung in Hongkong zu üben.

Blutige Attacke

Weder die «China Daily» noch die «Global Times» erwähnten die blutige Attacke eines bewaffneten Angreifers am Sonntag, bei dem mindestens fünf Menschen verletzt wurden. Laut Augenzeugen sprach der Angreifer Mandarin - die mehrheitlich in Festland-China gesprochene Sprache - und rief pro-chinesische Parolen, bevor er auf die Menschen losging. Dem Lokalpolitiker Andrew Chiu biss der Angreifer ein Teil des Ohrs ab.

Die frühere britische Kronkolonie Hongkong wird seit rund fünf Monaten von teils gewaltsamen Protesten erschüttert. Die Demonstrationen hatten sich anfänglich gegen ein geplantes Gesetz gerichtet, das Auslieferungen von Verdächtigen an Festland-China ermöglichen sollte. Mittlerweile richten sie sich generell gegen die pekingtreue Führung in Hongkong und die Einschränkung demokratischer Freiheiten. (sda/reu/afp)

Bilder des Protestes in Hongkong

Der Tag nach den heftigsten Protesten in Hongkong

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lokutus 05.11.2019 01:44
    Highlight Highlight "Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?" B. Brecht
    Anders kann man die absurde Situation in Hongkong nicht beschreiben. Menschenverachtend ist das Chinesische Regime!!!
  • rodolofo 04.11.2019 21:11
    Highlight Highlight Autoritäre Erziehung, wie sie Xi Shin Pin selber "genossen" (erlitten) hat...
    Damit er sich selber nicht als Opfer fühlen muss, identifiziert er sich mit den damaligen Peinigern und ist heute sogar der Ober-Peiniger aller Peiniger!
    In der Psychologie nennt man dieses Phänomen "Stockholm-Syndrom".
    Aus Opfern werden Täter.

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