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Cemetery workers carry the remains of a person in a cardboard coffin for burial at the General Cemetery in Guayaquil, Ecuador, Monday, April 6, 2020. Guayaquil, a normally bustling city that has become a hot spot in Latin America as the coronavirus pandemic spreads, has untold numbers dying of unrelated diseases that can’t be treated because hospitals are overwhelmed. (AP Photo/Luis Perez)

Ein Karton-Sarg wird zum Friedhof von Guayaquil getragen. Bild: AP

Zu viele Tote: Ecuadors Corona-Epizentrum wird mit Karton-Särgen beliefert



Nachdem sich das Coronavirus erst in China und dann auch in Europa schnell verbreitet hatte, hat es mittlerweile auch Südamerika erreicht. Stark betroffen ist auch Ecuador, wo bereits 191 Leute an Covid-19 gestorben sind. Vermutet wird jedoch eine hohe Dunkelziffer.

Der rasante Anstieg von Corona-Fällen hat zur Folge, dass die Bestattungsunternehmen teilweise nicht mehr mit der Arbeit nachkommen. So gehen derzeit Bilder aus der Stadt Guayaquil, dem Corona-Epizentrum Ecuadors, um die Welt. Diese zeigen, wie manche Leichen auf den Strassen abgelegt werden müssen, da es in den Leichenhallen nicht mehr genug Platz hat.

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Nach dem starken Anstieg an Todesfällen hat es in Guayaquil mittlerweile auch einen Mangel an Särgen. Zudem berichtet Stadtrat Andres Guschmer, man habe derzeit nicht genügend Material, um weitere Särge herzustellen.

Guayaquil bekommt Karton-Särge gratis

Um den Toten und ihren Familien trotzdem einen würdevollen Abschied zu ermöglichen, hat der nationale Verband der Kartonschachtel-Hersteller Asocart der Stadt Guayaquil 2000 Karton-Särge versprochen. Diese werden gratis zur Verfügung gestellt. Die ersten 200 davon sind mittlerweile in Guayaquil eingetroffen.

«Die Leute sind extrem dankbar für diese liebe und grosszügige Lieferung», sagt Stadtrat Andres Guschmer in einem Twitter-Video dazu. «Wir versuchen es mit allen Mitteln, diesen grossen Schmerz zu lindern.»

Um allen Opfern ein Begräbnis zu ermöglichen, soll ausserdem zusätzlich Platz in der Stadt geschaffen werden. Wie France 24 berichtet, will Ecuadors Präsident Lenin Moreno ein Spezial-Camp errichten, wo alle Tote bestattet werden können. (dab)

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    Alle Leser-Kommentare
  • PlayaGua 07.04.2020 15:31
    Highlight Highlight Guayaquil hat 2,7 Millionen Einwohner. Wenn das ganze Land offiziell 191 Corona-Tote hat, müsste die Dunkelziffer an Toten wohl um etwas das Zehnfache höher liegen, wenn so eine Stadt nicht mehr mit beerdigen nachkommt.

    Und in eurem Link zum vorherigen Artikel ist nach wie vor ein Tweet mit falschen Bildern, die nichts mit Ecuador zu tun haben, drin.
  • Do not lie to mE 07.04.2020 15:19
    Highlight Highlight @MPerezTorres30
    "Wir haben nicht einmal mehr das Recht, den Tod zu ehren, geschweige denn das Leben zu verteidigen."
    Benutzer Bild
  • John Steam in the snail hole 07.04.2020 14:34
    Highlight Highlight Guayaquil, eine 2 Millionen-Stadt kommt nicht mehr nach, weil 191 Menschen gestorben sind und die Leichenhallen sind voll? Das kann doch nicht sein... Zum Vergleich: Der Kanton Zürich (ca. 1.5Mio Menschen) hatte im Jahr 2019 11'200 Todesfälle, macht pro Monat 933 Tote, ca. 30 Personen pro Tag. Und eine 2 Millionen-Metropole soll mit 190 Menschen überfordert sein?? Wie passt das zusammen? Ich versteh's echt nicht, kann das jemand erklären?
    • Snowy 07.04.2020 21:24
      Highlight Highlight Vor zwei Wochen hätte ich Dich als Verschwörungstheoretiker verschrien, aber langsam mache ich mir selber grosse Fragezeichen bezüglich der Berichterstattung.

      197 Tote in einer Millionenstadt sind zwar viel und tragisch aber keine Katastrophe.
    • Der_Kommentator 08.04.2020 00:31
      Highlight Highlight 1. Sind diese 197 Toten, nur Coronaopfer. Dazu kommen die ~1000 (Vergleich mit Zürich) welche im Schnitt pro Tag wegen anderen "Gründen" sterben (Alter, Herzinfarkt, Unfall...). Das ist eine Zunahme an Todesfällen von 20% und darauf sind wohl nur wenige Städte/Leichenschauhäuser vorbereitet.
      2. Sind dies die offiziellen Coronatoten. Das Gesundheitssystem in Ecuador gehört nicht zu den Besten auf der Welt. Das heisst, viele Coronaopfer sterben wohl zuhause und/oder werden nie getestet und sind deshalb in keiner Coronastatistik aufgeführt. Deshalb wird die Dunkelziffer erheblich sein.
    • Joe "I beat the socialist" Biden 08.04.2020 04:07
      Highlight Highlight Es ist ganz einfach: Im ganzen Land gibt es nur sehr wenig Covid-19 Tests. Folglich kann man auch nur sehr wenige der Toten Covid-19 zuordnen.

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