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Vladimir Putin: Sanktionen von Deutschland wegen Drohne sind Fehler

Russian President Vladimir Putin answers questions from journalists following the Shanghai Cooperation Organization (SCO) summit in Bishkek, Kyrgyzstan, on Tuesday, Sept. 1, 2026. (Kristina Solovyova/ ...
Wladimir Putin hat die von Deutschland vorgebrachten Belege für einen vereitelten russischen Angriff auf den Flughafen Leipzig als gefälscht abgetan.Bild: keystone

So reagiert Putin auf deutsche Sanktionen wegen Sprengstoff-Drohne

Der russische Machthaber versuchte in einer öffentlichen Stellungnahme, der deutschen Bundesregierung zu schaden.
02.09.2026, 01:0302.09.2026, 11:22

Der russische Präsident Wladimir Putin hat deutsche Strafmassnahmen gegen Russland nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle als «schweren Fehler» bezeichnet.

Zuvor hatten der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Aussenminister Johann Wadephul (CDU) Russland verantwortlich gemacht für den Drohnenvorfall und Strafmassnahmen angekündigt. Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werde. Zudem werde der Vertrag für das Russische Haus in Berlin gekündigt.

«Wo sind die Beweise?», fragte Kremlchef Putin auf einer Pressekonferenz in Bischkek (Kirgistan). Bisher vorgelegte Belege bezeichnete der russische Machthaber als «gefälscht». Die Reaktion der Bundesregierung um Bundeskanzler Friedrich Merz sei vor allem innenpolitisch motiviert.

«Merz hat das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt», behauptete Putin nach dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Die Zukunft der derzeitigen politischen Spitze Deutschlands stehe bei den kommenden Wahlen aufgrund wirtschaftlicher Probleme auf dem Spiel.

Kreml unterstützt die AfD

Anzumerken ist, dass die als rechtsextrem geltende deutsche AfD in der Vergangenheit mit einer verdächtigen Russland-Freundlichkeit aufgefallen ist. Konkrete, öffentlich einsehbare Beweise für eine offizielle Parteifinanzierung der AfD durch den Kreml gibt es nicht. Bekannt und belegt ist hingegen ein Netzwerk aus gezielter russischer Propaganda zugunsten der Partei sowie laufende strafrechtliche Ermittlungen zu verdeckten Geldflüssen an einzelne AfD-Politiker.

Im Herbst 2024 machten journalistische Recherchen interne Dokumente der Moskauer «Social Design Agency »öffentlich. Diese belegten, dass der Kreml PR-Firmen für hybride Kriegsführung in Europa bezahlt. Ein in den Akten explizit formuliertes Ziel: Die Zukunftsangst in Deutschland erhöhen und gezielt die Umfragewerte der AfD stärken.

(dsc/sda/dpa)

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