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President Donald Trump drives past supporters gathered outside Walter Reed National Military Medical Center in Bethesda, Md., Sunday, Oct. 4, 2020. Trump was admitted to the hospital after contracting COVID-19. (KEYSTONE/AP Photo/Tony Peltier)

Liess sich während seiner Hospitalisierung ausfahren: Donald Trump. Bild: AP

Hier hustet sich Donald Trump durchs Fox-Interview – oder ist es eher Röcheln?



Kaum aus dem Militär-Krankenhaus Walter Reed entlassen, präsentierte sich Donald Trump als grosser Bezwinger des Corona-Virus. Kein Amerikaner soll sich davor fürchten, lautete seine Botschaft. Ein Credo, das er während eines Interviews mit Fox-News-Moderator Sean Hannity wiederholte. Und er versprach sämtlichen erkrankten Amerikanern dieselbe Behandlung, die er selbst erhalten hatte: «Das wird bald kommen. Komplett gratis! Und das Militär wird es in die Spitäler liefern.»

Nicht nur Trumps politische Gegner, sondern auch Gesundheitsexperten runzelten ob diesen Aussagen, aber auch ob Trumps wundersamer Heilung die Stirn. Und das Interview mit Sean Hannity nährte ihre Zweifel weiter.

Trumps Gesundheitszustand: So tönt er am Telefon mit Fox News

Video: watson/een

Mitten im Gespräch versagt dem Präsidenten plötzlich die Stimme. Er muss aussetzen und sich räuspern. Es kratzt. Nach einer kurzen Pause kann Trump das Interview fortführen. Der Fox-News-Moderator geht nicht weiter auf diesen Vorfall ein.

Wenig später wiederholen sich Trumps Schwierigkeiten. Das Interview wird kurz danach weitergeführt. Alarmisten legen ihm die Aussetzer nun als «Husten» aus. Nicht zu verleugnen ist, dass der Präsident ungewohnte Probleme mit der Stimme hat.

FILE - In this March 4, 2016, file photo, Sean Hannity of Fox News appears at the Conservative Political Action Conference (CPAC) in National Harbor, Md. A decision by coffee maker manufacturer Keurig announced on Nov. 11, 2017, to stop advertising on Sean Hannity’s Fox News program has supporters of the conservative host destroying the company’s products. (AP Photo/Carolyn Kaster, File)

Er interviewte Donald Trump: Sean Hannity. Bild: AP/AP

Offen bleibt, ob es zu einer weiteren Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden kommt. Trumps Team hat die Möglichkeit eines Duells per Videokonferenz ausgeschlossen. Die Demokraten hingegen zweifeln an Trumps Gesundheitszustand und sind momentan nicht bereit, eine zweite Debatte in einem Studio durchzuführen. Das Interview mit Sean Hannity wird ihre Bedenken noch verstärken.

Ausserdem wich Trump der Frage aus, ob er seit Verlassen des Spitals «negativ» auf das Corona-Virus getestet worden sei. Es mache keinen Sinn, jeden Tag zu testen, behauptete er. Er werde dann am nächsten Tag einen Test durchführen. Bereits am Samstag wolle er in Florida wieder einen Wahlkampfevent durchführen.

Donald Trump hatte am Morgen des 2. Oktober bekannt gegeben, dass er und seine Frau Melania positiv auf den Erreger SARS-CoV-2 getestet worden seien. Einen Tag später wurde er ins Militär-Spital Walter Reed eingeliefert, wo er bis am 5. Oktober blieb. Dort wurde er mit diversen Medikamenten behandelt. Unter anderem mit einem Antikörper-Cocktail des Biotech-Unternehmens Regeneron, der offiziell noch nicht zur Behandlung zugelassen ist.

(tog)

Michael Wendler über die «angebliche Pandemie» Corona

Video: watson

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Donald Trump und das Coronavirus in 18 Zitaten

Trump im Telefoninterview: «Ich werde meine Zeit nicht mit einer virtuellen Debatte verschwenden.»

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60 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
RicoH
09.10.2020 11:32registriert May 2019
Gesund tönt das nicht. Die Demokraten tun jedenfalls gut daran, weiterhin auf eine Debatte per Videokonferenz zu beharren.
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Coffeetime ☕
09.10.2020 11:34registriert December 2018
Er soll ruhig in die Debatte gehen. Er ist dann hoffentlich genauso sprachlos...
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Heidi Weston
09.10.2020 11:47registriert June 2018
Ich sehe jetzt schon die Schlagzeile die garantiert in ein paar Tagen kommen wird. „Donald Trump wieder ins Spital eingeliefert“ Zustand besorgniserregend!
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