Trump droht Fans zweier weiterer WM-Teilnehmer damit, sie nicht in die USA zu lassen
Nun sind es schon vier. Zum Iran und Haiti gesellen sich mit Senegal und der Elfenbeinküste zwei weitere Länder, für die von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein Einreiseverbot verhängt wurde. Am Dienstag unterzeichnete der Machthaber die entsprechende Erklärung.
Laut der New York Times gelten auch diese Einreiseverbote nicht für Sportler, Betreuer und enge Familienangehörige der WM-Teilnehmer – aber für Fans.
Gemäss Regierungsangaben bleiben Inhaber eines Geschäftsreisen- oder Touristenvisums aus den beiden afrikanischen Ländern oft länger als erlaubt in den USA. Die Elfenbeinküste weist eine Überschreitungsrate von 8,5 Prozent auf, Senegal eine von 4,3 Prozent.
Das Weisse Haus schliesst weitere Einschränkungen nicht aus. Vergangene Woche sagte Andrew Giuliani, der Leiter der WM-Task-Force in der US-Regierung, die Sicherheit stehe bei der Weltmeisterschaft an erster Stelle: «Jede Visumsentscheidung ist eine Entscheidung zur nationalen Sicherheit. Das muss man unbedingt betonen.» Er werde sich «wahrscheinlich nicht mehr» dazu äussern, welche Länder für Trump in Frage kommen, mit einem Einreiseverbot belegt zu werden, ergänzte Giuliani, der Sohn des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Rudy Giuliani.
Für die Fans aus Senegal und der Elfenbeinküste gibt es immerhin einen Weg, ein WM-Spiel ihrer Lieblinge live zu sehen. Senegal trägt die dritte Vorrundenpartie (gegen Bolivien, Suriname oder den Irak) im kanadischen Toronto aus. Dort findet auch das zweite Spiel der Elfenbeinküste, gegen Deutschland, statt. (ram)
