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Assoziierte Mitgliedschaft: EU will für Kanada neue Regel einführen

Canadian Prime Minister Mark Carney speaks to the media at a cabinet retreat in Banff, Alberta, Thursday, Sept. 10, 2026. (Jeff McIntosh/The Canadian Press via AP)
Canada Cabinet Retreat
Mark Carney: Der Premierminister Kanadas nähert sich der Europäischen Union an. (Archivbild)Bild: keystone

Kanada strebt nach «assoziierter EU-Mitgliedschaft» – Streit mit den USA

Bei ihren Beitrittsregeln ist die EU eigentlich wenig flexibel. Doch für Kanada könnte der Staatenbund einen neuen Status einführen, heisst es in einem Bericht.
13.09.2026, 20:0913.09.2026, 20:09
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t-online

Kanada strebt angesichts der verschlechterten Beziehungen zu den USA offenbar eine engere Anbindung an die Europäische Union (EU) an. Ministerpräsident Mark Carney prüfe dazu die Möglichkeit einer «assoziierten Mitgliedschaft», berichtete das «Wall Street Journal» am Sonntag unter Berufung auf Vertreter der EU und Kanadas. Demnach soll die EU, die sich in der Vergangenheit bei ihren Beitrittsregeln wenig flexibel gezeigt habe, nun offen für die Schaffung eines solchen neuen Status sein.

Von der kanadischen Botschaft in Brüssel und der EU-Kommission lag zunächst keine Stellungnahme vor. Assoziierungsabkommen für eine engere politische und wirtschaftliche Kooperation ohne Mitgliedschaft hat die EU bereits mit einigen Ländern wie der Ukraine, Georgien und Israel.

Hintergrund des strategischen Kurswechsels Kanadas ist der eskalierende Handelsstreit mit den USA. Im Zuge dessen haben die USA Zölle auf kanadische Waren im Volumen von mehreren Milliarden Dollar verhängt, worauf Kanada mit entsprechenden Gegenzöllen reagierte. Kanadas Beziehungen zu Washington haben sich seit der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump ins Weisse Haus Anfang 2025 aber auch wegen Differenzen in anderen Bereichen deutlich verschlechtert.

Carney und Macron treiben Gespräche voran

Dem «Wall Street Journal» zufolge sprechen Kanada und die EU über Wege, den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräften in Bereichen wie Energie, Künstliche Intelligenz (KI), Verteidigung und kritischen Rohstoffen zu ermöglichen. Dies würde praktisch einer Verschiebung der EU-Aussengrenze gleichkommen. Zudem gebe es Gespräche über die Verlegung von Unterseekabeln, den gemeinsamen Bau von Rechenzentren, Cloud-Speichern und Satellitennetzwerken sowie über den Aufbau von Infrastruktur für kanadische Energielieferungen in die EU.

Carney habe zudem regelmässig mit mehreren EU-Regierungschefs über die Möglichkeit gesprochen, Kanadiern ein visumfreies Leben und Arbeiten in der EU zu ermöglichen, berichtete das Blatt unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Besonders intensiv sei der Austausch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron gewesen. Carney und Macron sollen sich demnach Ende des Monats treffen. Macrons Büro äusserte sich zunächst nicht dazu.

Das Vorhaben einer engeren Partnerschaft gilt jedoch als schwierig. Dies zeigt der Widerstand gegen ein bestehendes, weniger weitreichendes Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada: Mehr als zehn Jahre nach dessen Abschluss und neun Jahre nach dem vorläufigen Inkrafttreten haben mehrere EU-Mitgliedstaaten den Vertrag noch immer nicht ratifiziert.

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur Reuters
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Kanadas Premier Carney wehrt sich gegen Trumps Politik
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Unsinkbar 2
13.09.2026 20:32registriert August 2019
Wenn man als Europäer auch Visumsfrei in Kanada leben und arbeiten könnte, wäre dies doch eine Win-win Situation. Kanada ist ein interessantes Auswanderungsland (temporär oder dauerhaft), vor allem weil es viel Platz hat und eine schöne Natur hat.
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T.M.M.
13.09.2026 20:32registriert September 2023
Bitte ja, sofort!
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derEchteElch
13.09.2026 20:35registriert Juni 2017
Ich als EU-Bürger bin dieser Entwicklung sehr positiv gestimmt. Und als Schweizer Bürger ebenfalls 🥳
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