Österreichische Schriftstellerin Monika Helfer gestorben
Die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer ist tot. Sie starb überraschend infolge eines Sturzes, wie der Carl Hanser Verlag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Die 1947 geborene Autorin veröffentlichte seit den 1970er Jahren Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Theaterstücke sowie Hörspiele.
«Monika Helfer hat mit ihrer geraden, klaren, wahrhaftigen Literatur die Welt lebendiger gemacht. Mit ihrem Tod verlieren wir Schönheit», teilte Verleger Jo Lendle mit.
Für ihre Arbeiten wurde Helfer mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. Noch im Januar dieses Jahres erhielt sie für ihre Verdienste um die deutsche Sprache die Carl-Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz. In der Begründung hiess es, Helfers Schreibstil sei von Klarheit, Mitgefühl und einer oft leisen, aber eindringlichen Sprache geprägt.
Thema ihrer Bücher waren nach Angaben ihres Verlags oft schwierige Familienbeziehungen mit besonderem Fokus auf der Kinderperspektive. Einer grossen Leserschaft bekannt wurde die Österreicherin mit dem Roman «Die Bagage» (2020), der die Geschichte ihrer Grosseltern und deren Kinder erzählt. Darauf folgten zwei weitere Romane («Vati», 2021 und «Löwenherz», 2022), die zusammen eine Familientrilogie bilden. Mit «Vati» stand Helfer auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.
Monika Helfer wuchs ihrem Verlag zufolge in Vorarlberg auf und hatte vier Kinder, zwei mit dem Schriftsteller Michael Köhlmeier, mit dem sie seit 1981 verheiratet war. (sda/dpa)
