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Fieberhafte Suche nach Giftresten in Salisbury – Opfer sind Drogenkonsumenten



Experten suchen nach den jüngsten Vergiftungsfällen durch Nowitschok fieberhaft nach einem kontaminierten Gegenstand in Südengland. Die Ermittler gehen davon aus, dass ein 45-jähriger Mann und seine 44-jährige Freundin versehentlich mit dem tödlichen Nervengift in Berührung kamen.

Das Paar aus Amesbury könnte demnach etwa ein Fläschchen oder eine Injektionsspritze mit Resten des Gifts gefunden haben, das beim Attentat auf die Skripals verwendet wurde. Britische Medien berichteten am Freitag, dass beide Drogenkonsumenten seien.

epa06866410 A police officer stands outside the cordon as tents are erected in front of John Baker House, a supported housing scheme for the homeless in Salisbury,  Britain, 05 July 2018. Police are investigating the scene after a man and woman were exposed to a nerve agent and are in critical condition.  EPA/RICK FINDLER

Die Polizei hat sechs Areale in Amesbury und im 13 Kilometer entfernten Salisbury abgesperrt. Bild: EPA/EPA

Bewusstlos ins Spital gebracht

Die beiden Briten wurden am vergangenen Samstag bewusstlos ins Spital gebracht und befinden sich in einem kritischen Zustand. In derselben Klinik wurden auch die Skripals behandelt.

Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia waren vor vier Monaten bewusstlos auf einer Parkbank im benachbarten Salisbury entdeckt worden. Sie entkamen nur knapp dem Tod und leben inzwischen an einem geheimen Ort.

Sechs Areale abgesperrt

Die Polizei hat nun sechs Areale in Amesbury und im 13 Kilometer entfernten Salisbury abgesperrt, in denen sich das Paar kurz vor den ersten Symptomen aufhielt. Dazu zählen eine Apotheke, eine Kirche und das Wohnhaus des 45-Jährigen. Das Hostel, in dem seine Freundin lebte, wurde evakuiert. Sie hat dem Sender BBC zufolge drei Kinder.

Experten riefen die Einwohner beider Orte dazu auf, vorsichtshalber keine Gegenstände vom Boden öffentlicher Plätze aufzuheben. (whr/sda/dpa)

Aktuelle Polizeibilder

Russland ist «höchstwahrscheinlich» verantwortlich

Video: srf

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