Chris Brown gesteht minderschweren Gewaltvorwurf in London
Der 37-Jährige räumte den Anklagepunkt zur Androhung oder Anwendung von rechtswidriger Gewalt ein, im britischen Strafrecht «affray» genannt, wie die Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal berichtete.
Die Anklage wegen Körperverletzung sowie zwei Anklagepunkte wegen des Besitzes einer Waffe (einer Flasche) an einem öffentlichen Ort sowie der versuchten schweren Körperverletzung wurden dagegen fallengelassen.
Das Strafmass soll am 26. Oktober verkündet werden. Der Sänger darf auf Kaution weiterhin das Land verlassen.
Die Tatvorwürfe in Grossbritannien standen seit längerer Zeit im Raum. Hintergrund des seit längerem laufenden Strafverfahrens ist ein Vorfall im Londoner Nachtclub Tape im Stadtteil Mayfair im Februar 2023. Brown hatte die schwereren Vorwürfe bestritten.
Verurteilung wegen Übergriffe auf Rihanna
Das mutmassliche Opfer, ein Musikproduzent, hatte angegeben, Brown habe ihm die Flasche auf den Kopf geschlagen und auf ihn eingetreten und -geschlagen, als er bereits am Boden lag, wie es in einem BBC-Bericht hiess.
Für Brown musste im Rahmen seiner Kautionsauflagen eine Sicherheitsleistung von fünf Millionen Pfund hinterlegt werden (umgerechnet 5,45 Millionen Franken). Der Grammy-Preisträger hatte den grossen Durchbruch vor 20 Jahren mit der Single «Run It!» geschafft. Es folgten viele weitere Hits und erfolgreiche Alben.
Brown fiel bereits zuvor wegen gewalttätiger Übergriffe auf. 2009 hatte er seine damalige Freundin, die Sängerin Rihanna, angegriffen und war dafür zu Haft auf Bewährung und zu Sozialstunden verurteilt worden. (dab/sda/dpa)
