Das Öl wird deutlich teurer
Die Angriffswelle sei vorbei und habe Dutzende Zielobjekte mit Präzisionsmunition getroffen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen mitteleuropäischer Zeit auf der Online-Plattform X mit. Die Strasse von Hormus habe essenzielle Bedeutung für den weltweiten Handel und werde nicht vom Iran kontrolliert, betonte Centcom. Die US-Streitkräfte stünden bereit, um die Freiheit des zivilen Schiffsverkehrs zu verteidigen – auch gegen «die ungerechtfertigte Aggression des Irans, seine Schikane, Drohungen und willkürlichen Verlautbarungen».
Der Iran hatte am Sonntag erklärt, die Meerenge werde «bis auf Weiteres» geschlossen, während die Streitkräfte der Islamischen Republik Drohnen- und Raketenangriffe auf Verbündete der USA im Nahen Osten flogen, darunter Jordanien und Katar. Zudem meldete Kuwait, dass eine Offshore-Bohrplattform getroffen und beschädigt worden sei.
Die jüngsten Entwicklungen seien zwar eskalierend, blieben aber «deutlich unterhalb eines offenen Kriegszustands», sagte Saul Kavonic, Senior-Energieanalyst bei MST Marquee, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Ölpreise dürften so lange weiter leicht steigen, wie die Angriffe andauern und die Passage durch die Strasse von Hormus dadurch beeinträchtigt wird.
In den ersten Wochen und Monaten des Konflikts war der Ölpreis deutlich gestiegen. Ein Barrel der Referenzsorte Brent hatte zeitweise etwas mehr als 126 Dollar gekostet. (sda/awp/dpa)
