International
Iran

Trumps warnt Iran vor Attentat auf ihn selbst: «1000 Raketen bereit»

President Donald Trump speaks with reporters in flight on Air Force One after landing at U.S. Air Force Base at RAF Mildenhall, in Suffolk Eastern England, Wednesday, July 8, 2026. (AP Photo/Alex Bran ...
US-Präsident Trump warnt den Iran eindringlich vor einem Attentat auf ihn. Bild: Keystone

Trump warnt Iran vor Attentat: «1000 Raketen stehen bereit – und Tausende werden folgen»

11.07.2026, 10:3011.07.2026, 10:33

Donald Trumps Rhetorik gegenüber dem Iran wird schärfer. In der Nacht auf Samstag schreibt der US-Präsident auf Truth Social:

«1000 Raketen stehen bereit und sind auf die Islamische Republik Iran gerichtet.»

Weiter schreibt er: «Und Tausende weitere werden unverzüglich folgen, sollte die iranische Regierung die Drohung wahr machen, den amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika – in diesem Fall mich – zu ermorden oder versuchen, ihn zu ermorden.»

Die Warnung von Trump kommt wenige Stunden, nachdem Berichten zufolge Israel die US-Regierung vor iranischen Plänen zur Ermordung des Präsidenten gewarnt hat.

Gemäss Trump sind die Befehle erteilt und das US-Militär ist bereit, im Falle eines Attentats innerhalb eines Jahres «alle Gebiete des Iran vollständig zu verwüsten und zu zerstören».

USA stellen Ultimatum

Währenddessen wurde in der Nacht auf Samstag bekannt, dass die USA auf eine schnelle Lösung in der Hormus-Frage pochen. Die iranische Führung solle öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal «Axios» und das «Wall Street Journal» unter Berufung auf US-Regierungsbeamte.

Die Forderung sei dem Iran direkt und über die Vermittler überbracht worden, hiess es. Die USA hatten in den vergangenen Tagen Ziele im Iran angegriffen und das mit Angriffen auf Handelsschiffe in der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge begründet. Trump hatte am Freitag das Ende der Waffenruhe im Krieg mit dem Iran bekräftigt. Zugleich liess er aber die Tür für Gespräche offen. Teheran habe um eine Fortführung von Gesprächen gebeten, und die USA hätten zugestimmt, schrieb Trump auf seiner Plattform. Das Wort Gespräche setzte er in Anführungszeichen.

Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai wies laut des regierungstreuen Senders Press TV Behauptungen zurück, Teheran habe um Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten nachgesucht. (ome/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Innovativ und tödlich: Der Drohnenkrieg der Ukraine
1 / 18
Innovativ und tödlich: Der Drohnenkrieg der Ukraine

Die Ukraine wehrt sich erfolgreich gegen den Aggressor Russland, dabei spielen Drohnen eine zentrale Rolle. In dieser Bildstrecke geht es um Meilensteine und historische Wendepunkte...

quelle: keystone / alex babenko
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Schlägereien und lange Schlangen an Tankstellen – Russland fehlt das Benzin
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
85 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Eine Eidechse
11.07.2026 11:24registriert Januar 2021
Bitte nicht ausversehen die Islamische Republik Japan angreifen
892
Melden
Zum Kommentar
avatar
Lohner
11.07.2026 10:59registriert August 2025
«1000 Raketen stehen bereit und sind auf die Islamische Republik Iran gerichtet.»

Das wird aber die Iraner beängstigen, Donald. Deine Drohungen nimmt niemand mehr ernst.
833
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hierbabuena
11.07.2026 10:45registriert Dezember 2014
Aha, Israel warnt die USA vor Mordplänen des Iran. Soso, es gäbe ja einige Gründe, warum Israel das macht... Sicher kein Grund ist, dass Israels Regierung immer die Wahrheit sagt.😉
879
Melden
Zum Kommentar
85
Kanada ist für Trump eine Brücke zu weit
Der Handelsstreit mit dem Nachbarn hat für den US-Präsidenten unerwünschte Nebenwirkungen.
Der Ausdruck «A bridge too far» steht für Angelsachsen für das, was wir unter «Hochmut kommt vor dem Fall» verstehen. Er bezieht sich auf ein historisches Ereignis im Zweiten Weltkrieg. Nach der erfolgreichen Landung in der Normandie wollten die Alliierten möglichst rasch in Deutschland einmarschieren. Im Herbst 1944 schickten sie zu diesem Zweck einen Stosstrupp in die niederländische Stadt Arnheim, um eine strategisch wichtige Brücke über den Rhein zu erobern. Das war die besagte Brücke zu weit. Die Alliierten mussten sich unter hohen Verlusten zurückziehen. 1977 hat der Regisseur Richard Attenborough aus diesem Ereignis einen epischen Kriegsfilm gemacht.
Zur Story