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Bericht: Russland hilft Iran beim Bau von Überschall-Lenkwaffen

In this photo provided by Russian Foreign Ministry Press Service, Russian Foreign Minister Sergey Lavrov, right, and Iranian Foreign Minister Abbas Araghchi, pose for a photo on the sidelines of a mee ...
Machen gemeinsame Sache: Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi und sein russisches Pendant Sergej Lawrow.Bild: keystone

Bericht: Russland hilft Iran beim Bau von Überschall-Lenkwaffen

Laut einem Medienbericht hilft Russland dem Iran bei der Entwicklung von Überschall-Marschflugkörpern. Solche Waffen könnten das Bedrohungspotenzial des Landes deutlich vergrössern, insbesondere auch für die Schifffahrt in der Region.
02.09.2026, 16:3602.09.2026, 16:40

Bereits seit 2023 sollen führende russische Raketenwissenschaftler den Iran bei der Entwicklung von Überschall-Marschflugkörpern unterstützen. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf durchgesickerte russische Korrespondenz, Reisenachverfolgungen und die Analyse von Militärdokumenten.

Russische Raketenexperten sollen den Iran, der sich mit den USA und Israel im Krieg befindet, bei der Verbesserung bestehender Lenkwaffen unterstützen, wodurch die Antriebsstärke und Geschwindigkeit dieser um ein Vielfaches erhöht werden soll.

Laut Experten könnte der Iran durch die Entwicklung dieser Technologie sein militärisches Bedrohungspotenzial deutlich erweitern. Fabian Hinz, Experte für iranische Raketen und leitender Analyst bei Conflict Armament Research, einer britischen Organisation, die die Entwicklung und Verbreitung von Waffen weltweit verfolgt, sagt gegenüber der «Financial Times»:

«Es handelt sich hier um den Transfer einer strategisch hochsensiblen Militärtechnologie aus Russland, die die Iraner seit Jahrzehnten erhalten wollten.»

Für Hinz ist klar, dass auch Wladimir Putin über das Programm im Bilde ist:

«Ein solches Programm würde die politische Zustimmung der höchsten russischen Führungsebene erfordern.»

Gefährlich wäre die iranische Entwicklung dieser Technologie insbesondere für Schiffe, die im Persischen Golf und im Golf von Oman unterwegs sind (dazwischen liegt die Strasse von Hormus). Dies, weil die erhöhte Geschwindigkeit und die niedrigen Höhen, in denen Überschall-Lenkwaffen fliegen können, es für Luft- und Raketenabwehrsysteme massiv erschweren würden, Angriffe abzuwehren. Nebst Tankern und Frachtschiffen könnte eine solche Waffe sogar Schiffe der US-Marine bedrohen, wie Jim Lamson, ein ehemaliger CIA-Analyst für den Iran, gegenüber der «Financial Times» sagt.

Es ist bereits bekannt, dass der Iran und Russland seit längerem militärisch kooperieren. Der Iran hat Russland als Reaktion auf die ukrainische Überlegenheit im Drohnenkrieg mit der Lieferung und Weiterentwicklung von Shahed-Drohnen unterstützt. Westliche Staaten beschuldigen Russland zudem, den Iran im Krieg mit den USA und Israel mit Satellitenbildern und Waffenkomponenten unterstützt zu haben.

Dieser Konflikt ist jüngst wieder aufgeflammt. US-Einheiten haben zuletzt wieder iranische Raketenstellungen angegriffen, der Iran hat mit Vergeltungsangriffen auf die Verbündeten in der Golfregion reagiert. Ein Friedensabkommen ist nach zahlreichen gescheiterten Verhandlungsrunden in Ferne gerückt. (con)

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