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Nach Grossrazzia: Erdogan erklärt militanten Gruppen in der Türkei den Krieg



Turkish soldiers patrol near the border with Syria, ouside the village of Elbeyli, east of the town of Kilis, southeastern Turkey, Friday, July 24, 2015. Turkish warplanes struck Islamic State group targets across the border in Syria early Friday, government officials said, a day after IS militants fired at a Turkish military outpost, killing a soldier. The bombing is a strong tactical shift for Turkey which had long been reluctant to join the U.S.-led coalition against the extremist group. (AP Photo)

Türkische Militärpatrouille an der syrischen Grenze: Die türkische Luftwaffe flog in der Nacht auf Freitag erstmals Angriffe gegen Stellungen des IS. Bild: /AP/KEYSTONE

Bei einer grossangelegten Polizeiaktion gegen mutmassliche Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK sind in der Türkei 251 Verdächtige festgenommen worden.

Die Regierung erklärte, die Razzia habe am Freitag in 13 Provinzen stattgefunden. Unklar blieb, wie viele der Festgenommenen mutmasslich dem IS und wie viele der PKK angehören.

In der Erklärung machte die Regierung den IS erstmals offiziell für den Anschlag in Suruc am Montag mit 32 Toten verantwortlich. Zuvor hatte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu lediglich von ersten Hinweisen auf einen IS-Selbstmordattentäter gesprochen.

Nach türkischen Medienberichten handelte es sich dabei um einen 20-jährigen Kurden türkischer Staatsbürgerschaft. Der IS selbst bekannte sich nicht zum Anschlag.

Armed men escort the coffins of victims who were killed in Monday's bomb attack in Suruc, as they arrive at Gazi Cemevi, an Alevi place of worship, in Istanbul, Turkey, July 21, 2015. Turkey's Prime Minister Ahmet Davutoglu rejected accusations Turkey had in the past tacitly supported Islamic State militants operating from Syria and unwittingly opened the door to a suicide bombing that killed at least 32 people. The blast on Monday tore through a group of university-aged students from an activist group as they gathered in the border town of Suruc ahead of a planned trip to help rebuild the nearby Syrian Kurdish town of Kobani. REUTERS/Huseyin Aldemir

Vermummte Bewaffnete am Trauermarsch für die Opfer des Terroranschlags in Suruc. Bild: STRINGER/TURKEY/REUTERS

Weitere Aktionen geplant

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan stimmt sein Volk auf einen längeren Kampf gegen die radikalislamische IS-Miliz ein. Die Luftangriffe auf Stellungen der Extremisten im Norden Syriens nahe der türkischen Grenze seien ein «erster Schritt» gewesen.

Dies sagte der Staatschef am Freitag vor Journalisten in Istanbul. Weitere würden folgen. Das gelte auch für kurdische oder linke Extremisten. Alle militanten Gruppen müssten ihre Waffen niederlegen oder mit Konsequenzen rechnen. 

Erdogan reagierte auf die Eskalation der Lage an der Grenze zu Syrien und im Südosten der Türkei, wo es diese Woche mehrere Anschläge gab, die mutmasslich auf das Konto des IS und kurdischer Rebellen gehen. Er habe den USA versichert, dass die Türkei sich an der Bekämpfung des Islamischen Staats (IS) beteiligen werde, sagte Erdogan.

Er bestätigte zugleich, dass die von den USA angeführte Militärallianz künftig vom Luftwaffenstützpunkt Incirlik im Süden der Türkei Angriffe auf die Extremisten fliegen darf. (wst/sda/dpa)

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