Trump zu Täuschungsmanöver: «Ich tue, was sie sagen»
Das Täuschungsmanöver auf dem Rückflug von US-Präsident Donald Trump aus der Türkei ist seinen Angaben zufolge auf Weisung seiner Personenschützer erfolgt. Er richte sich nach deren Vorgaben, sagte der Republikaner auf Nachfragen von Reportern. «Das liegt allein beim Secret Service.» Das gelte auch für das Militär. «Ich tue, was sie sagen.» Der Secret Service ist unter anderem für die Sicherheit des Präsidenten zuständig.
Zum Hintergrund der Entscheidung machte Trump keine genauen Angaben. Er sagte: «Ich nehme an, dass es eine Bedrohung gab.» Er habe nicht weiter nachgefragt. Zugleich schien der Präsident bemüht, dem Fall keine grosse Bedeutung beizumessen: «Ich bekomme viele Drohungen.» Er ergänzte: «Jeder Präsident, der etwas bewirkt, ist mit zahlreichen Drohungen konfrontiert. Präsidenten, die nichts bewirken, bekommen keine Drohungen.»
Der Grund für das ungewöhnliche Täuschungsmanöver soll eine konkrete, vom Iran ausgehende Bedrohung gewesen sein.
Trump lies out his ass:
— Aaron Rupar (@atrupar) August 12, 2026
Q: Why was it too dangerous for you to fly on Air Force One, but not for the press?
TRUMP: Well, I don't know, I think actually the plane I that I flew on was at greater risk
Q: Why do you say that?
TRUMP: Because that would be the plane they would be… pic.twitter.com/cuSjK1qnRG
Trump im Catering-Laster
Die «Washington Post» hatte am Montag (Ortszeit) enthüllt, dass das Weisse Haus im Juli nach dem Nato-Gipfel nur vorgetäuscht hatte, dass Trump mit einer Regierungsmaschine aus Ankara abgeflogen war. Der 80-Jährige stieg dort vor laufenden Kameras in die Regierungsmaschine ein, stieg dann aber laut der Zeitung unbemerkt in einen seitlich an dem Jet platzierten Catering-Container. Dessen Laster brachte ihn auf dem Flughafen inkognito zu einem kleineren US-Militärflugzeug, mit dem er nach Grossbritannien flog.
Nach der Landung der Regierungsmaschine in Grossbritannien wechselte der Tross des Präsidenten von der alten, hellblauen Boeing 747 in den neuen Jet, der Trump von Katar geschenkt worden war. Der Präsident stieg dort auch in die Air Force One um. Die Öffentlichkeit sollte den Eindruck bekommen, dass er die ganze Reise in den Regierungsmaschinen zurückgelegt habe. In den USA stieg er dann vor laufenden Kameras aus. (sda/dpa)
